+++ Eilmeldung +++

DWD warnt vor schwerem Gewitter in Teilen des Landkreises Rosenheim

Starkregen, Sturmböen und Hagel

DWD warnt vor schwerem Gewitter in Teilen des Landkreises Rosenheim

Landkreis Rosenheim – Der DWD veröffentlichte am Sonntagabend (26. September) eine amtliche …
DWD warnt vor schwerem Gewitter in Teilen des Landkreises Rosenheim
Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


NEUE STELLE FÜR JUGENDSOZIALARBEIT

Bad Aibling: Probleme an Grundschule St. Georg werden mehr

Bereits in Grundschulklassen kommt es zum Teil zu heftigen Problemen bei und Konflikten zwischen Schülern. Für die St. Georg-Schule befürwortete der Stadtrat nun die Schaffung einer Stelle für „Jugendsozialarbeit an Schulen“.
+
Bereits in Grundschulklassen kommt es zum Teil zu heftigen Problemen bei und Konflikten zwischen Schülern. Für die St. Georg-Schule befürwortete der Stadtrat nun die Schaffung einer Stelle für „Jugendsozialarbeit an Schulen“.
  • Eva Lagler
    VonEva Lagler
    schließen

Auch an der Grundschule St. Georg gibt es immer mehr Kinder, die wegen ihrer individuellen oder sozialen Schwierigkeiten massiv auffällig sind. Die daraus entstehenden vielfältigen Probleme sollen mit Hilfe einer sozialpädagogischen Fachkraft aufgefangen werden.

Bad Aibling – Tägliche Reibereien und Auseinandersetzungen im Klassenverband, steigender Vandalismus, Störung der Klassenatmosphäre, übermäßiger Mediengebrauch, Uneinsichtigkeit bei Konfliktfällen, immer mehr Kinder mit diagnostiziertem Förderbedarf, sprachlich schwierige Verständigung mit Eltern. Die Liste, die Wolfgang Baumann, Leiter der St. Georg-Schule, als Begründung für seinen Antrag auf Schaffung einer Stelle für Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS) eingereicht hat, ist acht Seiten lang.

Gesellschaftliche Umbrüche spürbar

Die gesellschaftlichen Umbrüche sind in allen acht Grundschulklassen mit insgesamt 193 Schülern zu spüren. Im laufenden Schuljahr haben 23 Prozent Mädchen und Buben einen Migrationshintergrund, woraus ein erhöhter Integrationsbedarf entstehe, der aber durch den schulischen Bereich nicht abgedeckt werden könne, so Baumann. Auch die Kommunikation mit Eltern gestalte sich aufgrund fehlender Deutschkenntnisse oder negativer Schulerfahrungen im Herkunftsland als schwierig.

Das könnte Sie auch interessieren:

Bad Aibling: Alles rund um den Neubau der St. Georg Schule „Wir investieren in die Zukunft“

Hinzu komme im Moment die besondere Situation durch die Unterbringung in der Containerschule bis Mitte 2023. Dadurch seien die Kinder in der täglichen Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Fehlende Rückzugsmöglichkeiten führten nicht nur zu Auseinandersetzungen in der Klasse. Auch der deutlich kleinere Pausenhof biete häufig Konfliktpotenzial:

Reibereien fast in jeder Pause

„Nahezu in jeder Pause kommt es zu Konflikten und Reibereien zwischen den Grundschulkindern und zwischen Grund- und Mittelschulkindern. In den letzteren Fällen lässt sich eindeutig beobachten, dass die Provokation nahezu immer von den Kindern der Grundschule ausgeht“, schildert Baumann. Im Übrigen träten Konflikte auch auf, wenn Schüler aus dem Hauptgebäude beim gemeinsamen Unterricht auf ihre Schulkameraden aus dem Willinger Schulhaus träfen. Hier bestehe nach konfliktbelasteten Pausen oft Klärungsbedarf – wodurch wertvolle Unterrichtszeit verloren gehe.

Lesen Sie auch:

Bad Aibling will es wissen: Welche Schulwege sind die sichersten?

Toilettenanlagen seien bereits mehrmals verwüstet worden. „Auch Grundschulkinder waren dafür verantwortlich. Die Aufarbeitung und die notwendige Prävention verblieben bei der Klassen- und bei der Schulleitung. Diese kann nur in Ansätzen erfolgen, da dies ansonsten wieder sehr zu Lasten der Unterrichtszeit gehen würde“, so der Rektor.

Unterschiede deutlich spürbar

Baumann betont, die Mehrzahl der Kinder erlebe ein stabiles Elternhaus. Teilweise seien die Kinder sehr gut, teilweise auch überbehütet. „Einige wachsen jedoch in unsicheren und labilen Verhältnissen auf. Teilweise kümmert sich das Elternhaus sehr wenig um schulische Belange. Dies wurde und wird in den pandemiebedingten Phasen des Distanzunterrichts noch sehr viel deutlicher.“

Das soziale Gefälle ist zum Teil groß

Das mitunter große soziale Gefälle zeige sich auch daran dass sich in jeder Klasse mehrere Kinder mit verhaltensauffälligem, das Lernklima und die Klassenatmosphäre störendem, enorm kräftezehrendem und „zeitfressendem“ Verhalten befänden.

Hier würden die Klassenleitungen zeitlich genauso überbeansprucht wie in Fällen, in denen sie oft die einzige vertraute Ansprechperson für Kinder getrennter Eltern oder aus prekären Familiensituationen seien.

Stadtrat befüwortet neue Stelle

Die von Markus Joachimstaler vom Amt für Kinderbetreuung, Schulen und Sport in der jüngsten Sitzung des Stadtrates vorgetragenen Schilderungen – Baumann selbst war am Abend der Sitzung verhindert – führten dazu, dass das Gremium die Schaffung einer Stelle für Jugendsozialarbeit an Schulen ohne größere Debatte einstimmig befürwortete.

Bei einem positiven Bewilligungsbescheid durch die Regierung von Oberbayern erhält die Stadt Bad Aibling jährlich einen Personalkostenzuschuss in Höhe von 8 180,00 sowie in gleicher Höhe vom Landkreis Rosenheim. Die Ausgaben für die Stelle sind im Haushalt der Stadt mit 39 000 Euro veranschlagt.

Kommentare