HELFER IN PANDEMIEZEITEN

AWO und VdK fahren über 100 Senioren aus der Gemeinde Bad Feilnbach zum Impfen

„Endlich, es geht zum Impfen.“ Irene Niederhuber (links) und Rosemarie Rupp (AWO) aus Bad Feilnbach vor der Fahrt zum Impfzentrum Rosenheim. Beide haben übrigens das Impfen gut überstanden.
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„Endlich, es geht zum Impfen.“ Irene Niederhuber (links) und Rosemarie Rupp (AWO) aus Bad Feilnbach vor der Fahrt zum Impfzentrum Rosenheim. Beide haben übrigens das Impfen gut überstanden.

Über 100 Senioren aus der Gemeinde Bad Feilnbach haben ehrenamtliche Helfer von AWO und VdK bereits zum Impfzentrum nach Rosenheim gefahren. Und sie machen weiter.

Bad Feilnbach– In den Zeiten der Corona-Pandemie ist es besonders für die Senioren hart, mit den Beschränkungen und der Zurückgezogenheit umzugehen und damit zu leben. Gerade jene, die allein leben, in der Mobilität eingeschränkt sind und sich nun auch noch mit den zum Teil nicht leicht verständlichen Modalitäten in Sachen Impfungen auseinandersetzen müssen.

Deshalb haben sich die Ortsvereine von AWO und VdK in der Gemeinde Bad Feilnbach auf die Fahnen geschrieben: „Hier muss geholfen werden.“ Die ehrenamtlichen Helfer unterstützen ältere Menschen in der Gemeinde durch vielfältige Maßnahmen – etwa durch Hilfe bei Telefonaten oder das zur Verfügungstellen eines regelmäßigen Mittagstisches. „So konnte in den zurückliegenden Monaten diese Einsamkeit ein wenig gemildert werden“, haben sie festgestellt.

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Viele Fragen zum Thema Impfen

Vor allem auch der Beginn der Impfaktion gegen das Coronavirus hat einige Senioren vor große Probleme gestellt. „Wie und wo kann ich mich anmelden? Wie komme ich zum Impfzentrum?“, waren häufig gestellte Fragen. AWO und VdK konnten mit ihren ehrenamtlichen Mitgliedern diesem Personenkreis auch hier Hilfestellung geben. Auf einen Aufruf der beiden Ortsvereine, die ihre Unterstützung anboten, meldeten sich über 100 Senioren, denen bereits geholfen werden konnte.

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Die Fahrten zum Impfzentrum besorgten zehn Fahrer mit eigenen Autos. Die Aktion stieß auf große Zustimmung und Dankbarkeit. „Diese Hilfe war besonders für unseren ländlichen Raum von Bedeutung, denn die relative Abgeschiedenheit zur Stadt Rosenheim in Bezug auf den öffentlichen Personennahverkehr stellt schon ein finanzielles und zeitliches Problem für ältere Menschen dar“, so die Initiatoren.

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In den Augen der beiden Sozialverbände hat sich auch anhand dieses Beispiels gezeigt, dass der Staat nicht allein die Probleme älterer Mitbürger schultern kann und somit auf die Mithilfe der vielen Ehrenamtlichen in den Gemeinden angewiesen ist.

AWO und VdK werden in der Gemeinde Bad Feilnbach auch zukünftig, solange die Impfungen anhalten, Senioren weiterhin gerne anmelden und zu den Terminen fahren – dies gilt auch für Nichtmitglieder.

Anmeldungen sind möglich bei der AWO, Karin Freiheit, Telefon 01 71/8 62 12 77, oder Otto Schwanda, Telefon 01 70/ 4 44 69 40, sowie beim VdK, Eugen Thierauf, Telefon 01 75/1 14 97 83. re

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