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Bürgermeister kritisiert „Hauruckverfahren“

Streit zur Zukunft des Aiblinger Jahnstadions – Entscheidung steht kurz bevor

Wird es das Jahnstadion in seiner jetzigen Form weiterhin geben? Diskussionen hierzu gibt es nicht nur zwischen Stadtrat Richard Lechner (links) und Bürgermeister Stephan Schlier.
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Wird es das Jahnstadion in seiner jetzigen Form weiterhin geben? Diskussionen hierzu gibt es nicht nur zwischen Stadtrat Richard Lechner (links) und Bürgermeister Stephan Schlier.
  • Nicolas Bettinger
    VonNicolas Bettinger
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Der Termin für eine Entscheidung steht fest. Nachdem Bad Aiblings Bürgermeister zuletzt heftige Kritik einstecken musste, erzwingen einige Stadträte eine unverzügliche Einberufung des Gremiums, um über die Zukunft des traditionsreichen Jahnstadions abzustimmen. Was steht auf dem Spiel und wann wird entschieden?

Bad Aibling – Jetzt kommt das sensible Streitthema endgültig auf den Tisch. Am kommenden Dienstag, 4. Oktober, trifft sich der Bad Aiblinger Stadtrat zu einer Sondersitzung, um über die Zukunft des Jahnstadions sowie des Sportparks zu entscheiden. Dabei soll es neben Überlegungen zur Weiterentwicklung der Sportstätten vor allem um die Frage gehen, wie es mit der Sportanlage an der Jahnstraße weitergehen soll.

Ursprünglich sollte das Thema erst Ende Oktober behandelt werden. Bürgermeister Stephan Schlier (CSU) und die Stadtverwaltung wollten dabei ihre Vorüberlegungen zur Diskussion stellen. „Wir wollten ohne Zeitdruck eine Idee präsentieren und diese im Gremium, aber auch mit den betroffenen Sportvereinen diskutieren“, erklärte Schlier das eigentliche Vorhaben.

„Denk- und Gestaltungsverbot“ für die Zukunft vieler Aiblinger Sportvereine?

Doch diese Vorlaufzeit wird es nun nicht geben. Denn mit einem kürzlich gestellten Antrag auf „unverzügliche Einberufung des Stadtrats“ bewirkte die SPD-Fraktion nun, dass sich das Gremium früher als gedacht positionieren muss. Die Forderung: „Einstellung aller Planungen und Vorbereitungen zur Baulandausweisung und Verwertung des Sportplatzes Jahnstraße.“

Auf OVB-Anfrage begründete SPD-Stadtrat Richard Lechner dies damit, dass man der Stadt hiermit unnötige Planungskosten ersparen wolle.

Aufgrund der „unverzüglichen Einberufung“, die durch Unterschriften von mindestens einem Viertel der Stadträte zustande kommen kann, war die Verwaltung nun rechtlich dazu verpflichtet, eine Sondersitzung binnen 14 Tagen abzuhalten.

Schlier hält sich an die Regularien, kritisierte das Vorgehen jedoch als ein „Hauruckverfahren ohne detaillierte Informationen“, welches zu einem „Denk- und Gestaltungsverbot“ für die Zukunft vieler Aiblinger Sportvereine führen könnte.

Er rief daher alle Stadträte auf, der Konzeptskizze eine faire Chance zu geben. Über die Frage, was genau hinter den Vorüberlegungen der Stadtverwaltung steckt, gab es zuletzt viele Spekulationen und Mutmaßungen.

Am Dienstag, 4. Oktober, muss der Stadtrat eine wichtige Entscheidung treffen

Aus Sorge, die Stadtverwaltung würde eigenmächtig Pläne zur Verwertung oder Bebauung des Sportplatzes in der Jahnstraße vorantreiben, hatten sich einige Stadträte sehr kritisch geäußert und die Bedeutung der traditionsreichen Sportstätte im Zentrum betont. Für viele sei diese „unantastbar“.

Stadtrat Lechner, hatte während einer Sitzung Ende Juni Bürgermeister Schlier vorgeworfen, er hätte hinter dem Rücken des Gremiums Architekten und Fachleute beauftragt, noch bevor das Thema im Stadtrat diskutiert wurde.

Schlier betonte schon damals, dass es seitens der Verwaltung „nur Vorüberlegungen“ gebe. Es werde jedoch ohnehin alles im Stadtrat beraten und entschieden. Am Dienstagabend wird die Stadtverwaltung nun also ihre Idee präsentieren – und es wird, früher als gedacht, eine Entscheidung geben.

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