Bad Aibling sagt Kathreinmarkt ab

Tausende Besucher kamen 2019 zum Kathreinmarkt in die Kurstadt – heuer müssen sie zuhause bleiben.
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Tausende Besucher kamen 2019 zum Kathreinmarkt in die Kurstadt – heuer müssen sie zuhause bleiben.

Die Kommune sieht sich durch steigende Corona-Zahlen zu dieser Entscheidung gezwungen. Der Marktleiter informiert jetzt 60 Händler. Dennoch hält die Stadt an anderen Veranstaltungen fest, welche das sind lesen Sie hier.

von Ines Weinzierl

Bad Aibling – Der Kathreinmarkt, der am 7. und 8. November in der Kurstadt hätte stattfinden sollen, wurde jetzt abgesagt: Das hat die Stadt jetzt entschieden. „Schweren Herzen haben wir uns dazu entschlossen“, sagt Rathauschef Stephan Schlier (CSU) auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen. Er habe die Entscheidung nicht alleine getroffen, sondern es habe eine interne Abstimmung gegeben: „Die Entscheidung steht auf vielen Füßen.“ Aufgrund der derzeitigen Lage hinsichtlich der steigenden Corona-Zahlen, habe man so entschieden, so Schlier. Er verweist auch auf den Weiba- und Frauenmarkt, die im September hätten stattfinden sollen – auch sie fielen Corona zum Opfer.

Marktleiter informiert 60 Händler

In den vergangenen Jahren haben Tausende Besucher den Bad Aiblinger Kathreinmarkt im Herzen der Stadt besucht: Sind von Stand zu Stand gebummelt und haben über das vielfältige Angebot er Händler gestaunt. Rund 60 hätten im November zwischen Kirchzeile, Marienplatz und Münchner Straße ihre Stände aufgebaut.

Warum findet der Mantelsonntag in Rosenheim statt?

Am Mittwoch hat Marktleiter Peter Kajetan Schmid ihnen die Entscheidung mitgeteilt. „Sie kommen aus München, Garmisch – aus dem ganzen Oberland“, sagt Schmid. Was er jetzt allerdings nicht verstehen kann, ist, dass der „Mantelsonntag“ am kommenden Sonntag in Rosenheim stattfindet. „Haben sie andere Zahlen als wir?“, fragt er.

Für Händler ein Schlag ins Kontor

Für die Händler ist es ein Schlag ins Kontor: „Sie werden verzweifeln“, sagt Schmid. Wieder bricht ihnen eine Einnahmequelle weg. Und natürlich habe er ein Hygiene- und Sicherheitskonzept mit ausreichend Abstand für den Kathreinmarkt vorgelegt, erklärt Marktleiter Schmid.

Christkindlmarkt soll stattfinden

Das stimmt, sagt auch Schlier, aber es sei das Konzept der Staatsregierung. Die Bad Aiblinger seien bei der Abhaltung der Märkte noch einen Tick strenger, erklärt der Bürgermeister. Und diese strengeren Regeln sollen beispielsweise beim geplanten Christkindlmarkt am Irlachweiher umgesetzt werden: Deshalb werde auch weiter an den Planungen zum Christkindlmarkt gearbeitet, so Schlier. Strom, Wasser – jetzt kommt die Infrastruktur für den Christkindlmarkt.

„Man müsste alle Märkte absagen“

Roland Bräger, Vorsitzender des Wirtschaftsforums Mangfalltal, hat genaue Vorstellungen zur Abhaltung von Märkten: „Man müsste alle absagen“, sagt er. „Es ist eine radikale Einstellung“, gibt er zu. Dennoch: So würden keine Hoffnungen bei den Bürgern geschürt. Sie wüssten genau, worauf sie sich einstellen können. Er würde es daher begrüßen, wenn die Einzelhändler die Möglichkeit erhielten, „Verkaufsoffene Sonntage“ abzuhalten. Im Rahmen der Infrastruktur sind diese Möglichkeiten gegeben, erklärt Bräger.

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„Nacht der 1000 Lichter“ soll am 13. November stattfinden

Die Veranstaltung feierte im vergangenen Jahr Premiere. Heuer soll das Event wieder stattfinden. Die Geschäfte haben dann bis 21 Uhr geöffnet und um dem Namen der Veranstaltung gerecht zu werden, soll auch die weihnachtliche Beleuchtung bis zu dem Datum komplett angebracht sein. Schließlich werde sie immer besonders gelobt, so Alexandra Birklein vom Stadtmarketing. Schöne Stimmung also auch heuer weit vor der eigentlich beginnenden Adventszeit. Ja, sagt auch Rathauschef Schlier. Bei dieser Veranstaltung besuche man ja ganz normal die Läden, die dann eben bis 21 Uhr geöffnet haben.

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