Bad Aibling will Märkte nach der Krise neu beleben: Anfang mit Antik- und Trödelmarkt

So wie bei diesem Antik- und Trödelmarkt im vergangenen Jahr wird es am kommenden Sonntag nicht aussehen: Es herrschen Maskenpflicht und Abstandsgebot.
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So wie bei diesem Antik- und Trödelmarkt im vergangenen Jahr wird es am kommenden Sonntag nicht aussehen: Es herrschen Maskenpflicht und Abstandsgebot.
  • Eva Lagler
    vonEva Lagler
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Vorsichtig sollen sie wieder hochgefahren werden – die Märkte in Bad Aibling. Am kommenden Sonntag, 30. August, 10 bis 18 Uhr, soll mit dem Antik- und Trödelmarkt ein Anfang gemacht werden.

Bad Aibling– Die im Terminkalender heuer ausgefallenen Publikumsmagneten haben Alexandra Birklein und Erwin Kühnel vom Bad Aiblinger Stadtmarketing eine Menge Kopfzerbrechen bereitet.

„Wochenlang haben wir um die Genehmigung unseres Antikmarktes gerungen, zweimal haben wir den Termin verschoben. Doch mit einem strengen Hygiene- und Sicherheitskonzept, das wir eng mit dem Landratsamt Rosenheim und der Stadt Bad Aibling abgestimmt haben, packen wir es jetzt an“, sagt Birklein.

Nur die Hälfte der Teilnehmer

Natürlich werde dieses Mal einiges anders ablaufen. Für Standbetreiber und Besucher gilt Maskenpflicht – für die Aussteller bereits während des Aufbaus. Die Stände müssen im Abstand von eineinhalb bis zwei Metern aufgebaut werden. „Normalerweise haben wir bei den Antikmärkten zwischen 100 und 110 Aussteller. Am Sonntag sind es nur 50 bis 60“, sagt Birklein.

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An den Zugängen zur Münchner Straße, Kirchzeile und Rosenheimer Straße werden Posten den Einlass regeln, die Besucherzahl festhalten und darauf achten, dass auch im Wartebereich der Mindestabstand eingehalten wird, und die Hände an den dort aufgestellten Stelen desinfiziert werden. Wer zum Markt will, muss dort seine Daten hinterlassen und erhält ein Besucherarmband.

Markierungen lenken Besucherströme

Gelenkt werden die Besucherströme zudem durch Markierungen auf dem Gelände. Dort werden auch zwei beauftragte Personen für die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln sorgen. Sie sind erkennbar durch ein Namensschild und eine Warnweste. An jedem Stand muss Handdesinfektionsmittel stehen.

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„Was es auf dem Markt nicht geben wird, sind Auftritte von Musikgruppen sowie Gastronomiestände“, betonen Birklein und Kühnel. Die örtlichen Gastronomiebetriebe können natürlich besucht werden – dazu müssen sich die Gäste während der Marktzeit aber ebenfalls registrieren.

Auf strengste Hygiene wird geachtet

Auch auf den öffentlichen Toiletten wird die Hygiene laut Stadtmarketing sehr groß geschrieben. So werden die Toiletten im Rathaus ständig desinfiziert und gereinigt. „Es wird auf genügend Seife, Desinfektionsmittel und Einmalhandtücher geachtet. Zudem wird die Toilettendame darauf achten, dass auch in den Räumlichkeiten und beim Anstehen der Abstand eingehalten wird“, betonen die Verantwortlichen. Und fügen hinzu: „Personen, die sich nicht an die Hygieneschutzmaßnahmen halten, haben das Gelände unverzüglich zu verlassen.“

„Die Vorgaben des Freistaates Bayern für Märkte wie diesen hat das Stadtmarketing auf den Antikmarkt Bad Aibling gemünzt und sogar noch mehr Auflagen gemacht als jetzt vorgegeben wurde. Nun schauen wir, wie das funktioniert“, sagt Bürgermeister Stephan Schlier (CSU).

Frauenmarkt am 19. und 20. September geplant

Man werde weiterhin tagesaktuell verfolgen, wie sich die Lage entwickelt. Sollte sich die Situation bis zum Markt drastisch verschärfen und die Sicherheit nicht gewährleistet werden können, müsse man notfalls aber auch kurzfristig reagieren und den Markt absagen.

Birklein und Kühnel hoffen indes, dass sich alles reibungslos abspielen wird, denn sie haben bereits den nächsten Markt im Visier: Den traditionellen „Frauenmarkt“, der auf den 19. und 20. September verschoben wurde. Am 20. September ist dann auch „verkaufsoffener Sonntag“.

Ein Markt für Sammler und Stöberer

Auf dem Antik- und Trödelmarkt am kommenden Sonntag, 30. August, 10 bis 18 Uhr, werden Antiquitäten, ausgefallene Deko-Sachen und praktische oder seltene Gebrauchsgegenstände angeboten.

Sammler und Stöberer finden dort unter anderem Porzellan, Glas, Spielzeug, Möbel, Bilder, Spiegel, Rahmen, Münzen, Geldscheine, Figuren, alten Gold- und Silberschmuck, Uhren und Regulatoren, Puppen, Bierkrüge, Leinen, Spitzen und vieles mehr.

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