Bad Feilnbach: Bauen am Höhenpark gar nicht so einfach

Auf diesem Grundstück am Höhenpark sollen zwei Wohngebäude im Sinne einer Eigennutzung entstehen.
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Auf diesem Grundstück am Höhenpark sollen zwei Wohngebäude im Sinne einer Eigennutzung entstehen.
  • vonPeter Strim
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Für zwei neue Wohngebäude, die am Höhenpark in Bad Feilnbach entstehen sollen, muss der Bebauungsplan geändert werden. Was im jüngsten Bauausschuss nicht zuletzt wegen der Hanglage zu eingehenden Diskussionen führte.

Bad Feilnbach – Mit einer äußerst umfangreichen Vorlage zur Änderung des Bebauungsplans „Fulinpachstraße“ hatte sich der Bau- und Umweltausschuss der Gemeinde Bad Feilnbach in seiner fünften öffentlichen Sitzung zu befassen. Im Fokus stand eine Bebauung eines Grundstücks mit zwei Wohngebäuden am Höhenpark.

Das Vorhaben war nach der Bekanntmachung im April auf großes Interesse in der Öffentlichkeit gestoßen. Im Rahmen der Abwägung beriet der Ausschuss nun ausgiebig über eingegangene Einwände. Probleme sehen Anlieger hier unter anderem in der Bodenbeschaffenheit und der Entwässerungssituation. Nach Angaben der Gemeindeverwaltung wurde bei einem Vorentwurf eine Untersuchung zu Baugrund, Hangstabilität und Grund- beziehungsweise Schichtenwasser angeregt. Ein qualifiziertes Ingenieurbüro sei dafür bereits ausgesucht worden.

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Unter anderem gehe es darum, zu untersuchen, wie verhindert werden kann, dass Hang- und Straßenwasser in die bestehenden Unterliegergebäude und auf straßenzugewandte Grundstücke läuft. Hier Maßnahmen zu treffen hält die Verwaltung unabhängig von der geplanten Bebauung als dringlich.

Aufgrund langjähriger Erfahrungen des Antragstellers, so hieß es, sei die Straße bei ausreichendem Rückschnitt von Hecken bis zur Grundstücksgrenze für Pkw, Lkw und auch landwirtschaftliche Fahrzeuge befahrbar. Unabhängig von der Bauleitplanung sind laut Verwaltung Planungen zur Straßenausbaumaßnahme erforderlich. Für die diesbezügliche Untersuchung ist die Gemeinde zuständig. Sie betrifft im Rahmen der Straßenerschließung unter anderem den Radius der Kurve und eine mögliche Verbreiterung der Straße.

Bäume aus Sicherheitsgründen gefällt

Auch zur Fällung von Baumbeständen auf dem betreffenden Grundstück hatten sich Anlieger geäußert. Hier verwies der Antragsteller auf eine notwendige Sicherheitsmaßnahme: Entfernt werden mussten demzufolge sehr alte Obstbäume, die durch Sturm- und Windbruch in ihrer Standfestigkeit stark beeinträchtigt waren. Nach Abwägung auch der Stellungnahmen von Behörden und Trägern öffentlicher Belange – darunter das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege, das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, die Deutsche Telekom, die Regierung von Oberbayern, das Wasserwirtschaftsamt und das Landratsamt Rosenheim fasste der Ausschuss mit 10:2 Stimmen den Billigungsbeschluss. Dieser beinhaltet auch den Vorschlag des Landratsamtes, Sachgebiet Naturschutz, eine Relevanzprüfung bezüglich der Schutzgüter „Arten und Lebensräume“ durchzuführen.

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Die Verwaltung der Gemeinde Bad Feilnbach wurde mit der Fortführung der Planung beauftragt. Der Entwurf mit den eingearbeiteten Erkenntnissen von Gutachten wird ferner vor der Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung erneut dem Bauausschuss zur Entscheidung vorgelegt.

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