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AUS DEM BAUAUSSCHUSS

Bad Aibling: Neuer Tastgarten und eine Himmelsliege für den Kurpark

Bald auch im Kurpark von Bad Aibling: Dort soll eine sogeannnte Himmelsliege aufgebaut werden. :
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Bald auch im Kurpark von Bad Aibling: Dort soll eine sogeannnte Himmelsliege aufgebaut werden. :
  • Eva Lagler
    VonEva Lagler
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Der Bad Aiblinger Kurpark soll im wahrsten Sinne des Wortes „aufgemöbelt“ werden. So will die Stadt dort nicht nur eine sogenannte Himmelsliege (geschwungene Liege aus Holz) aufstellen, sondern vor allem auch den in die Jahre gekommenen Blinden- und Tastgarten völlig neu gestalten.

Bad Aibling – Im Bauausschuss stießen die Pläne auf Zustimmung. Der Blinden- und Tastgarten entspreche nicht mehr den hohen Standards, die man im Kurpark an den Tag lege, erläuterte Stadtbaumeister Andreas Krämer. Dort sollen nun drei neue Hochbeete aus witterungsbeständigen Materialien geschaffen und auch wieder mit Blindenbeschriftung versehen werden.

Klangbrunnen wird versetzt

Die Stadtgärtner werden darüber hinaus ein neues Staudenbeet anlegen und den Klangbrunnen nach hinten versetzen. Ausgeführt werden sollen die Arbeiten weitestgehend durch Mitarbeiter des Bauhofes.

Auf Anregung von Kirsten Hieble-Fritz (ÜWG) soll außerdem eine „Himmelsliege“ angeschafft werden. Für die Zweite Bürgermeisterin stand, wie sie erklärte, fest: „Wir müssen etwas tun.“ Sie wollte die Aufstellung der ersten Himmelsliege als Pilotprojekt verstanden wissen: „Sie soll kein Einzelmodell sein. Sie wird gespendet und wir hoffen, dass sich Nachahmer auch an anderen Standorten im Stadtgebiet finden. Liegen dieser Art erfreuen sich in anderen Kommunen und Bädern großen Zuspruchs seitens der Bevölkerung.“ Bürgermeister Stephan Schlier (CSU) ergänzte, dass abgewartet werden soll, wie das Angebot in Bad Aibling angenommen wird, um dann zu entscheiden, wie man weiter verfährt.

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Richard Lechner (SPD) hatte seine Zweifel, ob der Kurpark der richtige Standort für solch eine Liege sei. Er könne sich so etwas eher in einem Hotelgarten vorstellen. „Die Sitten werden legerer. Wenn sich dann jemand in Badebekleidung dort aufhält, dann passt das nicht.“

Lechner warnte davor, den Kurpark zu überfrachten und erinnerte an Befürchtungen, die eine frühere Stadträtin bereits wegen des Mehrgenerationenparks im äußeren Kurpark diesbezüglich gehegt habe. Diese „Befürchtungen“ hätten sich in positiver Weise bestätigt, meinte Schlier. Denn der Mehrgenerationenpark werde unglaublich gut angenommen, vor allem von der jüngsten Generation.

Bürgermeister teilt Befürchtungen nicht

Im Übrigen teile er nicht die Befürchtung, dass die Menschen in Badebekleidung an der Himmelsliege auftauchen würden. Eher würden s wohl Menschen in ihrer Mittagspause oder Spaziergänger zwischendrin dort ihre Ruhepausen verbringen. Bei einer Gegenstimme gab der Ausschuss grünes Licht für die Planungen. Die Materialkosten belaufen sich laut Krämer für die Gestaltung des Blinden- und Tastgarten auf circa 3800 Euro und für den Bereich mit Himmelsliege auf 1280 Euro.

Spielplatzbedarf in der Diskussion

Die während der Diskussion angesprochene große Beliebtheit des Mehrgenerationenparks im Kurpark gerade bei Kindern zeigt nach Ansicht von Martina Thalmayr (Grüne) den großen Bedarf, den Familien an derartigen Angeboten hätten. „Das zeigt, wir brauchen auch endlich einen gescheiten Spielplatz für Kinder in Bad Aibling. Viele Familien fahren bis nach Großkarolinenfeld oder auch in den Spinnereipark, weil dort das Angebot für sie attraktiver ist.“

Kirsten Hieble-Fritz (ÜWG) pflichtete ihr bei. Ihre Fraktion fordere seit Jahren ein attraktiveres Angebot. „Das brauchen wir wirklich dringend. Die Spielplätze, die wir haben, sind überhaupt nicht zeitgemäß.“

„Stadtpark wäre ein passender Standort“

Sie wolle an dieser Stelle auch noch einmal den Stadtpark an der Rosenheimer Straße als Standort ins Spiel bringen. „Es heißt doch immer, da ,totelt‘ es. Es muss doch möglich sein, da etwas zu tun.“ Stephan Schlier hielt dagegen: „So schlecht, wie es immer dargestellt ist, ist es auch wieder nicht.“ Er räumte ein, dass es immer Luft nach oben gebe. Im Haushalt 2021 seien Mittel für Instandhaltungsmaßnahmen und kleine Erweiterungen eingestellt. „Aber ein Spielplatz für 200 000 Euro aufwärts ist nicht drin.“ Irene Durukan (Grüne) meinte, um große Anlagen gehe es gar nicht, sondern um den Zustand der Spielplätze .

In Sachen Mehrgenerationenpark bat Johann Schweiger (CSU) die Stadt, ein Auge auf die Situation nach Niederschlägen zu haben. „Der Boden rund um Geräte ist dann aufgeweicht und sehr matschig.“

Neben der vor einigen Jahren angelegten „Teetasse“ mit den verschiedensten Kräutern (links) soll im inneren Kurpark eine „Himmelsliege“ installiert und der Blinden- und Tastgarten neu gestaltet werden. REPRO STADT BAD AIBLING

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