Förderverein gegründet

Olympiasieger Udo Quellmalz als prominenter Fürsprecher der Bad Aiblinger Judoka

Die Bad Aiblinger Judoka mit Abteilungsleiter Denis Weisser (Zweiter von links) – hier beim Grand Slam in Düsseldorf im Februar – freuen sich über den prominenten Fürsprecher: Udo Quellmalz, Olympiasieger und zweimaliger Weltmeister (hinten, Dritter von links), hat die Schirmherrschaft für den Kampfsportförderverein Mangfalltal übernommen.  re
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Die Bad Aiblinger Judoka mit Abteilungsleiter Denis Weisser (Zweiter von links) – hier beim Grand Slam in Düsseldorf im Februar – freuen sich über den prominenten Fürsprecher: Udo Quellmalz, Olympiasieger und zweimaliger Weltmeister (hinten, Dritter von links), hat die Schirmherrschaft für den Kampfsportförderverein Mangfalltal übernommen. re

Ihre erfolgreiche Arbeit stellen die Judoka des TuS Bad Aibling mit einem Förderverein jetzt auf noch breitere Beine. Schirmherr ist kein Geringerer als ein ehemaliger Olympiasieger und zweimaliger Weltmeister.

Bad Aibling – Sportlich erfolgreich sind sie schon lange Jahre, die Judoka des TuS Bad Aibling. Um sich in Zukunft noch breiter aufstellen und die Herausforderungen stemmen zu können, bekommen sie nun Unterstützung durch einen neu gegründeten Förderverein – und einen prominenten Fürsprecher. Schirmherr des Fördervereins ist „Judolegende“ Udo Quellmalz, Olympiasieger und zweimaliger Weltmeister, der erfolgreichste Judoka Deutschlands aller Zeiten.

Und der weiß genau, wovon er spricht: „Es ist schwer, ein Weltklassejudoka zu werden. Aber ohne die notwendige Unterstützung klappt’s bestimmt nicht. Daher wünsche ich dem Förderverein und den Aiblinger Judoka viel Erfolg. Ihr seid auf dem richtigen Weg, ich drücke die Daumen!“

Unterstützung von außen geholt

Die Zeichen der Zeit hat man beim TuS in der Vergangenheit erkannt. „Wir gehören zu den besten Judoclubs in der Region, sind national erfolgreich und international unterwegs. Doch wir müssen in den Bereichen Sponsoring und Marketing mehr tun, um das zu stemmen. Das können wir nicht alleine als Abteilung leisten, da brauchen wir Unterstützung von außen“, sagt Robert Buendowski, zweiter Abteilungsleiter der TuS-Judoka.

Ein Team, ein Gedanke

Er schildert: „Interessanterweise hatten auch andere dieses Gefühl. Spontan formten sich schließlich ein Team und ein Gedanke, der dies ermöglichen soll, nämlich die Gründung eines Fördervereins. So ermittelten einige Gleichgesinnte zunächst die erforderlichen Grundlagen, bevor man sich zur Gründungsversammlung in Breitbrunn zusammenfand, gemeinsam diskutierte und über eine Satzung abstimmte.

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Bei den Wahlen wurden Benjamin Hauer zum ersten und Florian Osterloher zum zweiten Vorsitzenden bestimmt. Kassier ist Nicole Frey-Skrynecki, Kassenprüfer sind Florian Speigel und Holger Bültermann. Zur Schriftführerin wurde Lisa Buendowski gewählt, zum Beisitzer Erwin Kühnel und zum Medienreferent Aydin Dervic. In der Gründungsversammlung konnten auch bereits einige weitere Mitglieder des neuen Vereins gewonnen werden.

Das Führungstrio des neuen Vereins: Vizepräsident Florian Osterloher, Schatzmeisterin Nicole Frey-Skrynecki und Präsident Benjain Hauer (von links).

Hauer und Osterloher freuen sich nun auf die neue Aufgabe und betonen: „Wir wollen etwas bewegen.“ Die ersten Ideen, zum Beispiel für die Bereiche Mitgliedergewinnung und Schuljudo habe man schon. Auch wolle man eine große Sponsoringaktion starten.

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Die Eintragung in das Vereinsregister, die Abstimmung mit dem Finanzamt, dem BLSV und die Anerkennung der Gemeinnützigkeit sind bereits erfolgt. Für Medienreferent Aydin Dervic war die Vereinsgründung „ein historischer Moment, zumindest im lokalen Sportbereich. Und eine tolle Erfahrung für einen jungen Judoka wie mich“.

Die Aiblinger Judosportler sind auch aktuell wieder sehr erfolgreich. Trainerin Anamaria Budiu: „Wir machen engagierten Vereinssport, aber auch einige Schuljudo-Projekte, wo wir Judo und die Judowerte wie Respekt, Freundschaft, Disziplin et cetera an die Kinder und Jugendlichen weitergeben wollen. Das läuft an mehreren Schulen mit steigender Tendenz und sehr gut“.

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Zweiter Abteilungsleiter Robert Buendowski bilanziert: „Wir haben aktuell Oberbayerische, Südbayerische, Bayerische und Süddeutsche Meister in unseren Reihen. Bei der Deutschen Meisterschaft der U21-Junioren gewann Patrick Weisser Bronze.“ Zudem waren die Sportler aus der Kurstadt bei der Deutschen Meisterschaft der Männer vertreten.

„In der Landesliga geht demnächst das beste Team seit Langem ins Rennen. Einige von uns waren oder sind in der ersten und zweiten Bundesliga der Männer am Start, als Gastkämpfer für andere Vereine“, so Buendowski weiter. „Die Montagsgruppe wurde außerdem von Martin Garic übernommen, keinem Geringeren als dem Deutschen Vizemeister der Männer im Schwergewicht 2019, so dass wir uns auch da eine weitere Verbesserung erhoffen“, betont Robert Buendowski.

Trainingsfahrt nach Japan im Visier

Benjamin Hauer erklärt aus Sicht des Fördervereins: „Alle diese Aktivitäten – wir denken an vieles, auch an eine Trainingsfahrt nach Japan, dem Mutterland unseres Sports – gehören koordiniert und finanziert. Dabei soll der Förderverein helfen. Wir sind allen dankbar, die uns dabei unterstützen. Nach den Corona-Beschränkungen wollen wir wieder Gas geben.“

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