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Parteiübergreifende Friedenskundgebung

„Solidarität mit der Ukraine“ - Bad Aibling setzt ein emotionales Zeichen

250 Menschen kamen zur Friedenskundgebung in Bad Aibling.
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250 Menschen kamen zur Friedenskundgebung in Bad Aibling.
  • VonNicolas Bettinger
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Am Freitagabend versammelten sich 250 Menschen zu einer Friedenskundgebung auf dem Bad Aiblinger Marienplatz. Wer sich an der emotionalen Veranstaltung beteiligte und welche Worte der Bürgermeister an Wladimir Putin richtete:

Bad Aibling - Emotionen, bedeutsame Worte und Anteilnahme. In etwa so lässt sich die Friedenskundgebung zusammenfassen, die an diesem Freitagabend auf dem Bad Aiblinger Marienplatz stattfand. Zu der parteiübergreifenden Aktion hatten CSU, Grüne, SPD, ÜWG, Bayernpartei und ÖDP aufgerufen, um ein Zeichen gegen den völkerrechtsverletzenden Überfall auf die Ukraine und für Frieden, Demokratie und Humanität in Europa zu setzen. „Krieg kennt nur Verlierer – auf allen Seiten. Dieser Krieg muss ein schnelles Ende haben. Es geht um Solidarität und konkrete Hilfe“, hieß es bereits im Einladungsschreiben.

Laut Polizeiangaben folgten dem Aufruf etwa 250 Menschen und versammelten sich um 18 Uhr auf dem Marienplatz. Viele von ihnen hatten Kerzen angezündet, zeigten beschriftete Schilder - beispielsweise „Stoppt den Krieg“ - oder hielten blau-gelbe Fahnen in die Luft, um ihre Solidarität mit der Ukraine auszudrücken. Unter den Teilnehmern waren auch viele Kinder.

Bürgermeister Stephan Schlier spricht bei der Friedenskundgebung in Bad Aibling.

Neben zahlreichen Wortbeiträgen sowie musikalischen Darbietungen sorgte vor allem Bad Aiblings Bürgermeister Stephan Schlier für einen emotionalen Moment. „Mariupol ist eine Stadt, die ich nie besucht habe, deren Name ich aber nie vergessen werde“, begann Schlier seine Rede. Die Bombardierung einer Entbindungsstation und eines Kinderkrankenhauses werden für immer in die Geschichtsbücher unserer Welt eingehen, betonte der Rathauschef. Er sprach von einem „Akt der Unmenschlichkeit, der einem das Herz zusammenzieht“.

„Hätten nicht gedacht, dass der Krieg nach Europa zurückkommt“

Man habe sich in Bad Aibling versammelt, um gemeinsam deutlich zu machen: „Nein zum Krieg. Putin, stoppe dieses sinnlose, menschenverachtende Morden“, so Schlier. Demnach bombardiere Putin systematisch viele zivile Ziele, terrorisiere die Schwachen und gehe rücksichtslos vor. „Wir hätten nicht gedacht, dass im 21. Jahrhundert der Krieg nach Europa zurückkommt. Wir sind betroffen und stehen geschlossen an der Seite der Ukraine.“

250 Menschen kamen zur Friedenskundgebung in Bad Aibling.

Schlier betonte, dass man sich im Landkreis Rosenheim, auch in Bad Aibling, auf die Ankunft von Kriegsflüchtlingen vorbereite. Dazu gehöre auch die Sporthalle des Aiblinger Gymnasiums, die derzeit neben Brannenburg und Prien als eine von drei dezentralen Erstaufnahmeeinrichtungen vorbereitet werde. Die Stadt unterstütze das Landratsamt, leitet Wohnungsangebote weiter, sucht nach freien Flächen zur Unterbringung von Menschen, erklärt Bürgermeister Schlier.

Er bedankte sich für das Engagement der Menschen in Bad Aibling, das private Engagement der Bürgergesellschaft, aber auch das organisierte Engagement. Dabei erwähnte er beispielhaft den Kreis Migration mit Petra Mareis an der Spitze, die Initiative von Ralf Müller (#jetzthelfen) oder die Ukraine-Hilfe Willing mit Gertrud Vogl, die seit Jahren Hilfsgüter für das Land zur Verfügung stelle sowie die Bürgerstiftung Bad Aibling, die die Tafel für ukrainische Kriegsflüchtlinge unbürokratisch geöffnet habe.

Viele Helfer-Initiativen in Bad Aibling

„Jeder Tag, den Putin seinen erbarmungslosen Angriffskrieg weiterführt, ist ein Tag zu viel. Jede Stunde, in der Putin ukrainische Städte bombardiert, ist eine Stunde zu viel. Jede Sekunde, in der in Putins Krieg Menschen sterben, ist eine Sekunde zu viel“, sagte Schlier

Neben der Rede des Bürgermeisters kamen etwa Thomas Geppert, Ortsvorsitzender der CSU Bad Aibling, Barbara Kleeblatt vom Kreis Migration, Rudi Gebhart vom Freundeskreis Cavaion oder Ralf Müller von „#jetzthelfen“ zu Wort. Sie stellten ihre Initiativen vor und riefen die Bevölkerung auf, zu helfen. Christina Ullmann sorgte mit „Gib mir die Hand“ und „Imagine“ für die musikalische Begleitung der Friedenskundgebung.

„Stop War“ - Die Bad Aiblinger setzten am Marienplatz bei der Friedenskundgebung ein Zeichen der Solidarität.

Für ein tränenreiches Ende der Veranstaltung sorgte die Erzählung einer Ukrainerin, die berichtete, wie sie vor wenigen Tagen mit ihrer Familie vor der russischen Bombardierung flüchtete und nun in Bad Aibling untergekommen ist. Immer wenn ihre Kinder ein Flugzeug hören, würden sie fragen, ob die Bomben zurückkehren.

Ein ausführlicher Bericht folgt.

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