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Neue Regelung gilt ab 1. September

Bad Feilnbach erhöht Kita-Gebühren: Für die meisten Eltern wird es dennoch nicht teurer

Bei den Kindertagesstätten, wie hier den Gemeindemäusen in Bad Feilnbach, werden die gebühren zum neuen Kindergartenjahr angehoben.
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Bei den Kindertagesstätten, wie hier den Gemeindemäusen in Bad Feilnbach, werden die gebühren zum neuen Kindergartenjahr angehoben.
  • VonKonrad Kriechbaumer
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Die Gebühr für die Kindertagesstätten in Bad Feilnbach steigen zum Beginn des neuen Kindergartenjahres. Tiefer in die Tasche greifen müssen die Eltern der Kinder aber nicht – dank der Verrechnungskünste der Verwaltung.

Bad Feilnbach – Die monatlichen Gebühren für den Kindergartenbesuch betragen seit der letzten Anpassung 2019 zwischen 105 Euro und 152 Euro – je nach täglicher Buchungszeit. Davon abgezogen wird der Staatszuschuss von 100 Euro pro Kind, so dass die Eltern derzeit zwischen fünf Euro und 52 Euro pro Monat für die Betreuung ihres Kindes entrichten mussten.

Die Verwaltung schlug eine Erhöhung von zehn Euro pro Monat vor. Künftig bezahlen Eltern, die ihr Kind zwischen drei und vier Stunden in die Betreuung geben 15 Euro, bei vier bis fünf Stunden 26 Euro. Bei einer täglichen Betreuungszeit von fünf bis sechs Stunden werden 38 Euro, zwischen sechs und sieben Stunden 50 Euro und zwischen sieben und acht Stunden werden 62 Euro fällig.

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Beim Besuch der Krippe für Kinder unter drei Jahren müssen Eltern derzeit zwischen 160 Euro (ein bis zwei Stunden) und 280 Euro (sieben bis acht Stunden) aufwenden. Diese Gebühren sollen jeweils um fünf Euro im Monat angehoben werden. So ergeben sich Gebühren zwischen 165 Euro und – in 20 Euro-Schritten pro Buchungsstunde steigend – 285 Euro im Monat. Einen Zuschuss des Staates gibt es für die Krippenkinder derzeit nicht.

Alle Einrichtungen kosten gleich viel

Anton Wallner fand die Preise für „Top-Einrichtungen und ein Top-Personal“ durchaus gerechtfertigt. Auch der Kita-Verbund „Wendelstein“, Träger der beiden katholischen Einrichtungen in der Gemeinde, würde sich der Preiserhöhung anpassen, so dass alle Einrichtungen gleich viel kosten.

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Stephan Oberprieler (Grüne) fragte nach, ob es denn eine Härtefallregelung für einkommensschwächere Eltern gebe. „Dafür können die Eltern einen Zuschuss über den Landkreis beantragen“, schilderte der Bürgermeister. Sieglinde Angermaier (Grüne) sprach sich gegen die Erhöhung aus. Zum einen fand sie den Startzeitpunkt 1. September zu früh, da noch die Verträge mit den Eltern angepasst werden müssen. Darüber hinaus erkundigte sie sich, ob das Vorgehen mit dem Elternbeirat abgestimmt sei. Sie plädierte für eine moderatere Erhöhung von drei Euro.

Geschäftsleiter Andreas Lukas erläuterte, dass mit den Eltern keine Verträge geschlossen würden, sondern die Gebühr per Satzung festgelegt und per Bescheid eingefordert wird. „Das Spielegeld und das Getränkegeld ist künftig in dieser Gebühr miteingerechnet, so dass es faktisch nicht teurer wird“, so Lukas.

Essengeld wird separat abgerechnet

Was weiterhin separat abgerechnet werde, sei das Essensgeld. „Hier wird pro Kind tagegenau abgerechnet, wann das Kind zum Essen in der Einrichtung geblieben ist“, führte der Geschäftsleiter aus.

Marinus Moser (ÜW) und Sepp Riedl (CSU) waren für die Erhöhung der Gebühren. „Wenn mir die tägliche Betreuung meiner Kinder keine 38 Euro mehr wert sind, dann weiß ich auch nicht“, so Moser. Er lobte auch die stetig steigende Qualifikation der Mitarbeiterinnen. Auch Sepp Riedl befand die Kindergärten als „super Einrichtungen“ und stellte fest, dass der Kindergartenplatz „so günstig wie nie“ sei.

Nach der Diskussion stimmten die Ratsmitglieder mit 14:2 Stimmen für die Erhöhung der Kindergartengebühren um zehn Euro. sowie der Erhöhung bei der Krippe um fünf Euro zu.

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