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Viel Lob für das Engagement der Bürger

Ukrainehilfe Bad Feilnbach zieht Bilanz – so geht es den 60 Geflüchteten heute

Sind dankbar für das Engagement und die Spendenbereitschaft der Bad Feilnbacher Bevölkerung: (von links) Veronika Gasteiger von der Gemeindeverwaltung, Olena Tanassewitsch und Eugen Thierauf.
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Sind dankbar für das Engagement und die Spendenbereitschaft der Bad Feilnbacher Bevölkerung: (von links) Veronika Gasteiger von der Gemeindeverwaltung, Olena Tanassewitsch und Eugen Thierauf.
  • VonPeter Strim
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Seit acht Monaten dauert der Krieg in der Ukraine bereits an. Millionen Menschen sind seither auf der Flucht. Einige von ihnen haben in Bad Feilnbach eine neue Heimat gefunden. So geht es ihnen heute – und so dankbar sind sie den Bürgern.

Bad Feilnbach – Seit acht Monaten dauern inzwischen die kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine. Millionen Menschen sind seither auf der Flucht aus zerstörten Dörfern und Städten und deren Infrastruktur. Die Angst vor Bomben- und Raketenhagel, Folter und grausamer Tötung, sowie Auswirkungen wie Erfrieren und Hungern aufgrund zerstörter Infrastruktur in vielen Teilen insbesondere in der Ostukraine durch die russischen Aggressoren ist groß.

Viele von ihnen haben in anderen europäischen Ländern eine vorübergehende neue Heimat gefunden. 60 Personen, darunter 30 Kinder, sind derzeit in der Gemeinde Bad Feilnbach untergebracht. Unterstützt werden sie vom ehrenamtlich tätigen Team der Ukrainehilfe Bad Feilnbach, mit dem sie nun gemeinsam der Bevölkerung ein von Herzen kommendes Dankeschön entgegenbringen wollen.

Dazu trafen sich Veronika Gasteiger vom Sozialamt der Gemeinde Bad Feilnbach, Eugen Thierauf von der Ukrainehilfe Bad Feilnbach sowie Olena Tanassewitsch aus Tscherkassy zu einem Gespräch mit dem Mangfall-Boten.

Privatpersonen stellen unbürokratisch Wohnräume zur Verfügung

Nachdem zu Beginn des Krieges die ersten Flüchtlingsströme in Richtung Westen eingesetzt hatten, bestand, wie Veronika Gasteiger und Eugen Thierauf gleichermaßen berichteten, eine sehr große Hilfsbereitschaft an Geld- und Sachspenden von Privatpersonen und Firmen aus dem Gemeindebereich. Diese seien auch dringend notwendig gewesen, um die Neuankömmlinge versorgen zu können. Unbürokratisch stellten zudem Privatpersonen Wohnräume zur Verfügung.

Zur tragenden Säule in Hinblick auf die Koordination und entwickelte sich ab Anfang März die kurzfristig formierte „Ukrainehilfe Bad Feilnbach“, zu der die Gemeinde Bad Feilnbach, der VdK Bad Feilnbach-Au, die AWO Au-Bad Feilnbach sowie Mitglieder des Netzwerks gehören. Als Führungsspitzen fungieren seither der zweite Bürgermeister der Gemeinde Bad Feilnbach, Josef Rauscher, sowie Eugen Thierauf.

Sofort nach deren Eintreffen in der Gemeinde nahm sich das Team der Ukrainehilfe der Kriegsflüchtlinge an. Wie beispielsweise Olena Tanassewitsch, die ohne ihren Mann in Richtung Deutschland fliehen musste und mittlerweile seit acht Monaten von ihm getrennt ist. Die Bürger der Gemeinde seien den Ankömmlingen in allen Lebensbereichen „mit Herzenswärme“ zur Seite gestanden. Die ukrainischen Kinder wurden an der Auer Grundschule und der Bad Feilnbacher Leo-von-Welden-Schule angenommen. Die Lehrkräfte sorgen durch ihren Einsatz dafür, dass die Mädchen und Buben trotz der schrecklichen Erlebnisse in der Heimat mittlerweile wieder mit strahlenden Gesichtern nach Hause kommen.

Unzählige Fahrten zu den Ämtern

„Enorme Leistungen“ vollbrachte Eugen Thierauf zusammen mit dem Netzwerk bei den unzähligen Fahrten zu Ämtern oder auch zu Freizeitaktivitäten. Integration sei in Folge von Sprachbarrieren ein langsamer Weg und hänge von Einzelpersonen ab, so Tanassewitsch. „Hier leistet die hier erlebte Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft im christlichen Sinne wertvolle Dienste“, zeigte sich die Ukrainerin berührt über das Engagement der Helfer.

So halfen Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren oder auch der Bergwacht Bad Feilnbach beispielsweise bei anstehenden Umzügen. Nach Einschätzung von Tanassewitsch habe Bad Feilnbach „besondere Orte mit Menschen, die Feste, Kulturen und Traditionen mit viel Engagement pflegen und bewahren“. Und viele Ehrenamtliche, die das Gefühl vermittelten: „Dem Nächsten soll es gut gehen!“

Veronika Gasteiger von der Gemeindeverwaltung lobte Tanassewitsch im Gegenzug als „eine zuverlässige und gern geschätzte Dolmetscherin“ und Ansprechpartner bei vielen Fragen und Anliegen ukrainischer Bürger. Die „kooperative Zusammenarbeit“ mit Tanassewitsch, Thierauf und Rauscher sowie die Rückendeckung von Bürgermeister Anton Wallner sei laut Gasteiger „äußerst hilfreich“.

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