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Nachruf

Pepperl Forster ist im Alter von 84 Jahren verstorben

Für Pepperl Forster waren das Miteinander und der Zusammenhalt in der Kommunalpolitik, Sport, Kirche und Auer Dorfgemeinschaft wichtig.
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Für Pepperl Forster waren das Miteinander und der Zusammenhalt in der Kommunalpolitik, Sport, Kirche und Auer Dorfgemeinschaft wichtig.
  • VonPeter Strim
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Trauer im Bad Feilnbacher Ortsteil Au um einen beliebten Mitbürger, der in der Politik, Vereinen und Kirchengemeinde aktiv war. Was den beliebten Auer Zeit seines Lebens ausmachte.

Bad Feilnbach – Josef Forster war Zeit seines Lebens ein Verfechter des Zusammenhalts und Miteinanders zum Wohl der Auer Dorfgemeinschaft und darüber hinaus. Nun hieß es Abschied nehmen von einem geselligen und geachteten Mitbürger, der im Alter von 84 Jahren einen langen irdischen Leidensweg verlassen durfte.

Um den allseits besser bekannten „Pepperl“ trauern nicht nur seine geliebte Ehefrau Erika, die beiden Töchter Iris Maria und Martina mit ihren Ehemännern, Enkeltochter Annette, Angehörige und Verwandte. Erinnern werden sich Nachbarn, Freunde und Weggefährten an einen geschätzten Mitmenschen, der nun eine Lücke hinterlässt. Die Auer Dorfgemeinschaft bekundete ihre Verbundenheit mit ihrem Pepperl durch ihre große Anteilnahme am Requiem und der anschließenden Beerdigung. Den würdevollen Gottesdienst umrahmte der Auer Kirchenchor. Auf seinem letzten Weg ans Grab im Kirchenfriedhof begleiteten ihn die Auer Musi und die Fahnenabordnung des Trachtenvereins GTEV „Immergrün“ Au. An der letzten Ruhestätte verabschiedete sich der Männergesangsverein Liederkranz Au, dem der Verstorbene seit 48 Jahren als passives Mitglied angehörte.

Wie Pater John in seiner Predigt betonte, habe Josef Forster seine sehnsuchtsvoll Ruhe und Frieden nach längerer Krankheit und erfülltem Lebensweg gefunden, der mit seiner Geburt am 27. Januar 1938 in München begann. Die Not der Kriegs- und Nachkriegsjahre prägten seine Kindheit. Der Vater fiel im Krieg und seine Mutter kämpfte ums Überleben zusammen mit dem älteren Bruder Anton und jüngeren Bruder Karl. Die harten Jahre führte die vaterlose Familiengemeinschaft nach Au. Einen herben Schlag erlebten Seppi als Zehnjähriger und seine Brüder mit dem Tod der Mutter. Die Erziehung der drei Vollwaisen übernahmen Onkel und Tanten der Gastwirtsfamilie Beckenlehner, wo Pepperl auch das Metzgerhandwerk erlernte.

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In Augsburg bestand er die Metzgermeisterprüfung und war in den darauffolgenden Jahren in Rottach sowie in verschiedenen Großmetzgereien in München tätig. 1963 heiratete er seine Erika, mit der er bis zum Tod 58 Ehejahre verbrachte. Ganzer Stolz waren seine beiden Töchter sowie das 1970 neu gebaute Haus in der Achtaler Straße. Pepperl Forster verstand das ausgewogene Geben und Nehmen und lebte die Verantwortung gegenüber Bürgern und Gemeinschaft. Davon wussten Bürgermeister Anton Wallner, die Vorsitzenden Alois Hemeter vom Trachtenverein GTEV „Immergrün“ Au und Sepp Millauer vom Obst- und Gartenbauverein Au-Dettendorf in ihren Grabreden zu berichten.

Pepperl Forster war in den Jahren von 1984 bis 1996 sowie von 2001 bis 2002 als Nachrücker für Alois Pichler im Gemeinderat und Fraktionsmitglied der CSU. Für Bürgermeister Anton Wallner war ein wichtiger Vorantreiber zur Verbesserung der Verkehrssituation von Hauptstraße und Achtaler Straße in Au. Wichtig war Forster das Wohlergehen der Auer Bürger. Als erfolgreiche Bereicherung wertete Wallner die Schafkopfturniere für Senioren in der Gemeinde Bad Feilnbach unter Federführung von Pepperl Forster. Zu Forsters Leidenschaften gehörte ebenso der Fußball. Insbesondere die Verbundenheit zum TSV 1860 München und, wie Sepp Harraßer als Vorsitzender erinnerte, sein Engagement beim ASV Au. 1973 trat Forster dem ASV bei und sorgte von 1986 bis 1992 als Vorsitzender für seinen Aufschwung.

Neben Kommune und Sport galt sein Herz als sehr gläubiger Mensch dem kirchlichen Leben, dem er sich von 1984 bis 1992 als Vorsitzender des Pfarrgemeinderats der Pfarrei St. Martin Au widmete. Wie die amtierende Pfarrgemeinderatsvorsitzende Evi Zehetmaier erinnerte, galt sein Herz der Sanierung von Pfarrkirche, Rast- und Holzkapelle sowie der Statue der „Heiligen Magdalena“ am Altenburger Anwesen am Auer Berg. Unvergessen blieben ebenso die herrlichen Pfarrfeste, die Pepperl organisierte, wie er die Küche mitgestaltete und das Gesellige nach Herzenslust genoss. Herzensangelegenheit waren ihm der Zusammenhalt und das Miteinander.