Bad Aiblinger Friedhof: Stadt sagt Unkraut den Kampf an

Unkraut macht sich auf dem Friedhof breit: Derzeit eruiert die Stadt alternative Maßnahmen gegen das Unkraut, beispielsweise das „Abflammen“.
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Unkraut macht sich auf dem Friedhof breit: Derzeit eruiert die Stadt alternative Maßnahmen gegen das Unkraut, beispielsweise das „Abflammen“.

Auf dem städtischen Friedhof an der Ellmosener Straße wächst das Unkraut an jeder Ecke: Wie die Kommune das Problem jetzt in den Griff bekommen will, lesen Sie hier.

Von Ines Weinzierl

Bad Aibling – Bürgermeister Stephan Schlier (CSU) sprach in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses unter dem Punkt „Verschiedenes“ auch den städtischen Friedhof an der Ellmosener Straße an. Er berief sich auf den Kommentar, der in den OVB-Heimatzeitungen, mit der Überschrift „Gottesacker kein Krautacker“ überschrieben war. Darin heißt es unter anderem, dass man sich „gegen die Verwilderung der Wege zwischen den Grabreihen“ einsetzen müsse. „Sie sind mittlerweile vielfach von Unkraut übersät, dessen Dimension sich in der Regel nicht darauf beschränkt, ein wenig zwischen den Kieselsteinen hervorzusprießen“, heißt es weiter.

Gesetzesänderung verhindert Einsatz von Mitteln

Rathauschef Schlier erklärte dem Gremium, dass der Wuchs des Unkrauts auf Wegen und freien Flächen letztlich dem geschuldet sei, dass die Nutzung herkömmlicher Unkrautbekämpfungsmittel aufgrund einer Gesetzesänderung nicht mehr erlaubt seien. Dazu zählte der Rathauschef beispielsweise Essig-Essenzen sowie Salzlösungen.

Gärtner sollen spezielle Prüfung absolvieren

Kurz: Damit die Friedhofsgärtner weiterhin diese Unkrautbekämpfungsmittel nutzen können, müssen sie eine spezielle Prüfung absolvieren – das habe das Gesetz nach sich gezogen. Der Bürgermeister sei auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen bereits im Gespräch mit der Friedhofsverwaltung sowie den Friedhofsgärtnern was diese Prüfung betreffe.

Stadt arbeitet an Alternativen

Um jetzt aber zunächst den Kampf gegen das Unkraut zu gewinnen, arbeite man an Alternativen, erklärt Schlier. So sei beispielsweise das „Abflammen sowie die Heißschaumunkrautbeseitigung“ im Gespräch. Das heißt: Das auf 100 Grad erhitzte Wasser trägt den Schaumteppich aus Zucker und Pflanzenölen auf. Durch diese Maßnahme wird das Unkraut vernichtet. „Die bereits angeforderten Angebote, werden zeitnah umgesetzt“, sagt Edith Wendlinger, Leiterin der Friedhofsverwaltung.

„Unkrautacker entstanden“

In der Sitzung sagte Richard Lechner (SPD) zum Friedhof, dass dort ein „Unkrautacker“ entstanden sei. Disteln, Winden, Löwenzahn und Brennnesseln. Er schlug deshalb vor die Firma auf dem rund 4,8 Hektar großen Friedhof einzusetzen, die sich in der Stadt um Teile der Bepflanzung kümmere.

Er bekräftigte zudem: „Der Friedhof ist nicht in einem hervorragenden Zustand, wie es heißt.“

Thema soll in den Hauptausschuss

Auf diesen Vorschlag sagte Schlier auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen, dass „man es sich anschauen könne“. Obendrein erklärte der Rathauschef, dass das Thema Friedhof in der Sitzung des Hauptausschusses im Oktober behandelt werden soll. Bürgermeister Schlier stellte außerdem klar: „Die drei Friedhofsgärtner sind weiterhin beschäftigt, ebenso ist der Einsatz der Mittel unverändert.“

Öffnungszeiten von Verwaltung und Gedenkstätte

Die Aiblinger Friedhofsverwaltung ist wie folgt im Rathaus am Marienplatz erreichbar: Montag bis Mittwoch jeweils von 8 bis 12 Uhr sowie 14 bis 15.30 Uhr; donnerstags von 8 bis 12 und 14 bis 18 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr. Erreichbar ist die Behörde unter Telefon  08061/4901-422, -423, -420, -421 oder per E-Mail an friedhofsverwaltung@bad-aibling.de. Der städtische Friedhof ist vom 1. April bis 30. September von 7 bis 20 Uhr, 1. Oktober bis 31. März von 8 bis 18 Uhr täglich zum Gedenken oder zur Grabpflege betretbar.

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