Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


„Für Menschen mit und ohne Behinderung“

Preis für Deutschlands erste Inklusions-Kletterhalle in Bad Aibling - Doch wird sie im Sommer fertig?

Die Organisatoren Natascha und Achim Haug begutachten die Baustelle der inklusiven Kletterhalle. Bettinger
+
Die Organisatoren Natascha und Achim Haug begutachten die Baustelle der inklusiven Kletterhalle.
  • VonNicolas Bettinger
    schließen

Der Verein „Stützpunkt Inntal“ baut im Sportpark Bad Aibling eine „Inklusive Kletterhalle“. Dafür gab es einen Preis. Aber ist der Eröffnungstermin im September zu halten?

Bad Aibling – Noch ist es eine Baustelle, schon bald aber soll das Gebäude in der Otto-Wels-Straße eine Sportstätte für jedermann sein. „Und zwar wirklich offen für alle – für Menschen mit und ohne Behinderung, Anfänger, und Leute, die schon lange klettern“, sagt Vereins-Vorsitzende Natascha Haug.

Die „inklusive Kletterhalle“ ist ein einmaliges Projekt, das derzeit im Bad Aiblinger Sportpark entsteht. Die Planungen des Vereins „Stützpunkt Inntal“ laufen seit gut fünf Jahren. Im Sommer soll die Halle fertig werden. Dann sollen dort nicht nur Menschen mit und ohne Behinderung klettern können, es sollen hier auch Menschen mit und ohne Behinderung arbeiten.

Teilweise falscher Eindruck entstanden

Laut den Organisatoren sei hier immer wieder der Eindruck entstanden, dass die Kletterhalle ausschließlich für Menschen mit Behinderung gedacht ist. „Das ist überhaupt nicht der Fall“, betont Haug. In der Gesellschaft lebten rund zehn Prozent der Menschen mit einer Behinderung. Diese Verhältnisse könnten sich durchaus dann auch im Kletterbetrieb widerspiegeln. Dennoch habe man einen Schwerpunkt auf Inklusion gelegt und sei somit für alle Besucher gerüstet.

Natascha und Achim Haug blicken hinauf zu den künftigen Kletterwänden.

Für die „bundesweit erste Inklusionskletterhalle“ überreichte nun Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf dem Verein den Bayerischen Innovationspreis Ehrenamt. Die DAV Sektion Stützpunkt Inntal ist der erste Mitgliedsverein des Deutschen Alpenvereins mit Schwerpunkt Inklusion. Der Verein hat rund 240 Mitglieder, wovon etwa ein Drittel Förderbedarf hat.

Was bedeutet eigentlich Inklusion?

„Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch ganz selbstverständlich dazu gehört. Wie gut das funktioniert, zeigt dieser Preisträger in vorbildlicher Weise im Sportbereich“, sagte Scharf bei der Verleihung in München.

„Dieser Preis gibt uns die Bestätigung, dass wir mit dem Projekt nicht so falsch liegen“, sagt Achim Haug, ebenfalls Teil des Organisationsteams. Wenn alles fertig ist, erwartet man in der Kletterhalle, für deren Bau ursprünglich 4,8 Millionen Euro veranschlagt wurden, bis zu 50 000 Besucher im Jahr.

In der Otto-Wels-Straße ragt bereits ein beeindruckendes Gebäude in die Luft.

Doch auch hier habe man mit den generellen Problemen der Baubranche zu kämpfen. „Das trifft uns natürlich auch, wir rechnen mit einer Kostensteigerung von 15 bis 18 Prozent, sagt Haug, der gerade deshalb auf weitere Sponsoren und Unterstützer hofft. Doch trotz besonderer Herausforderungen – etwa die erschwerte Suche nach entsprechenden Baufirmen – halte man derzeit am Eröffnungstermin, 19. September, fest.

Preisgeld soll Kindern zugute kommen

Neben zahlreichen Kletterwänden (Innenhöhe über 17 Meter) bietet der Neubau auf einer Gesamtgrundfläche von 1200 Quadratmetern auch Räume für Yoga, Seminare, ein Bistro und eine Boulderhalle. Vor allem dort wolle man das Preisgeld von 10 000 Euro für „Bewegungserfahrungen“ der Kinder investieren.

Zum Betriebsstart plane man mit acht bis zehn Vollzeitstellen, für die man sich auch jetzt noch bewerben kann.

Mehr zum Thema

Kommentare