Bad feilnbach: Absage für den Bichlerleitenweg – Gemeinderat lehnt Ausbau ab

Der rot markierte Bichlerleitenweg in Litzldorf soll nicht hergestellt werden. Zu groß wäre nach Meinung des Gemeinderates der Eingriff in das landschaftliche Gefüge. Grafik Klinger
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Der rot markierte Bichlerleitenweg in Litzldorf soll nicht hergestellt werden. Zu groß wäre nach Meinung des Gemeinderates der Eingriff in das landschaftliche Gefüge. Grafik Klinger

Einen Antrag auf Wiederherstellung des Bichlerleitenwegs an der Bangfeldstraße in Litzldorf lehnte der Gemeinderat Bad Feilnbach in seiner jüngsten Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus in Dettendorf mit 13:2 Stimmen ab. Ein Eingriff ins landschaftliche Gefüge soll vermieden werden.

Von Peter Strim

Bad Feilnbach – Anwohner der Bangfeldstraße in Litzldorf hatten ihren Antrag mit einer erhofften Entlastung der Zufahrtsstraße zwischen Schittweinstraße und einem landwirtschaftlich genutzten Anwesen begründet. Dort herrsche landwirtschaftlicher Schwerverkehr zur Bearbeitung von Weideflächen und Versorgung der Tierhaltung.

Im Jahr 1988 war der Bichlerleitenweg als nicht ausgebauter öffentlicher Feld- und Waldweg in das Bestandsverzeichnis eingetragen worden. Jedoch ist dieser Weg auf Luftbildern und in der Natur seit mehreren Jahren nicht mehr zu erkennen. 2007 wurde ein Teilstück des Bichlerleitenwegs mit einem landwirtschaftlichen Gebäude überbaut.

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In einem Ortstermin am 10. November 2007 mit dem damals amtierenden Gemeinderat der Gemeinde Bad Feilnbach sprach sich dieser für eine Verlegung des Weges als fußläufige Verbindung aus. Der einstige Bau- und Umweltausschuss wog in seiner Sitzung vom 15. November die Vor- und Nachteile ab und beschloss die Anlegung eines Fußweges zwischen Bachleitenweg und Bangfeldstraße. Eine Teilfläche des Weges sollte eingezogen und flächengleich mit dem anzulegenden Fußweg getauscht werden. Dem Grundstückseigentümer wurde ein Mitspracherecht beim Verlauf des Weges eingeräumt.

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Das Gelände, durch welches der Weg verlaufen soll, ist allerdings sehr steil und nicht für den landwirtschaftlichen Verkehr geeignet. Das Grundstück mit dem landwirtschaftlichen Gebäude sowie die dahinter liegenden Forstgrundstücke werden über die Bangfeldstraße angefahren. Die Straße zum landwirtschaftlichen Anwesen ist in schlechtem Zustand, der Verkehr sei minimal und eine neue Straße, so die überwiegende Meinung der Gemeinderäte, nicht notwendig.

Nach Meinung von Christian Bergener (ÜW) könne eine neue Straße nicht dem Steuerzahler aufgebürdet werden. Für Manfred Büttner (SPD/Parteifreie) stellte sich die Frage, warum das kurze Stück, mit dem sich der Gemeinderat 2007 befasste, vom Antragsteller nicht genutzt wird.

Keine weiteren Flächen versiegeln

Wie Josef Rauscher (CSU) als stellvertretender Bürgermeister betonte, sei eine Erschließung gesichert und eine landwirtschaftliche Nutzung von Seiten des Landratsamtes gebilligt. Ein neuer Weg insbesondere im Steilgelände bedeute einen Rieseneingriff ins landschaftliche Gefüge. Zudem stehe ein sorgfältiger und sparsamer Umgang mit Straßenbaumaßnahmen im Vordergrund. Ebenso sei kein Anlass für eine Flächenversiegelung gegeben.

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