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So schmeckt die Landschaft

„Bad Feilnbach brennt“ findet großen Anklang bei Einheimischen und Gästen

Auf der Reise durch die „trinkbare Landschaft“ gewährte Edelbrandsommelière Gerti Seebacher (links) Bürgermeister Anton Wallner (Mitte) und Apfelkönigin „Regina I.“ auch einen Einblick in die Kunst der „Gin-Herstellung“.
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Auf der Reise durch die „trinkbare Landschaft“ gewährte Edelbrandsommelière Gerti Seebacher (links) Bürgermeister Anton Wallner (Mitte) und Apfelkönigin „Regina I.“ auch einen Einblick in die Kunst der „Gin-Herstellung“.
  • VonPeter Strim
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Ihre Höfe und Brennereien öffneten am Sonntag, 19. September, fünf Obstbauern der Gemeinde Bad Feilnbach. Die Aktion fand zum zweiten Mal statt und kam bei Einheimischen und Gästen gut an.

Bad Feilnbach – In der Obstanbauregion der Gemeinde Bad Feilnbach hat die Herstellung edler Obstbrände eine viele Generationen überspannende, lange Tradition. Edelbrandhersteller gewährten gestern Einblicke in ihre Destillen, um den Besuchern zu zeigen, wie Obst aus eigenem Anbau zu einem feinen Brand wird.

Genussvoll verkostet wurde auch bei Annemarie (links) und Michael Grimm (Zweiter von recht) in Gottschalling.

Fünf Obstbauern öffnen ihre Höfe

Unter dem Motto „Bad Feilnbach brennt“ hatten die Obstbauern der Familie Seebacher vom Meisterhof in Wiechs, Annemarie und Michael Grimm in Gottschalling, die Familie Müllauer vom Moar in Bad Feilnbach, Familie Eder vom Wachingerhof und Familie Höfer vom Unterulpointhof in Litzldorf eingeladen. Unterstützt wurde die Veranstaltung vom Kur- und Tourismusverein Bad Feilnbach sowie der Kur- und Gästeinformation.

Als durchweg gelungen bewerteten die teilnehmenden Obstbauern die zweite Veranstaltung dieser Art: Im vergangenen Jahr wurde sie wegen Corona abgesagt und in diesem Jahr wieder pandemiebedingt in den Herbst verschoben.

Feinsten Obstler serviert Elisabeth (links) und Barbara Müllauer.

Informationen rund um Obst und Brand

Dafür stimmten an diesem herrlichen Sonntag alle Rahmenbedingungen: Bei herrlichem Sonnenschein nutzten zahlreiche Interessenten die Chance, sich über die Veredelung heimischer Obstsorten wie Zwetschgen, Birnen, Äpfel und anderer Früchte zu informieren und reichlich Produkte in flüssiger Form als „Trinkbare Landschaft“ live vor Ort in der Destille oder in den Hofläden zu verkosten.

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Im Mittelpunkt standen Informieren, Probieren, Genießen und das Erleben des Umfeldes von bäuerlichem Fleiß in der Verwertung und Vermarktung selbst geernteter Produkte.

Auch was das angenehme Ambiente betraf, hatten sich die Familien einiges zum Verweilen einfallen lassen. So wurden die Ohren der Besucher nach allen Regeln der Kunst mit heimatlichen Klängen – etwa vom Quintett der Litzldorfer Musi, vom Quartett „Z´sammgwürfet“ oder „Trio Hefter“ – verwöhnt.

Balthasar Höfer vom Unterulpointhof in Litzldorf beim Abfließen des Mittelbrands seiner „Langenheimer Zwetschge“.

Und auch für Gaumenschmaus war nicht nur in flüssiger, sondern auch in fester Form gesorgt – beispielsweise mit Brotzeitschmankerln, Schmalznudeln oder Kuchen. Auch die kulinarischen Genüsse stammten natürlich aus eigener Herstellung.

Dreh- und Angelpunkte waren die auf Hochglanz polierten Brennereien, die eigens für diese Aktion zur Erzeugung von Edelbränden angeheizt worden waren. Entsprechend wurden die Besucher von den Düften gekochter Obstmaische und abgekühltem Brand empfangen – darunter Bad Feilnbachs Apfelkönigin „Regina I.“ (Vogt), Bürgermeister Anton Wallner mit Gattin Elisabeth und Sebastian Obermaier als Dritter Bürgermeister.

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Die Herstellung der Edelprodukte in flüssiger Form verdanken die etwa 160 Obstbrenner der Gemeinde Bad Feilnbach ihren mit Hingabe gepflegten Streuobstwiesen. Leider war das Wetter den Obstanbauern in diesem Jahr alles andere als gnädig, wie die Brenner berichten: Frost während der Baumblüte, schwere Hagelunwetter, Starkregen und Kühle im August während der Wachstums- und Reifezeit hatten folgenschwere Auswirkungen.

Das Quartett „Z´sammgwürfet“ sorgte auf dem Moarhof für zünftige Musik und beste Stimmung.

Schlechtes Wetter mindert die Obsternte

Wie Balthasar Müllauer vom Moarhof und Sohn Andreas bilanzieren, seien drei Viertel der Ernte durch Hagel beschädigt worden und nur fünf Prozent marktfähig von den Bäumen geholt worden. Der Obstbauer verzeichnet in diesem Jahr Einbußen von etwa 80 Prozent bei Äpfeln und Birnen.

Auch zum Brand, bei dem ausschließlich brandfähiges geeignetes Obst verwendet wird, ist in diesem Jahr die Ausbeute an Obst wesentlich geringer als in den Jahren zuvor. Dafür waren die Obstbauern zufrieden über die Resonanz der diesjährigen Aktion „Bad Feilnbach brennt“, für die eigens ein Bus-Transfer zu den Brennereibetrieben eingerichtet und auch fleißig genutzt wurde.

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