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Blockhütten für Übernachtungen geplant

Neuer Biergarten und „10 Kilo Fangfisch”? Bad Aiblinger will aus Fischzucht eine Eventfischerei machen

Tim Bauer aus Bad Aibling will aus einer alten Fischzucht eine „Eventfischerei“ mit Gastronomie und Übernachtung machen.
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Tim Bauer aus Bad Aibling will aus einer alten Fischzucht eine „Eventfischerei“ mit Gastronomie und Übernachtung machen.
  • VonNicolas Bettinger
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Ein stillgelegtes Fischteich-Areal an der Ortsgrenze zu Kolbermoor wird derzeit saniert. Eine Familie aus Bad Aibling hat dort große Pläne. Doch was sagt die Stadt zu dem „vielversprechenden Konzept“?

Bad Aibling – Bekommt Bad Aibling in den kommenden Jahren einen neuen Biergarten? Und kann man auf dem gleichen Grundstück Fische fangen und anschließen dort übernachten? Wenn es nach der Familie Bauer aus Bad Aibling geht, dann dürften diese und weitere Fragen schon bald mit „Ja“ beantwortet werden. Denn die Bauers beabsichtigen in der Kolbermoorer Straße 53 eine landwirtschaftliche Fischzucht nebst Angelausflügen und Biergartenbetrieb zu eröffnen. Dafür hat die Familie das Grundstück, ein stillgelegtes Areal mit Gebäuden aus den 60er Jahren und bestehenden Fischteichen, vor wenigen Monaten erworben.

Eigentümer planen Blockhütten für Wochenendausflüge mit Übernachtung

„Wir restaurieren jetzt erst mal die ganzen Außenanlagen“, sagt Raimund Bauer gegenüber dieser Redaktion. Ob die alten Gebäude dort abgerissen und neue errichtet werden können, hänge nun zunächst vom Genehmigungsverfahren ab. Sein Sohn, Tim Bauer, will als Eigentümer und Betreiber der künftigen Anlage eine „Eventfischerei“ aufziehen. Dafür sollen etwa kleine Blockhütten errichtet werden, in denen Besucher übers Wochenende übernachten könnten.

Die neuen Eigentümer wollen die alten Gebäude abreißen und neue errichten.

„Für die Besucher gibt es dann zehn Kilo Fischfang“, die die Gäste selber fangen können, erklärt Raimund Bauer. Bei ihrer ersten Besichtigung sei der Familie sofort die Lage und die gute Anbindung an Rad- und Wanderwege aufgefallen. Insbesondere die Fischzucht in Verbindung mit einer Direktvermarktung an der Hofstelle, sowie einem Biergarten sehe man als „ideale Kombination aus traditioneller Landwirtschaft und Mehr“ an.

Das Konzept sieht unter anderem die Fischzucht auf einer Fläche von 25 000 Quadratmetern mit Direktvermarktung und regionalen Märkten vor. Auch eine Schafhaltung sei angedacht. Angelausflüge sollen saisonal von Mai bis Oktober an den großen Fischweihern mit Übernachtungsmöglichkeiten möglich sein.

Der gleiche Zeitraum gilt für den geplanten Biergartenbetrieb. Sollte alles planmäßig klappen, dann könnte die Anlage 2024 in Betrieb gehen, sagt Tim Bauer. Doch bis es soweit ist, müssen zunächst die Behörden grünes Licht geben. Nachdem sich Aiblinger Stadträte sowie die Stadtverwaltung bei einem Vor-Ort-Termin einen ersten Eindruck verschafften, wurde das Vorhaben nun im Bauausschuss behandelt.

Wie steht der Bauausschuss zu den Fischzucht-Plänen in Bad Aibling?

„Sie haben die Größe des Gebiets gesehen, das hat uns alle beeindruckt“, sagte Stadtbaumeister Andreas Krämer zu Beginn der Sitzunng über das Areal an der Ortsgrenze zu Kolbermoor. Und die meisten Gremiumsmitglieder zeigten sich dem Projekt gegenüber aufgeschlossen. „Ich glaube, wir sollten dem Antrag stattgeben“, sagte etwa SPD-Stadtrat Richard Lechner. Er beneide den Antragssteller jedoch nicht um die Arbeit, die nun bevorstehe. Wichtig: „Es darf nur nicht in eine Nutzung kippen, die wir alle nicht wollen“, sagte Lechner.

Auf dem alten Fischteich-Areal in Harthausen soll eine „Eventfischerei“ mit Biergarten entstehen.

Ähnlich sah es Thomas Höllmüller (CSU). „Aus der Schönheit da draußen kann man sicher was machen.“ Ihm sei jedoch wichtig, dass die Vorhaben nicht zu mehr Versiegelung führen. Auch Martina Thalmayr (Grüne) sprach von einer „schönen Anlage und einem vielversprechendem Konzept“. Laut Thalmayr solle die Naturschutzbehörde unbedingt miteinbezogen werden, was laut Stadtbaumeister Krämer auch geschehe.

Wie geht es weiter mit dem Fischzucht-Konzept?

Offen für die geplante Bebauung zeigte sich ebenfalls Johann Schweiger (CSU). Seine Sorge gelte eher der „Ausfahrtsituation“, die er für zu gefährlich halte. Dabei gab ihm Bürgermeister Stephan Schlier grundsätzlich recht. „Das passt so noch nicht, weil beide Seiten bewachsen sind.“

Bei einer Gegenstimme sprach sich das Gremium letztlich dennoch klar für die grundsätzliche Zustimmung des Nutzungskonzeptes aus. Auf dieser Grundlage soll nun der Entwurf eines Bebauungsplanes erstellt werden. Laut Tim Bauer werde dieser dann dem Landratsamt zur Stellungnahme vorgelegt.

Aus Sicht der Familie Bauer würde das Konzept „ideal in das Stadtbild Bad Aibling passen“. Mit einer ökologisch nachhaltigen Fischzucht, energetisch auf den neuesten Stand der Technik, werde ein neuer Anlaufpunkt für Einheimische und Kurgäste

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