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Traditionsgeschäft schließt

Im Sommer ist endgültig Schluss für „Uhren & Schmuck Regensburger“

Schmuckdesignerin Sarah Regensburger vor dem Traditionsgeschäft ihrer Familie an der Kirchzeile. Vom 9. bis 17. Juli zeigt sie mit ihren Kollegen die Ausstellung „Schmuckgeschichten“.
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Schmuckdesignerin Sarah Regensburger vor dem Traditionsgeschäft ihrer Familie an der Kirchzeile. Vom 9. bis 17. Juli zeigt sie mit ihren Kollegen die Ausstellung „Schmuckgeschichten“.
  • Ines Weinzierl
    VonInes Weinzierl
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Im Sommer soll Schluss sein: Da schließt die Familie Regensburger das Geschäft an der Kirchzeile für immer. Vorher zeigt Sarah Regensbruger mit zwei Kollegen eine Schmuckausstellung. „Das ist ein schöner Abschluss“, sagt sie. Das sind die Pläne der 33-jährigen Schmuckdesignerin.

Bad Aibling – Im Sommer ist es vorbei: Dann schließt die Familie Regensburger ihr Geschäft „Uhren & Schmuck Regensburger“ in der Kirchzeile. Wie das sein wird? „Das kann ich mir noch nicht vorstellen.“, sagt Sarah Regensburger (33), Tochter von Max Regensburger, der im September an einer schweren Krankheit verstarb..

Fest steht, dass das Traditionsgeschäft vom 9. bis 17. Juli in einen Pop-up-Store verwandelt wird: In diesem Zeitraum zeigt Schmuckdesignerin Sarah Regensburger mit ihren beiden Freundinnen und Kolleginnen von „202 Editions“, Karin Heimberg und Maryvonne Wellen die Schmuckusstellung „Schmuck Geschichten“.

„Ein schöner und würdiger Abschluss“

Die Drei gründeten zu Beginn des Jahres das Schmucklabel „202 Editions“. „Diese Aktion ist ein schöner und würdiger Abschluss“, sagt Regensburger. Denn auch ihr Vater hat unterschiedlichste Ausstellungen kuratiert – regelmäßig in der Sparkasse, der Galerie Villa Maria oder eben im eigenen Laden sowie der eigenen Galerie Amadée.

Neuanfang in der Heimat präsentieren

Im Moment ist Sarah Regensburger zurück in ihrer Heimat, und immer wieder fragen die Bad Aiblinger, warum sie nicht weitermacht. „Es ist nicht mein Weg“, sagt sie. Aber sie macht weiter – im übertragenen Sinne. Regensburger absolvierte eine Goldschmiedeausbildung in Hanau, und ihr Bachelor und Masterstudium Schmuck- und Produktdesign in Düsseldorf. Dort lebt und arbeitet sie. Vor Jahren haben sie und ihre Kolleginnen sich dort kennengelernt und hatten die Vision, ein Label zu gründen.

Lernen mit der Trauer umzugehen

Gesagt, getan. Was bei einer abendlichen Weinrunde angedacht wurde, setzte das Trio in die Tat um: Im Herbst war das Fotoshooting ihrer ersten gemeinsamen Kollektion. „Mit der Trauer um meinen kürzlich verstorbenen Papa umzugehen und die Euphorie für das eigene Schaffen, sowie den Anspruch an eine professionelle Umsetzung – die aufgrund der Geschäftsaufgabe zum Teil von Bad Aibling aus gemeistert werden musste – stellte mich vor mehrere Herausforderungen.“

Auch die Pandemie habe Vieles verzögert oder in andere Bahnen gelenkt. „Umso stolzer bin ich nun, mit dem Label einen Neuanfang in meiner Heimat zu präsentieren – all denjenigen, die auch verstehen, welche Verbindungen sich dabei eröffnen – traditionell und emotional.“

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Max Regensburger hat den Werdegang seiner Tochter mehr als befürwortet, da ihm selbst teilweise verwehrt geblieben ist, seinen eigenen Weg einzuschlagen. Er wäre gerne freischaffender Künstler geworden. Aber als Erstgeborener stand für seine Eltern fest, dass er das Geschäft übernimmt und eine Optikerlehre macht.

„Der Schmuck, mein Design, müsse raus in die Welt und vor allen Dingen die Tochter selbst, bevor sie in Erwägung ziehe, die Tradition in Bad Aibling fortzuführen“, erzählt die Tochter. Nun startet die Designerin ihre Reise dennoch von Bad Aibling aus und zeigt erstmals die gemeinsame Kollektion einem Publikum.

Schmuck aus recyceltem Silber und Gold

Den Schmuck, den Sarah Regensburger und ihre Kolleginnen entwerfen, übrigens aus recyceltem Silber und Gold und in Deutschland handgefertigt, soll Geschichten erzählen. Und so heißt die Ausstellung „Schmuck Geschichten“. Die Schau soll einen Bogen zwischen der Geschäftsaufgabe und jenem Neuanfang spannen. Schmuckstücke bündeln Erinnerungen — durch Anlässe und Erlebnisse.

Besondere Stücke von ihren Eltern

Zwei besondere Stücke begleiten auch Sarah Regensburger: Ein Ring, den sie zum Abitur von ihren Eltern bekam, und der von ihrem Papa, eine Art Abschiedsgeschenk: „Diesen werde ich auch am Eröffnungstag am 9. Juli tragen. Er birgt eine besondere Nähe.“

In bester Erinnerung

Welchen Schmuck Sarah Regensburger, ihre Schwester, die Theaterregisseurin Verena Regensburger und ihre Mutter Regina Wetzel-Regensburger tragen, wenn sie die Ladentür im Sommer für immer schließen, steht noch nicht fest. Welcher es auch sein wird, die Zeit mit Uhren & Schmuck Regensburger, werden sie so und so in bester Erinnerung behalten.

Öffnungszeiten

Die Schmuckausstellung ist vom 9. bis 17. Juli im Geschäft an der Kirchzeile zu sehen. Die Öffnungszeiten sind: 9. bis 10. Juli von 14 bis 19 Uhr – sowie Termine nach Vereinbarung. Zwischen 12. und 17. Juli von 14 bis 19 uhr – spontan oder nach Vereinbarung. Termine unter der Telefonnummer 0 80 61/25 81oder via El-Mail sarah@202editions.com.

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