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Auer Feuerwehr im Einsatz

Bad Feilnbach: Knapp 400 Liter Diesel laufen auf Straße und in Bach

Sechs Ölsperren hat die Feuerwehr Au im Aubach verlegt, um den Treibstoff aufzufangen. Foto: Feuerwehr Au
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Sechs Ölsperren hat die Feuerwehr Au im Aubach verlegt, um den Treibstoff aufzufangen.
  • Ines Weinzierl
    VonInes Weinzierl
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Bei einem Rangier-Manöver riss der Tank eines Lkw:. Daraufhin liefen zwischen 300 bis 400 Liter Diesel aus. Die Auer Feuerwehr ergriff sofort mehrere Maßnahmen, um den Schaden für die Umwelt gering zu halten. Wie alles von statten ging, erzählt Vize-Kommandant Josef Antretter.

Bad Feilnbach – Zwischen 300 und 400 Liter – das sind etwa zwei volle Badewannen – Diesel sind am Montag gegen 10.30 Uhr auf der Achthaler Straße auf Höhe der Nummer 30 mitten in Au in Bad Feilnbach ausgelaufen. Die Ursache war ein aufgerissener Tank eines Lkw.

Dieser Lkw hatte einen Riss im Tank, der beim Rangieren entstanden war. Der Treibstoff lief auf die Straße und in den Bach, der rund fünf Meter entfernt ist. Feuerwehr Au

Feuerwehr rückt an

Laut Polizeibericht war dem LKW-Fahrer bei einem Rangiermanöver der Tank aufgerissen – und so floss der Treibstoff auf die Straße und in den Aubach. Sofort wurde die Feuerwehr Au alarmiert, die mit rund 15 Mann anrückte. „Bei so etwas ist Eile geboten“, sagt Vize-Kommandant Josef Antretter, der auch vor Ort war.

Maßnahmen laufen parallel

An der Achthaler Straße eingetroffen, leiteten die Auer Feuerwehrler gleich mehrere Maßnahmen in die Wege: Zum einen klebten sie mit einem Dichtmittel den Lkw-Tank zu. „So konnte verhindert werden, dass noch mehr Diesel ausläuft“, so Antretter. Insgesamt fasste der Lkw-Tank nämlich rund 800 Liter Treibstoff.

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Parallel dazu verschlossen sie mit einem Dichtkissen den Straßengulli. So sollte verhindert werden, dass kein Treibstoff hineinfließt. Obendrein verteilten sie Ölbindemittel auf die Straße, um den Treibstoff am Weiterfließen zu hindern. „Das Mittel saugt alles auf“, erklärt der Vize-Kommandant. Des Weiteren brachten sie das Mittel auch an der Bachböschung aus. „Das betreffende Erdreich musste um etwa 15 Zentimeter Tiefe großflächig abgetragen werden“, heißt es im Brannenburger Polizeibericht.

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Allerdings war vor den Maßnahmen der Auer Feuerwehr bereits Treibstoff in den Bach geflossen. Wieviel es war, kann Antretter nicht sagen. Um den Treibstoff im Bach aufzufangen, brachten sie sogenannte Ölsperren aus. „Das sind etwa 20 Zentimeter dicke Würste“, erklärt Kommandant Marinus Astner, der bei dem Einsatz noch im Urlaub war, über die Vorgänge aber informiert war.

Sechs Ölsperren positioniert

Insgesamt positionierten die Feuerwehrler sechs Ölsperren auf einer Länge von etwa zwei Kilometern in dem Bach, erklärt Antretter. Die werden jetzt regelmäßig vom Bauhof der Gemeinde und vom Wasserwirtschaftsamt Rosenheim kontrolliert, erzählt er.

Spezielfahrzeug schrubbt Straße

Eine Spezialfirma beseitigte den Treibstoff am Nachmittag von der Achthaler Straße.

Gegen 13.30 Uhr war der Einsatz für die Feuerwehr Au beendet. Für andere ging es weiter: „Eine Spezialfirma schrubbte am Nachmittag rund 50 Meter der Straße, um wirklich alle Restebestände des Treibstoffes zu beseitigen.“ Gereinigt wird die Straße mit heißem Wasser und einem speziellen Reinigungsmittel, so Antretter.

Rathauschef sofort informiert

Auch Bürgermeister Anton Wallner (CSU) wurde sofort informiert: „Ich hoffe natürlich, dass nur wenig Treibstoff ins fließende Gewässer gelangt ist.“ Auf Anfrage erklärt er, dass ihm ein ähnlicher Vorfall in der Geschichte der Gemeinde nicht bekannt ist.

Polizei nimmt Ermittlungen auf

Das bestätigt auch die Feuerwehr Au: Es kommt immer wieder vor, dass Treibstoff bei einem Unfall ausläuft. Aber nicht nahe eines Gewässers. Rathauschef Wallner: Der Schaden für die Umwelt soll ja so gering wie möglich gehalten werden. „Da ist wirklich Eile geboten – hinsichtlich der Umwelt“, sagt auch Vize-Kommandant Antretter.

Die Brannbenburger Polizei nahm jetzt die Ermittlungen hinsichtlich „fahrlässiger Gewässer- und Bodenverunreinigung“ auf.

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