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Was der „Sellei“ sagt, des passt!

Bad Feilnbach ernennt Dr. Hermann Selmayr aus Au zum Ehrenbürger

Zum Ehrenbürger der Gemeinde Bad Feilnbach ernannt, wurde jetzt Dr. Hermann Selmayr (Mitte), Landarzt aus Au und Initiator der First Responder der Feuerwehr. Bürgermeister Anton Wallner (links) und Zweiter Bürgermeister Sepp Rauscher würdigten ihn mit einer Laudatio und überreichten die Ehrenurkunde.
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Zum Ehrenbürger der Gemeinde Bad Feilnbach ernannt, wurde jetzt Dr. Hermann Selmayr (Mitte), Landarzt aus Au und Initiator der First Responder der Feuerwehr. Bürgermeister Anton Wallner (links) und Zweiter Bürgermeister Sepp Rauscher würdigten ihn mit einer Laudatio und überreichten die Ehrenurkunde.
  • VonPeter Strim
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Die Gemeinde Bad Feilnbach – insbesondere das Dorf Au – hat mit Dr. Hermann Selmayr einen weiteren Ehrenbürger. In einer feierlichen Gemeinderatssitzung mit nahezu allen Ratsmitgliedern verlieh Bürgermeister Anton Wallner dem 75-jährigen Facharzt für Allgemeinmedizin und anerkanntem Badearzt mit Praxis und Heimat in Au die höchste Auszeichnung der Gemeinde Bad Feilnbach.

Bad Feilnbach – Wie der Bürgermeister vor nahezu allen anwesenden Ratsmitgliedern, der Ehefrau Brigitte Selmayr und weiteren geehrten Gemeindebürgern sowie Gästen in seiner Laudatio betonte, habe sich Dr. Hermann Selmayr in außergewöhnlicher Weise um die Gemeinde und speziell um Au verdient gemacht.

Arzt des Vertrauens für alle Generationen

Wallner: „Er ist ein Landarzt mit großer Persönlichkeit, wie man es sich in einer Kommune nur wünschen kann.“ Der „Sellei“, wie er von den Auern liebevoll genannt wird, genieße allergrößtes Vertrauen. „Was er sagt, das passt“, hob Wallner hervor und das beginne bereits vor der Geburt eines Kindes.

Nach seinem Abitur studierte Selmayr Humanmedizin an der Julius-Maximilian-Universität Würzburg und legte erfolgreich Staatsexamen und Approbation ab. In seiner Zeit als Medizinalassistent eignete er sich umfangreiches Wissen auf dem Gebiet der Gynäkologie und inneren Medizin im Klinikum Rosenheim sowie Chirurgie im Krankenhaus Bad Aibling an.

Über Stationen wie das Bundeswehrkrankenhaus Bad Zwischenahn und die Klinik Wartenberg bei Freising führte ihn sein Weg zurück in die geliebte Heimat nach Au – genauer gesagt in die Praxis seines Vaters Alphons. Hier spezialisierte er sich als Weiterbildungsassistent im Bereich der Allgemeinmedizin und übernahm im Janus 1979 die Praxis.

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Von großer Bedeutung war für Dr. Hermann Selmayr die lückenlose medizinischen Versorgung seiner Patienten, für die er rund um die Uhr und an fast allen Tagen im Jahr erreichbar oder im Dienst war. Seine Leidenschaft war und ist es, für Menschen von Kindesbeinen an bis ins hohe Alter da zu sein.

Ruhestand ist für den Mediziner ein Fremdwort. Das zeigt sich unter anderem daran, dass er auch im Rentenalter noch praktiziert und somit einen nahtlosen Übergang seiner Patienten zu seinem Sohn Björn sicherstellt, der die Praxis 2018 übernahm. In der Feuerwehr Au trägt der Senior den Namen „Doc“. Hier hat er sich in der schnellen Ersten Hilfe bei akuten Notfällen auch außerhalb des Dorfes verdient gemacht.

Wenn Piepser oder Sirene ertönten, verließ er schon mal kurzerhand die Praxis, eilte zum Gerätehaus und erkundigte sich nach dem Grund der Alarmierung. Bei Bedarf leistete er Erste Hilfe am Einsatzort, um kostbares menschliches Leben zu retten. Aus dieser sozialen Einstellung und dem Fakt, dass schnelle Hilfe im Gemeindegebiet nicht immer sichergestellt werden konnte, entstand die Idee, einen eigenen First Responder ins Leben zu rufen. Die Truppe hatte am 2. Februar 2002 ihren ersten Einsatz.

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Neben der Leidenschaft für seinen Beruf ist Dr. Hermann Selmayr auch ein passionierter Skilangläufer und war über Jahrzehnte beim Ski-Club Au sehr engagiert. Ihm gelang es, viele Interessierte zu gewinnen. Er organisierte unvergessliche Langlauflager und Wettkämpfe, darunter auch im Biathlon in Zusammenarbeit mit den Auer Hubertusschützen. Noch bis vor einigen Jahren feierte er im Langlauf zahlreiche Erfolge – auch bei internationalen Veranstaltungen wie dem Wasa-Loped in Schweden oder Meisterschaften innerhalb der Ärzteschaft.

Menschen in Erster Hilfe geschult

Ziel seines Engagements war es immer, Menschen zu Bewegung und Sport zu animieren. Auch dem Laufsport im Gemeindegebiets, vor allem aber im Auer Weidmoos hat er sich verschrieben. Begeistern konnte er auch zahlreiche Menschen für den „Lauf 10“ oder für den Bäderlauf zwischen Bad Feilnbach und Bad Aibling.

Großen Rückhalt hatte er zu allen Zeiten bei seiner Frau Brigitte, seinen Kindern Björn und Rachel und bei einer großen Gemeinschaft. Wie Selmayr in seinen Dankesworten betonte, hätte er allein niemals etwas erreichen können.

Seiner Ansicht nach funktioniere alles nur gemeinsam. Diese Erfahrung machte der Arzt, „Doc“ und „Sellei“ auch persönlich: Als er nach einem gemeinsamen Lauftraining am Ski-Club-Heim einen Kreislaufstillstand erlitt, musste er von anwesenden Mitgliedern der Feuerwehr reanimiert werden.

Der Glücksfall seiner Rettung: Im Vereinsheim gab es bereits einen Defibrillator, den er einst selbst gesponsert hatte. Und es gab Helfer, die die Handhabung des Defi bei ihrem „Doc“ gelernt hatten.

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