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GEMEINDERAT

Bad Feilnbach: Alles bereit für Auer Schüler und Lehrer

Nach den Osterferien kann der Schulbetrieb in der Schule in Au wieder aufgenommen werden – wenn Corona es zulässt.
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Nach den Osterferien kann der Schulbetrieb in der Schule in Au wieder aufgenommen werden – wenn Corona es zulässt.
  • VonKonrad Kriechbaumer
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Nach den Osterferien ist es soweit: Schüler und Lehrer der Grundschule Au können – sofern Corona es zulässt – komplett in die Räumlichkeiten der sanierten Schule einziehen.

Bad Feilnbach - Im Rahmen der jüngsten Gemeinderatssitzung besichtigen die Räte die Schule und ließen sich von den Architekten nochmals den Werdegang präsentieren und insbesondere die erhebliche Kostensteigerung erläutern.

Kosten liegen jetzt bei 6,08 Millionen Euro

Thomas Dumps vom Architekturbüro Feigel-Dumps aus Landshut und Florian Schindler vom gleichnamigen Architekturbüro aus Rosenheim legten ihren Ausführungen die Kostenschätzung vom Juni 2016 zugrunde. Damals waren Kosten in Höhe von insgesamt 4,6 Millionen Euro vorgesehen.

Auftragsumfang deutlich vergrößert

Die Kosten für die Außenanlagen (rund 257.000 Euro) blieben beim Vergleich außen vor, da sich der Auftragsumfang im Vergleich zur Planung deutlich vergrößert habe. Die aktuelle Kostenprognose belaufe sich nun auf 6,08 Millionen Euro, ein Plus von 32 Prozent.

Gründe für die Kostensteigerung

Die Kostensteigerung kommt laut den Architekten hauptsächlich durch nicht vorhersehbare Probleme während der Ausführung zustande. Auch die gestiegenen Baupreise haben zu dieser Entwicklung beigetragen. „Wir haben eine durchschnittliche Steigerung der Baupreise in Bayern von 8,4 Prozent im Vergleich 2016 zu 2018 beziehungsweise zwölf Prozent seit 2016 bis 2019“, so die Architekten. Dumps und Schindler führten aus, dass vor Beginn der Baumaßnahmen zwar Untersuchungen am Gebäude durchgeführt und Gutachten eingeholt wurden, die Schule aber nicht während des laufenden Betriebs „komplett zerstört“ werden konnte.

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So seien bei der Ausführung unter anderem doppelte Wände, Statikprobleme bei Fundamenten und Zwischendecken, unzureichende oder fehlende Bodenplatten in Teilen des Gebäudes zutage getreten. Zum Beispiel schlugen die Ertüchtigung des Dachstuhls der Turnhalle mit 31.000 Euro, ein Kieskoffer und Magerbetonkeil unter der Bodenplatte des Erweiterungsbaus sowie die Mehrkosten für die Entsorgung von kontaminiertem Material mit jeweils 27.000 Euro zu Buche.

Neues Fundament war erforderlich

Ferner führte die Erweiterung des Planungsumfangs um die Zufahrt zur Schule mit Rohrgräben und einem Kabelzugschacht zu einer Kostensteigerung von 30.000 Euro. Im Werkraum stand eine Wand nicht mittig auf dem Fundament – was von den Statikern bemängelt wurde.

„Es musste ein neues Fundament erstellt werden, das Mehrkosten von rund 62.000 Euro verursachte“, berichtete Florian Schindler. Thomas Dumps prognostizierte, dass nun keine Ausreißer mehr bei den Kosten zu erwarten sind. „Es sind noch nicht alle Schlussrechnungen da, das wird auch noch einige Monate in Anspruch nehmen“, so der Architekt.

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Die bereits während der Ausführungsphase absehbaren Kostensteigerungen führten immer wieder zu der Diskussion, ob ein Neubau nicht günstiger gewesen wäre. Bürgermeister Anton Wallner (CSU) erläuterte, dass in diesem Fall eine „Containerschule“ als Zwischenlösung notwendig gewesen wäre, deren Kosten nicht zu unterschätzen seien.

Darüber hinaus ist für Neubauten eine Klassenzimmergröße von 60 Quadratmetern vorgesehen, im Bestand des Gebäudes sind Klassenräume mit 70 bis 75 Quadratmetern enthalten, die beibehalten werden konnten. „Klassenzimmer im Neubau wären wesentlich beengter“, so das Gemeindeoberhaupt.

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Martin Kolb (CSU) stellte fest, dass man die unvorhergesehene Kostensteigerung nun nicht mehr ändern könne, dies aber als „Warnsignal für künftige gemeindliche Maßnahmen“ sehen solle. Als Einsparmaßnahme wurde auf die geplante, teilweise Holzverkleidung der Fassade verzichtet.

Einige Gemeinderäte stießen sich an der Farbgebung des Gebäudes. Dazu entgegnete Architekt Dumps, dass Farbe immer subjektiv wahrgenommen werde und das Ergebnis durch die fehlende Holzverkleidung entsprechend anders als geplant ausgefallen sei. „Eine weiße Farbgestaltung würde für diesen Baukörper zu dominant wirken“, so Dumps.

Sepp Rauscher (CSU) bat um etwas Geduld: „Warten wir, bis alles fertig ist, im Gesamtbild wirkt die Farbe nochmal anders. Ich finde das Ergebnis toll“. Schulleiterin Margit Batt freute sich über die baldige Fertigstellung „Ich bin froh, wenn alle wieder eingezogen sind.“ Sie lobte die vielen Möglichkeiten des Gebäudes sowie die „Top-Ausstattung“, insbesondere die digitalen Tafeln, sie sei „rundum glücklich“ mit „ihrer“ Schule.

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