AUF ZU FRÄNKISCHEN UFERN

Bad Aiblinger Realschul-Konrektorin Stefanie Kieweg sagt am Freitag Servus

Bis zu ihrem letzten Arbeitstag ist Konrektorin Stefanie Kieweg am Online-Unterrichtan der Wilhelm-Leibl-Realschule beteiligt.
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Bis zu ihrem letzten Arbeitstag ist Konrektorin Stefanie Kieweg am Online-Unterrichtan der Wilhelm-Leibl-Realschule beteiligt.
  • vonJohann Baumann
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Nach 20 Jahren verlässt Konrektorin Stefanie Kieweg am 12. Februar die Wilhelm-Leibl-Realschule. Ihr neues Ziel ist Nürnberg. Wir haben mit ihr auf ihre Zeit in Bad Aibling zurückgeblickt.

Bad Aibling – Momentan kümmert sich Stefanie Kieweg als Konrektorin und ständige Stellvertreterin der Schulleitung unter anderem um die Erstellung der Unterrichtsplanung und der Stundenpläne und natürlich auch um die Organisation der Prüfung für die rund 120 Abschlussschüler der Wilhelm-Leibl-Realschule. Doch bei den Prüfungen wird sie selber nicht mehr dabei sein, denn sie verlässt am 12. Februar die Schule.

Nürnberg ist jetzt das nächste Ziel

„20 Jahre Bad Aibling sind genug, ich bin unabhängig und möchte in eine größere Stadt“, begründet sie im Gespräch mit unserer Zeitung ihren Wechsel-Schritt. Auf der Suche nach einer passenden Konrektoren-Stelle an einem passenden Ort ist sie auf Nürnberg gestoßen. Die 46-jährige hat sich die Schulen dort angeschaut und wird ihre „pädagogischen Zelte“ ab dem 15. Februar in der Staatlichen Realschule in Feucht bei Nürnberg (SRF) aufschlagen.

Für ihr privates Domizil hat sie die Nürnberger Innenstadt ausgewählt, die Franken-Metropole gefällt ihr sehr gut. „Ich wollte an eine große Schule und die Anbindung zu Nürnberg ist gut“, betont sie.

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Stefanie Kieweg stammt aus dem niederbayerischen Plattling und hat nach ihrem Abitur am Comenius-Gymnasium Deggendorf ihr Lehramtsstudium für die Fächer Deutsch und Englisch von 1993 bis 1998 an der Universität Regensburg absolviert. Nach einer zweijährigen Referendarzeit an den Realschulen in Vaterstetten und Bad Aibling war sie dann als Realschullehrerin an der Staatlichen Lena-Christ-Realschule in Markt Schwaben tätig.

Am ersten Arbeitstag mit Schülerin verwechselt

„An meinem ersten Schultag als Referendarin an der Wilhelm-Leibl-Realschule im Jahr 1999 meldete ich mich im Sekretariat und wurde von der damaligen Schulleiterin Gisela Hennen für eine Schülerin gehalten und von ihr mit: ,Wer bist Du denn?‘ angesprochen“, erinnert sich Stefanie Kieweg schmunzelnd. Im August 2001 wechselte sie dann fest an die Aiblinger Schule. Hier übernahm sie ab 2009 die kommissarische Tätigkeit als zweite Konrektorin, leitete von 2007 bis 2008 die Fachschaft Deutsch und von 2008 bis 2011 die Englisch-Fachschaft.

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Seit 2006 ist sie Mitglied im Disziplinarausschuss und gehörte von 2009 bis 2013 dem Personalrat an. Ab August 2012 ging ihre kommissarische Funktion in die offizielle Funktion „Zweite Realschulkonrektorin“ über und im August 2015 wurde sie zur Realschulkonrektorin und ständigen Stellvertreterin der Schulleitung ernannt.

Während ihrer gesamten bisherigen Laufbahn nahm sie an zahlreichen Fortbildungsmaßnahmen und Symposien teil. Zu den Schwerpunkten ihrer Tätigkeit zählten unter anderem die hauptverantwortliche Durchführung des Comenius-Projekts „Entrepreneurial Youth in European Schools“ mit acht Mitgliedsländern und die Leitung des laufendenden „Erasmus+“-Projekts „May ICT be with you“.

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Sehr am Herzen lag ihr auch seit 2007 die jährliche Organisation und Durchführung des Schüleraustausches mit der Haslingden High School in der englischen Grafschaft Lancashire. „Der Austausch brachte wertvolle Erfahrungen für mich und für die Schüler, die sich auch später noch gerne daran erinnern“, verrät sie.

Als Kernpunkt ihres Lehrberufs bezeichnet sie, die Beziehung zu den Schülern herzustellen und Vertrauen zu ihnen aufzubauen. „Der Schüler steht im Mittelpunkt, wenngleich man manchmal an seinem Verhalten und an der Beziehung zueinander arbeiten muss“, lautet ihr pädagogisches Credo.

Online-Unterricht erschwert einiges

Die Beziehung aufzubauen werde in Zeiten des Online-Unterrichts jedoch immer schwieriger. „Das trifft natürlich besonders auf die Schüler und das Kollegium an meiner neuen Schule zu“, räumt sie ein, geht jedoch frohen Mutes und mit viel Engagement an ihre künftige Aufgabe in Mittelfranken heran.

„Dort werden mir allerdings die Berge fehlen“, gesteht die begeisterte Bergwanderin. Doch die 219 Kilometer von Nürnberg nach Bad Aibling werden sie nicht von gelegentlichen Touren im Alpenvorland abhalten – vielleicht verbunden mit persönlichen Begegnungen an ihrer langjährigen Wirkungsstätte.

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