Bad Aiblinger Tafel versorgt Kunden in Coronazeiten auch mobil

Einige Besucher warfen einen interessierten Blick in das neue Fahrzeug, darunter Stadträtin Elisabeth Gessner (rechts), Zweite Bürgermeisterin Kirsten Hieble-Fritz (Dritte von rechts) und Stadtrat Andreas Winhart (Zweiter von links).
+
Einige Besucher warfen einen interessierten Blick in das neue Fahrzeug, darunter Stadträtin Elisabeth Gessner (rechts), Zweite Bürgermeisterin Kirsten Hieble-Fritz (Dritte von rechts) und Stadtrat Andreas Winhart (Zweiter von links).
  • vonJohann Baumann
    schließen

Rund 450 Kunden versorgt die Bad Aiblinger Tafel. Da wäre es in Coronazeiten schwierig, bei der Ausgabe Abstand zu halten. Deshalb liefern Mitarbeiter die Lebensmittel derzeit zum Teil nach Hause. Das dafür benötigte neu beschaffte Kühlfahrzeug wurde jetzt gesegnet.

Bad Aibling– 2004 wurde sie gegründet, die Tafel in Bad Aibling. Mittlerweile versorgt sie rund 450 Kunden mit Lebensmitteln. Doch auch diese Ausgabe will in Corona-Zeiten entsprechend organisiert sein: Laut Tafelleiter Sr. Stefan Stöckel wird momentan ein Großteil der Lebensmittel zu den Kunden nach Hause gebracht, um einen Andrang an der Ausgabestelle zu vermeiden. Umso wichtiger ist es für die Einrichtung, mobil zu sein und zu bleiben.

Ersatzfahrzeug feierlich geweiht

Über drei Fahrzeuge verfügt die Tafel Bad Aibling – das älteste davon ist über zehn Jahre alt und hat gut 150 000 Kilometer auf dem Buckel. Für dieses wurde jetzt ein „Mercedes Sprinter-Kühlwagen“ als Ersatzfahrzeug beschafft, das mit einer kleinen Feierstunde vor dem Tafelstützpunkt im ehemaligen Gasthaus „Neugarten“ feierlich eingeweiht wurde.

„Zur Bewältigung unserer Tätigkeit braucht man auch technische Mittel und das Kühlfahrzeug ist unerlässlich für einen fachgerechten Lebensmitteltransport“, betonte Tafelleiter Dr. Stefan Stöckel. Die Tafel verfüge in ihren Räumlichkeiten außerdem über zwei begehbare Kühlräume und ein Tiefkühlzelle.

Stadtpfarrer Georg Neumaier und der evangelische Pfarrer Markus Merz segneten das Fahrzeug. Baumann

Altbürgermeister Felix Schwaller, Vorsitzender der „Bürgerstiftung Bad Aibling und Mangfalltal“, unter deren Dach die Tafel Bad Aibling agiert, würdigte vor rund 40 Gästen den Einsatz des Tafel-Helferteams („eine Phalanx ehrenamtlich Tätiger“) und dankte den Sponsoren, darunter auch die Sparkassenstiftung Zukunft, und privaten Spendern, die die Anschaffung des rund 70 000 Euro teuren Fahrzeugs ermöglicht haben.

Aushängeschild der Bürgerstiftung

„Die Tafel ist das Aushängeschild der Bürgerstiftung“ konstatierte Bürgermeister und Stiftungs-Schirmherr Stephan Schlier und unterstrich deren Motto „Essen dort, wo es hingehört“. Für das Fahrzeug, das mit seiner Kühlung ein logistisches Problem löse, wünschte er eine unfallfreie Fahrt.

Lesen Sie auch:

Zivilcourage auch in Bad Aibling im Fokus: Für viel mehr gute Momente im Leben

„Gott möge seine segnende Hand halten über das Fahrzeug und über alle, die damit fahren“, bat der katholische Stadtpfarrer Georg Neumaier.

Sein evangelischer Amtskollege Markus Merz zitierte aus dem Lukas-Evangelium das Gleichnis vom barmherzigen Samariter. Dieser habe den Verletzten nicht nur versorgt, sondern auch seine weitere Pflege veranlasst und sei damit bereit gewesen, auf das Erwartete noch etwas darauf zu setzen.

„All diese stehen auch hier, die Stadträte und die Helferinnen und Helfer der Tafel – auch sie geben noch etwas drauf. Dafür ein Vergelt’s Gott von uns allen.“

Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde von einem Quartett der „Willinger Musi“ (Leitung: Franz Keml) mit zünftig-weltlichen und kirchlichen Weisen.

Kommentare