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Bad Aiblinger Josep-Haas-Chor

„Wir brauchen Männer“: Nur wenige Herren singen nach ihrem Taktstock

Proben mit Abstand war sehr selten möglich: Chorleiterin Sarah Bramböck (rechts) gibt am Klavier den richtigen Ton vor. Jetzt finden die Gesangsproben online statt. Foto: Baumann
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Proben mit Abstand war sehr selten möglich: Chorleiterin Sarah Bramböck (rechts) gibt am Klavier den richtigen Ton vor. Jetzt finden die Gesangsproben online statt.
  • VonJohann Baumann
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Sarah Bramböck hat vor zwei Jahren die Leitung des Joseph-Haas-Chors übernommen. Was sie jetzt vor hat, wie schwer Corona das Proben macht und auf welches Gefühl sie am liebsten verzichten würde.

Bad Aibling – Gemeinsam singen, sich gemeinsam hören: Das war binnen der letzten zwei Jahre beim Bad Aiblinger Joseph-Haas-Chor coronabedingt fast gar nicht möglich. Um den Chor aber zusammen zu halten, finden seit November die Proben online statt. Zwei Jahre vorher, im November 2019, hat Sarah Bramböck (24) aus Vagen den Dirigentenstab übernommen. Die Schulpsychologin blickt im Interview auf die ersten zwei Jahre ihrer „Taktstock-Amtszeit“ zurück, beschreibt ihre Ziele und zieht ein erstes Fazit.

Frau Bramböck, mit welchen Zielen sind Sie 2019 als Nachfolgerin von Anna Töller in der Chorleitung beim Joseph-Haas-Chor angetreten?

Sarah Bramböck: Mein Ziel war und ist es, großartige Musik mit dem Chor gemeinsam zu gestalten. Dazu gehört für mich, gemeinsam die Vielstimmigkeit zu erleben, aus vollem Herzen zu singen und Konzerte zu gestalten. Für die Chormitglieder ist der Chor neben dem normalen Alltag ein musikalischer Ausgleich und eine wertvolle Bereicherung. Mir ist es ein großes Anliegen, das dem Chor zu ermöglichen und dazu meinen Beitrag zu leisten.

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Haben Sie Veränderungen im Chor vorgenommen, beispielsweise in punkto Probenabläufe, musikalischer Ausrichtung und/oder Repertoire?

Bramböck: Bei den Probenabläufen gab es keine Veränderungen. Das Repertoire soll Stücke mit möglichst großer stilistischer und sprachlicher Vielfalt enthalten. Dazu habe ich Vorschläge gemacht und bin auch auf die Wünsche des Chores eingegangen. Gemeinsam wurde eine Auswahl getroffen und das hat uns als Chor sehr bereichert. Unsere Stücke sollen nicht nur der Chorleiterin, sondern dem ganzen Chor gefallen.

Wie hat sich Corona für den Chor seit Ihrem Amtsantritt ausgewirkt? Wie schaut die aktuelle Probensituation aus?

Bramböck: Corona hat sich enorm ausgewirkt. So mussten wir 2020 das geplante Jubiläumskonzert zum 175-jährigen Bestehen des Chores, für das wir schon intensiv geprobt hatten, absagen. Von September 2020 bis Juni 2021 haben wir gar nicht zusammen gesungen, sondern nur einen Online-Stammtisch zum Ratschen durchgeführt.

Proben nur online

Wie ging es dann weiter?

Bramböck: Von Juni bis November 2021 haben wir wieder geprobt allerdings mit viel Abstand. Anfangs mit neun Chormitgliedern. Später sind dann mehr und mehr gekommen, auch von Chören im Umkreis, sodass wir wieder mit bis zu 35 Sängern gesungen haben. Seit des erneuten Lockdowns ab November 2021 singen wir zu den normalen Probenzeiten online mit 15 bis 20 Teilnehmen.

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Wie kann man sich das vorstellen?

Bramböck: Ich sitze am Klavier und jeder Teilnehmer kann mich hören. Die anderen sind vor ihren Laptops und Handys alle stumm geschaltet. Jeder singt quasi für sich. Wir singen immer drei Stücke, aber auch zweistimmig, ich stimme dann Sopran oder Alt an und dann singen wir zusammen.

Chorleiterin Sarah Bramböck.

Sie bieten es online allerdings erst seit Kurzem an. Wie kamen Sie darauf?

Bramböck: Nach den gemeinsamen Proben wollten wir unbedingt weitermachen¨– so entstand die Idee, es online zu machen. Außerdem wollte ich nicht, dass wir uns als Einheit verlieren und es wieder fallen lassen.

Sind nicht an Corona auseinandergebrochen

Wie lautet Ihr Fazit über Ihre bisherige Leitungstätigkeit?

Bramböck: Ich bin dankbar, dass ich diesen Chor leiten kann. Es läuft – von Corona abgesehen – so wie ich es mir zu Anfang vorgestellt habe. Mein großes Ziel ist, dass wir an Corona nicht auseinanderbrechen, sondern noch stärker zusammenwachsen, geprägt von den gleichen gemeinsamen Zielen und viel Verständnis untereinander.

Welche Pläne gibt es für künftige Auftritte oder eventuelle Eigenproduktionen, wie beispielsweise Messen oder Musicals?

Bramböck: Wegen der Pandemie ist aktuell keine konkrete Planung möglich, da wir nicht abschätzen können, wie es weitergeht. Wir möchten gerne unser Repertoire erweitern, alle wieder zusammenfinden und eine Einheit werden. Dann können wir wieder Auftritte und Konzerte planen.

Ihr größter Wunsch

Was würden Sie sich für den JHC wünschen?

Bramböck: Mein größter Wunsch ist augenblicklich, wieder mit allen Chormitgliedern in Präsenz zu proben – ohne das Gefühl der Angst, sich anzustecken.

Mitglieder gesucht

Jeder kann mitmachen und ist eingeladen: Der Joseph-Haas-Chor sucht insbesondere Sänger, erklärt die Chorleiterin. Die Männer müssen auch keine perfekte Erfahrung mitbringen, sagt sie, sie sollen aber Freude am Singen haben. Aber natürlich freut sich Bramböck auch über Frauen. Wer Interesse hat, wendet sich an die Vorsitzende Irene Poidinger0 80 61/3 66 46.

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