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Corona-Ausbruch nach Familienbesuch

16 Fälle: So reagieren die Verantwortlichen auf den Ausbruch im Fußball-Internat in Bad Aibling

Rund 80 Schüler aus aller Welt besuchen das Deutsche Fußball Internat in Bad Aibling. Jetzt wurden 16 Personen positiv getestet. Bisher haben zwei von ihnen leichte Symptome – Husten und Schnupfen. Die Infizierten sind in einem separaten Bereich untergebracht.
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Rund 80 Schüler aus aller Welt besuchen das Deutsche Fußball Internat in Bad Aibling. Jetzt wurden 16 Personen positiv getestet. Bisher haben zwei von ihnen leichte Symptome – Husten und Schnupfen. Die Infizierten sind in einem separaten Bereich untergebracht.
  • Ines Weinzierl
    VonInes Weinzierl
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13 Schüler und drei Betreuer sind im Deutschen Fußball Internat in Bad Aibling positiv getestet worden. Jetzt sind sie in Quarantäne. Bisher haben zwei von ihnen leichte Symptome, Husten und Schnupfen. Wie es ihnen geht, welche Maßnahmen sofort ergriffen wurden, erklärt Geschäftsführer Sebastian Raß.

Bad Aibling – Es hat sich wie ein Lauffeuer herumgesprochen, dass im Deutschen Fußball Internat in Bad Aibling Corona ausgebrochen ist. 16 Personen – 13 Schüler, zwischen zwölf und 16 Jahren und drei Betreuer – wurden positiv getestet.

In eigenem Stockwerk

Sie alle befinden sich jetzt abgeschottet in einem eigenen Stockwerk. Die gute Nachricht: Aktuell haben zwei von ihnen leichte Symptome, Husten und Schnupfen, alle anderen arrangieren sich mit der Quarantäne, erklärt Geschäftsführer Sebastian Raß auf Anfrage des Mangfall-Boten. Es ist also niemand bisher im Krankenhaus.

Zunächst ein kleiner Schock

Aber von vorne: Ein Schüler kam vom Wochenendbesuch bei seinen Eltern nach Bad Aibling zurück. Drei Tage später informierte die Familie das Internat, dass ein Familienmitglied positiv getestet worden sei. „Das war zunächst ein kleiner Schock“, so Raß. Aber die Maschinerie wurde sofort gestartet: das Gesundheitsamt informiert, rund 150 Personen getestet – darunter Schüler, Betreuer, Trainer und deren Familienangehörige. Raß und sein Team informierten umgehend die Eltern. „Wir stehen in engem Austausch.“

Die positiv getesteten Personen wurden sofort in einem vorsorglich abgeschottetem Bereich untergebracht: „Wir hatten für diesen Fall bereits nach dem ersten Lockdown ein gesamtes Stockwerk in einem unserer Gebäude freigehalten. In diesem Bereich befinden sich auch Räume für die Freizeit-Gestaltung. Die selbstverständlich exklusiv für diese Gruppe reserviert sind.“ Dort gibt es einen Kraftraum, einen TV-Raum. Also ist es fast wie immer? Morgens haben die Schüler Unterricht, Mittagessen, Sport in einem der vorgesehenen Räume. Obendrein hat Raß telefonisch zu ihnen Kontakt.

Geschäftsführer Sebastian Raß: „Wir haben schnell gehandelt.“

Mittagessen via Essenswagen

Und wie läuft das mit den Mahlzeiten? Werden Körbe vor die Tür gestellt? „Nein. Wir haben ja eine Küche – und die Personen werden nun wie bei einem Catering versorgt.“ Via Essenswagen.

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Den Jugendlichen geht es also soweit gut: „Am Anfang brach eine kleine Panik aus. Mittlerweile sind sie aber entspannt – und wissen, dass ein Ende der Quarantäne in Sicht ist.“ Die ist vorbei, wenn 48-Stunden vor Ablauf der 14 Tage, keine Symptome aufgetreten seien.

38 Kontaktpersonen ebenfalls in Quarantäne

Neben den 16 positiv getesteten Personen sind weitere 38 Kontaktpersonen – 35 Schüler, drei Mitarbeiter – auch in Quarantäne. Sie sind in einem anderen separaten Trakt des Internats untergebracht. Raß: „Es wurden bereits mehrere Räumlichkeiten im Haus für Quarantänefälle vorbereitet, sodass diese nun genutzt werden konnten.“

Zwei Fälle nach Herbstferien

Gab es vorher Fälle? „Wir hatten schon zwei Fälle nach den Herbstferien. Damals mussten alle Rückkehrer für fünf Tage in Einzelquarantäne, wenn sie keinen negativen Test dabei hatten. Dadurch wurden die beiden Fälle erkannt und es gab keinerlei weiteren Ansteckungen.“

Aber jetzt greifen langsam die Pläne, die für diesen Fall da waren

Geschäftsführer Raß erklärt: „Es ist natürlich sehr ärgerlich, dass wir es ein Jahr geschafft haben, den Virus vom Internat fernzuhalten und kurz bevor nun die Selbsttests als weitere Hilfe zur Verfügung stehen hat es uns nun leider erwischt. Aber jetzt greifen langsam die Pläne, die für diesen Fall da waren . Wir denken, dass wir nach dem Wochenende das Schlimmste überstanden haben und dann sukzessive wieder zur Normalität zurückfinden.“

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