Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Auf dem Weg zur grünen Gemeinde?

Ein Windrad in der Eulenau? Bad Feilnbach diskutiert 44 Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit

Weitere Schritten zur Umsetzung des Energiekonzepts der Gemeinde Bad Feilnbach erläuterten Prof. Dr. Dominikus Bückner, Projektmanager Thomas Stürzer (beide INEV) sowie Bürgermeister Anton Wallner (von rechts).
+
Weitere Schritten zur Umsetzung des Energiekonzepts der Gemeinde Bad Feilnbach erläuterten Prof. Dr. Dominikus Bückner, Projektmanager Thomas Stürzer (beide INEV) sowie Bürgermeister Anton Wallner (von rechts).
  • VonPeter Strim
    schließen

Bad Feilnbach hat für sein Energiekonzept Akzente für die zukünftige Energieversorgung gesetzt. Die Gemeinde möchte eine größtmögliche Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern erreichen. 44 Maßnahmen hat der Gemeinderat jetzt diskutiert – darunter ist auch ein Windpark in der Eulenau.

Bad Feilnbach – Die Kommune will so die Energiewende voranbringen und gleichzeitig die Versorgungssicherheit sowie die regionale Wertschöpfung steigern. Ein Schritt dahin ist die Teilnahme am „Kommunalen Energieeffizienz-Netzwerk Rosenheim-Traunstein“.

Über weitere Umsetzungsmaßnahmen des Energiekonzepts für die Gemeinde Bad Feilnbach informierten Prof. Dr. Dominikus Bücker und Projektmanager Thomas Stürzer vom Institut für nachhaltige Energieversorgung (INEV) aus Rosenheim in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

44 Maßnahmen diskutiert

Im Jahr 2020 – dem ersten Jahr nach der Netzwerkgründung – ging es vor allem um Datenerhebung, Vor-Ort-Termine, Handlungsempfehlungen und die Zusammenarbeit zwischen Kommune und Netzwerk. So wurden Liegenschaften, Straßenbeleuchtung und der kommunale Fahrzeugpark unter die Lupe genommen. Im Ergebnis entstanden 63 Befundberichte und ebenso viele Steckbriefe mit einem Umfang von 1200 Seiten. Sie dienen, so Bücker, zur Einschätzung des energetischen Standes der Liegenschaften und damit vor allem zur Identifizierung möglicher Potenziale.

Lesen Sie auch: Söder und Scholz nach Hochwasser in Schönau am Königssee: „Lebenswerk in Sekunden zerstört“

Insgesamt wurden aus allen Bereichen 44 Maßnahmen diskutiert. Betreut werden diese in der Gemeinde selbst von Peter Feldschmidt, der sich 2016 zum kommunalen Energiewirt qualifizierte. Dazu gehören unter anderem die technisch-wirtschaftliche Untersuchung von PV-Anlagen auf allen kommunalen Dächern – etwa im Rahmen der Generalsanierung der Auer Schule.

Windkraft in der Eulenau vorerst nur eine Idee von vielen

Einbezogen in die Beratungen wurde die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED, der mögliche Austausch von Bauhoffahrzeugen, die Machbarkeit einer Windkraftanlage in der Eulenau, das Projekt Nahwärme Wiechs, die Durchführung einer Thermografie der kommunalen Liegenschaften und gegebenenfalls die Fördermittelbeantragung für den Neubau des Rathaus.

Die PV-Anlage auf dem Dach der sanierten Grundschule in Au ist nur ein Beitrag zur Energiewende in der Gemeinde Bad Feilnbach.

Erworgen werden außerdem der Austausch defekter Pumpen und Leuchtmittel gegen energiesparende Gerätschaften. Bereits umgesetzt wurden eine Ladestation für E-Autos in der Parkgarage sowie E-Bikes am Rathaus. Weitere Ladepunkte für eine bessere Elektromobilität wie beispielsweise am Wanderparkplatz sollen folgen.

Das könnte Sie auch interessieren: Nachbarschaftshilfe Bad Feilnbach seit 30 Jahren im Dienst am Menschen

Auf Anfrage von Gemeinderätin Sieglinde Angermaier (Grüne) zum Thema Windkraftanlage und PV-Park in der Eulenau – der PV-Park war nicht Inhalt im ursprünglichen Energiekonzept der Gemeinde – soll die Flächenbelegung nach Aussage von Bürgermeister Anton Wallner (CSU) geprüft werden. Thomas Forster (Grüne) regte an, die Potenziale der Windenergie zu prüfen.

Für Konrad Schwaiger (SPD/Parteifreie) könnte eine Absenkung der Straßenbeleuchtung bei Nacht mittels optimierender Steuerung – insbesondere an Rathausplatz und Kufsteiner Straße – einen Beitrag zur Energieeinsparung leisten. Katharina Angermaier (ÜW) erkundigte sich nach den Möglichkeiten gemeindlicher Bäche wie Jenbach- oder Osterbach zur Gewinnung von elektrischer Energie aus Wasserkraft. Diese sei aber bereits ausgeschöpft, hieß es von den Experten.

Arbeitskreis für Klima und Umwelt gebildet

Mit 17:1 Stimmen beschloss der Gemeinderat die Bildung eines Arbeitskreises für Klima und Umwelt. Dieser besteht aus Bürgermeister Anton Wallner, jeweils zwei Vertretern aus den Gemeinderatsfraktionen, dem Geschäftsleiter, Bautechniker Peter Feldschmidt und Tatjana Mahr als Mitarbeiterin für Umwelt, Natur und frisch qualifiziert auch für Klimaschutz. Ergänzend wirkt ein Berater der Energieagentur (Energiewende Oberland) mit.

Das Gremium solle maximal elf Personen umfassen, so Bürgermeister Wallner. Er betonte, dass es auch Bürger und Vereine mit ihrem Engagement in der Hand haben, sich für eine lebenswerte Gemeinde mit einem nachhaltigen Energiekonzept zum Wohle von Klima und Umwelt einzusetzen.

Mehr zum Thema

Kommentare