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Feuerwehr nach Havarie und Sturm im Einsatz

Gebrochene Wasserleitung flutet Keller in Bad Aiblinger Dieselstraße – Stadtwerke regulieren Schäden

Nach einem Rohrbruch ergoss sich am Freitagabend eine Flut aus Trinkwasser, Sand und Kies über Grundstücke an der Dieselstraße.
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Nach einem Rohrbruch ergoss sich am Freitagabend eine Flut aus Trinkwasser, Sand und Kies über Grundstücke an der Dieselstraße.
  • Kathrin Gerlach
    VonKathrin Gerlach
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Gegen Wasser und Sturm kämpfte die Feuerwehr Bad Aibling auch an diesem Wochenende wieder an. Am Freitagabend, 6. August, verursachte eine geborstene Trinkwasserleitung überflutete Keller. Am Samstag, 7. August, zersägten die Kameraden über die Drehleiter einen entwurzelten Baum, der auf ein Wohnhaus gestürzt war.

Bad Aibling – Schon am Freitag, 6. August, gegen 17 Uhr, rückte die Wehr in die Dieselstraße in Bad Aibling aus. Hier war eine Trinkwasserleitung geborsten und sorgte für eine flächige Überschwemmung von Straße und Grundstücken.

„Zum Glück standen auf der Straße gerade Anwohner beim Garagenflohmarkt und beobachteten, wie ein Stein aus der Gehwegrinne ploppte und sich eine Wasserfontäne über die Straße ergoss“, berichtet Christian Staudhammer, stellvertretender Kommandant der Bad Aiblinger Feuerwehr.

Das Wasser unterspülte Fußweg und Straße, drückte die Gerinnesteine heraus und schoss auf die Straße.

Er leitete den Einsatz, beorderte 20 Kameraden und das Hilfeleistungslöschfahrzeug an den Einsatzort. „Zufällig war ein Mitarbeiter der Stadtwerke gerade privat hier vor Ort, der wusste, wo wir die Trinkwasserleitung absperren müssen“, berichtet Staudhammer. So konnte größerer Schaden verhindert werden.

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Trotzdem hatte das Wasser schon Gehweg und Straße unterspült und ergoss sich als eine Flut aus Schlamm, Sand und Kies in die angrenzenden Grundstücke, die unter dem Straßenniveau lagen.

Als kein neues Wasser mehr nachfloss, ermittelte die Feuerwehr die entstandenen Schäden. „In drei Häuser war das Wasser über die Kellerschächte in die Keller eingedrungen und hatte einen enormen Schaden angerichtet“, so Staudhammer.

Da nicht alle Hausbesitzer vor Ort waren, bemühte sich die Polizei Bad Aibling um Kontaktaufnahme zu ihnen. „In einem Gebäude waren die Keller voll. Wir wollten mit der Polizei das Haus gerade öffnen, um größere Schäden zu verhindern, als die Tür dann doch noch mit dem Schlüssel geöffnet werden konnte“, beschreibt der stellvertretende Kommandant den Rettungseinsatz. Nach drei Stunden waren die Arbeiten abgeschlossen, die Feuerwehr konnte wieder abrücken.

Die Betreiber dieses Garagenflohmarktes bemerkten die Havarie sofort und alarmierten die Einsatzkräfte.

Am Freitagabend waren Vertreter der Stadtwerke vor Ort im Gespräch mit den Betroffenen. Der entstandene Schaden an ihrem privaten Eigentum wird über die Haftpflichtversicherung der Stadtwerke reguliert.

Auch Margit Meyer wohnt in der Dieselstraße. Als sie nach Hause kam, war die gesamte Straße gesperrt, Feuerwehr und Stadtwerke noch im Einsatz. „Straße und Gehweg waren unterspült, alles war voller Wasser“, beschreibt sie.

Noch am gleichen Abend wurde der Schaden repariert. Die Schwaiger Bau GmbH rückte für die Erdarbeiten an. Mitarbeiter der Stadtwerke übernahmen die Reparatur der Trinkwasserleitung. Ursache für die Havarie war nach Auskunft der Stadtwerke vermutlich die Überalterung der Leitung.

Die Gefahr wurde gebannt: Die Kameraden schnitten den Baum von seiner Krone an herunter.

Sie wurde auf einem Stück von zwei Metern ausgetauscht. „Die Männer haben bis spät in die Nacht gearbeitet“, berichtet Anwohnerin Meyer. Glücklicherweise war ihr Haus nicht betroffen. Eine Nacht ohne Trinkwasser auszukommen war da das kleinere Übel. „Wir haben uns mit Mineralwasser beholfen“, erzählt sie. Am frühen Morgen war die Wasserversorgung wieder hergestellt.

Samstagabend, 7. August, zog ein heftiges Gewitter mit Sturmböen über die Region. Die Ellmosener Kameraden mussten Bäume von der Straße räumen. Die Bad Aiblinger Wehr rückte gegen 19 Uhr mit zwölf Kameraden aus. In einem Garten in der Angerstraße hatte der Sturm einen Baum entwurzelt, der auf eine Garage gefallen war. Glücklicherweise wurde auf dem Grundstück keine Person verletzt, es entstand nur materieller Schaden.

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Über die Drehleiter trugen die Kameraden den Baum von seiner Krone her mit der Motorsäge ab. „Er wurde so weit zurückgeschnitten, bis keine Gefahr mehr bestand. Den Rest übernimmt am Montag eine Gartenbaufirma“, informiert Staudhammer.

Nach dem Unwetter am Samstagabend rückte die Feuerwehr mit der Drehleiter zur technischen Hilfeleistung aus.

Damit war der Einsatz aber noch nicht beendet. „Zu unseren Aufgaben gehört auch die Schadensbegrenzung“, erklärt der stellvertretende Kommandant. Also wurde auch das Dach des Wohnhauses auf Schäden kontrolliert, um eventuelle Lecks mit Folie abzudichten. Glücklicherweise war das nicht erforderlich. Nach einer Stunde waren die Arbeiten abgeschlossen und die Feuerwehr konnte wieder abrücken.

„In diesem Jahr sind wir aufgrund von Unwettern häufiger unterwegs als sonst,“ bilanziert Staudhammer die Einsätze der 75 aktiven Kameraden der Bad Aiblinger Wehr. Am schlimmsten war die Nacht des 26. zum 27. Juli, als Hagel, Sturm und Überschwemmungen für 75 Alarme sorgten.

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