Bad Aiblinger Bauausschuss: Gemüsegarten ja, aber „Zaun muss weg“

Der Außenbereich eines Areal an der Flurstraße ist jetzt mit einem rund 1,60 Meter hohen Zaun umrahmt worden. Jetzt will die Stadt mit dem Eigentümer sprechen, damit er den Zaun entfernt.
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Der Außenbereich eines Areal an der Flurstraße ist jetzt mit einem rund 1,60 Meter hohen Zaun umrahmt worden. Jetzt will die Stadt mit dem Eigentümer sprechen, damit er den Zaun entfernt.

Die Idee, dass künftige Bewohner eines Grundstücks an der Flurstraße dort auch eine Fläche zum Obst- und Gemüseanbau haben sollen, stieß im Bauausschuss auf positive Bilanz. Aber: Mit einem Maschendrahtzaun darf das Areal nicht umgrenzt sein.

Bad Aibling – Für eine wortreiche Diskussion sorgte ein etwa 1,60 Meter hoher Maschendrahtzaun in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses unter dem Punkt „Verschiedenes“. Dieser Zaun fasst eine Fläche an der Flurstraße gegenüber des Kindergartens Burg Sonnenstein.

Gemüse und Obst anbauen

Aber von vorne: Die Bebauung an der Flurstraße gegenüber des Kindergartens ist fast fertig. Dahinter erstreckt sich ein großer Außenbereich. Den sollen die Bewohner der neugebauten Häuser künftig als Obst- und Gemüse-Garten nutzen können, erklärte Stadtbaumeister Andreas Krämer die Idee des Eigentümers.

Soweit so gut. Für Unmut sorgte auch nicht die Idee des Bad Aiblinger Eigentümers. Sondern der etwa 1,60 Meter hohe Zaun, den er hat aufstellen lassen.

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„So können wir das nicht dulden“, sagte Florian Weber (Bayernpartei). Dem schloss sich auch Kirsten Hieble-Fritz (ÜWG) an: „Man kann den Zaun doch durch Büsche ersetzen“, forderte sie. Das sah Anita Fuchs (Grüne) genauso und betonte, wie wichtig die „Grünachse“ sei. Außerdem „hatte man früher auch kleine Gärten, dafür brauchte man aber keinen Zaun“, ergänzte Fuchs. Richard Lechner (SPD) fühlte sich nicht an einen kleinen Obst- oder Gemüsegarten erinnert, sondern sah in der Zaun-Aktion vielmehr einen „Plantagenbesitzer“. Johann Schweiger (CSU) sagte schlussendlich: „Es ist doch gar nicht zulässig.“

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Stimmt: „Für eine Umzäunung im Außenbereich des Baugebietes liegt keine Baugenehmigung vor“, erklärt Hubert Krabichler auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen. Deshalb wolle die Stadt jetzt mit dem Eigentümer sprechen, damit er den Zaun zurückbaut. Kurz: Der Zaun muss weg. Der Behandlung des Thema unter dem Punkt „Verschiedenes“ war eine Anfrage des Stadtrates Sebastian Uhl (Grüne) in einer der letzten Sitzungen vorausgegangen. Er hatte gefragt, was es mit dem Zaun auf sich habe. Die Stadt hat dies daraufhin geprüft.

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