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Zusammenbruch vor Sitzung

Bad Feilnbach fassungslos nach tragischem Tod von Gemeinderat Manfred Büttner

Manfred Büttner
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Manfred Büttner
  • Eva Lagler
    VonEva Lagler
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Fassungslosigkeit herrscht in der Gemeinde Bad Feilnbach über den plötzlichen und völlig unerwarteten Tod von Manfred Büttner. Der 70-jährige Sprecher der SPD-Fraktion war am Donnerstag vor Beginn der Gemeinderatssitzung zusammengebrochen und verstarb wenig später im Krankenhaus.

Bad Feilnbach– Die tragischen Umstände seines Todes können seine Wegbegleiter noch nicht begreifen. Trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen – selbst ein Defibrillator war am Sitzungsort, dem Gasthaus Weingast in Kematen, zur Hand – verstarb Manfred Büttner wenig später im Krankenhaus in Agatharied.

Viele der 30 Bürger, die zu der Sitzung am Donnerstag angemeldet waren, befanden sich ebenso wie ein Großteil der Gemeinderäte vor Sitzungsbeginn um 19 Uhr bereits im Saal, während Büttner mit seinem SPD-Fraktionskollegen Sepp Scheibl noch draußen in der Abendsonne saß.

„Rettungskette griff sofort“

Er habe gesagt, er fühle sich nicht ganz wohl. Man habe ihm eine Cola gebracht, weil man dachte, es handle sich um Unterzuckerung, schildert die Bad Feilnbacher SPD-Ortsvorsitzende und Büttners langjährige politische Weggefährtin Karin Freiheit. Als er plötzlich zusammengebrochen sei, habe die Rettungskette sofort gegriffen.

Zwei Gemeinderatskollegen – ein Berufsfeuerwehrler und ein First Responder – hätten sofort mit der Reanimation begonnen, der Notarzt sei innerhalb kürzester Zeit vor Ort gewesen. Über eine Stunde lang haben die Helfer um Büttners Leben gekämpft, so Freiheit und Bürgermeister Anton Wallner.

+++ Todesanzeigen finden Sie auf unserem Trauerportal. Weitere Nachrufe aus der Region finden Sie hier. +++

Die Sitzung hatte Wallner sofort abgesagt, als erkennbar war, dass es sich nicht um einen Schwächeanfall handelte. „Man kann es nicht beschreiben. Es wurde alles getan, und doch haben wir ihn verloren“, sagt Wallner erschüttert. Als Büttner auf dem Weg ins Krankenhaus war, habe man gemeinsam um das Leben den Ratskollegen gebangt. Doch vergebens. Der Schock ob der Todesnachricht ist groß, am Tag danach fehlen allen, die Büttner kannten, die Worte.

Räte bekommen professionelle Unterstützung

„Wir werden am Abend zusammenkommen – zu einem ersten Schritt, um die dramatischen Erlebnisse zu verarbeiten. Ich bin sehr dankbar, dass wir hier professionelle Unterstützung von drei Rot-Kreuz-Mitarbeitern bekommen. Dass ein Mensch mit solch einer Präsenz nicht mehr da sein soll, ist schwer zu begreifen“, sagt Wallner.

„Wir trauern heute um den Menschen Manfred Büttner“, ist von seinen politischen Wegbegleitern zu hören.

„Ein schwerer menschlicher Verlust“

Im Gemeinderat war der 70-Jährige, der aus Ottobrunn nach Bad Feilnbach kam, seit 2014 für die SPD, deren Fraktionssprecher und zweiter Ortsvorsitzender er war. „Für uns ist sein Tod ein schwerer menschlicher und auch politischer Verlust“, sagt Karin Freiheit tief betroffen. „Sein Wirken war von einem starken Gerechtigkeitssinn geprägt. Er hat vieles hinterfragt, sich in Themen enorm hineingearbeitet. Dabei stand für ihn nie die Partei im Vordergrund, sondern immer nur die Sache.“ Am Montag habe Büttner noch an der Bauausschusssitzung teilgenommen, am Nachmittag vor seinem Tod noch in seinem Garten gearbeitet, so Freiheit.

Manfred Büttner war in seinem Berufsleben als Ingenieur sowie als Gesamtbetriebsratsvorsitzender eines großen Unternehmens tätig, genoss aber auch seine Hobbys in vollen Zügen. „Von Mitte August bis Oktober war er immer mit seinem Schiff unterwegs, meist in Kroatien, hat sich komplett ausgeklinkt“, weiß Freiheit. Manfred Büttner hinterlässt seine Lebensgefährtin, zwei Söhne und Enkelkinder.

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