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Perspektivwechsel fördert Teamgeist

Bad Aiblinger St.-Georg-Schule nimmt am Projekt „Rollstuhlsport macht Schule“ teil

Perspektivwechsel an der St.-Georg-Schule: Im Projekt „Rollstuhlsport macht Schule“ erlebten die Schüler, wie mobil und sportlich sie im Rollstuhl sein können.
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Perspektivwechsel an der St.-Georg-Schule: Im Projekt „Rollstuhlsport macht Schule“ erlebten die Schüler, wie mobil und sportlich sie im Rollstuhl sein können.

Eine Premiere stand jetzt an der St.-Georg-Schule Bad Aibling auf dem Programm. Sie ist die erste Schule, die das von goolkids und BVS gemeinsam auf die Beine gestellte Projekt „Rollstuhlsport macht Schule – Schulprojekte in Bayern“ testen darf.

Bad Aibling – Diese Aktion wurde von Klassenleiterin Kerstin Deisinger organisiert, denn für den Teamgeist in ihrer Klasse setzt sie auf einen Perspektivwechsel. Und der ist wichtig, denn seit Schuljahresbeginn besucht auch ein Kind die St.-Georg-Schule, das auf einen Rollstuhl angewiesen ist.

Robert Bartsch von goolkids ist es besonders wichtig, dass Kinder mit Handicap sportliche Möglichkeiten als Selbstverständlichkeit in ihrem Leben erfahren. Deshalb vernetzt er Vereine, Sponsoren und Schulen. Mit dem dem Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband (BVS) Bayern hat er einen ebenso engagierten wie vernetzten Partner an der Hand. So packten Lukas Parzych (Goolkids Bamberg) und Alexander Maier (BVS) jetzt zwölf Sportrollstühle und acht Alltagsstühle ein und kamen mit Ingrid Wolff (BVS) und Romy Pawellek (BVS) von Bamberg nach Bad Aibling.

Sie hatten viele kreative Spielideen im Gepäck. Neben alltagspraktischen Übungen brachten sie auch den Fußgängern die Hindernisse des Alltags nahe und ermöglichten so einen Perspektivwechsel. Aus der erlebten Erfahrung können die Schüler nun ganz neu auf ihren Schulalltag blicken. So wertet Niklas (10) aus: „Mir hat das Rollstuhltraining gut gefallen. Wir haben ein Gefühl für die Mobilität eines Menschen mit Behinderung erhalten. Es war einerseits cool, manchmal aber auch anstrengend.“ Auch Tarik (11) staunt über die modernen, sportlichen Möglichkeiten der Fortbewegung: „Ich fand die Sportrollstühle cool, weil man mit denen besser lenken kann.“

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Auch für Lehrerin hat das Rollstuhltraining viel zu bieten. Ingrid Wolff spricht aus ihrer Erfahrung, wenn sie als Rollstuhlfahrerin Einblick gibt in ihre Erlebnisse im inklusiven Sportunterricht. „Viele Spiele kann man adaptieren und die Kinder selbst Ideen fürs gemeinsame Spielen finden lassen. Handicaps für Fußgänger bieten neben kreativen und oft lustigen Varianten auch die nötige Chancengleichheit im Miteinander. Auch gibt es immer spezielle Übungsmöglichkeiten, die ein Rollifahrer mit einem Mitschüler praktizieren und natürlich auch weiterentwickeln kann.“

Neben den sportlichen Fragen kamen aber auch die pädagogischen Handgriffe nicht zu kurz, und so freut sich Kerstin Deisinger besonders, dass sie Profis fragen konnte, wie sie „ihrem“ Rollikind am besten helfen kann. „Das hat mir viel Sicherheit gegeben und die Angst genommen.“

Wer Interesse an inklusivem Sport oder dem Angebot „Rollstuhlsport macht Schule“ hat, kann sich unter www.ginas.net oder www.bvs-bayern.com informieren. Auf der Startseite des BVS bietet Alexander Maier auch Sportanbietern für Menschen mit Behinderung eine Plattform. Aus dem Mangfalltal sind dort bereits zahlreiche Vereine vertreten. Wer sein Angebot ebenfalls vernetzen möchte, kann sich bei Alexander Maierunter der E-Mail maier@bvs-bayern.com melden.

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