Alle Gewerke im Plan

Bad Aibling: Neubau für 34,7 Millionen Euro – Arbeiten in Romed-Klinik Bad Aibling schreiten voran

In diesem Erweiterungsbau sind unter anderem die drei neuen Operationssäle untergebracht. Das Dach wurde nach Anliegereinwänden abgeschrägt. Baumann
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In diesem Erweiterungsbau sind unter anderem die drei neuen Operationssäle untergebracht. Das Dach wurde nach Anliegereinwänden abgeschrägt. Baumann

Die Romed Klinik behandelt als Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung jährlich rund 20.000 Patienten ambulant und stationär. Die Hauptabteilungen des Hauses sind die Chirurgie, die Innere Medizin, die Anästhesie und die Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde.

Bad Aibling – Für die Gynäkologie, sowie Orthopädie mit Endoprothetik (Gelenkersatz) und Wirbelsäulenchirurgie bestehen Ärztekooperationen. Die Klinik verfügt über rund 140 Betten und ist akademisches Lehrkrankenhaus der TU München.

Zwei Bauabschnitte

Mit umfangreichen Baumaßnahmen macht sich die Klinik fit für die Zukunft, sie sind derzeit in zwei Abschnitte unterteilt. „Bauabschnitt 1“ betrifft den Neubau einer Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte und den Neubau einer OP-Abteilung mit drei OP-Sälen mit der Integration der neuen Funktionsstellen in das bestehende Klinikgebäude.

Noch agieren statt dem Klinikpersonal Handwerker in den künftigen OP-Sälen des Aiblinger Krankenhauses.

Ferner erfolgt die Ertüchtigung der bestehenden Energiezentrale und die Erneuerung der Versorgungsinstallationen. Der Neubau entsteht in dem direkt an der Harthauser Straße gelegenen nordöstlichen Bereich. Aufgrund von Anliegereinwänden wurde die Dachform abgeschrägt. Der „Bauabschnitt 2“ umfasst die Entkernung von Untergeschoss und Erdgeschoss im Bettenhaus an der Harthauser Straße und den Einbau beziehungsweise die Verlagerung der bisherigen Intensivstation mit insgesamt acht Intensiv- und Überwachungsplätzen.

Zu kleine Räume auf Intensivstation

„Die Räume der bisherigen Intensivstation waren zu klein und werden jetzt nach modernstem Standard mit dazwischenliegenden Schleusen gestaltet“, erläutert der kaufmännische Leiter der Klinik, Erhard Marburger, dem Mangfall-Boten bei einem Rundgang.

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Im Untergeschoss wird die dazu notwendige Lüftungszentrale gebaut und eine zentrale Sammelumkleide für die Mitarbeiter errichtet. In dem entkernten Gebäudeteil waren bisher die Werkstätte, ein Röntgen-Archiv und Büros untergebracht, die nunmehr verlagert beziehungsweise aufgelöst wurden. Die 2019 begonnenen Bauarbeiten gehen zügig voran und wurden Marburger zufolge auch vom milden Winter begünstigt. Der Neubau im „Bauabschnitt 1“ ist von Corona nur sehr geringfügig betroffen worden.

Mitarbeiter durch die Baustelle zeitweise zusätzlich belastet

Die Zugänge zum Neubau erfolgen über getrennte Ein- und Ausgänge von außen, ohne den Klinikbetrieb zu kreuzen. Die Arbeiten im Bestand und bei den Vorabmaßnahmen mussten im Frühjahr 2020 wegen der Pandemie unterbrochen werden.

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Mittlerweile kann durch erstellte Baustellenabschlüsse zur Bestandsklinik wieder in allen Teilen gearbeitet werden. Durch das Bauen im Bestand unter Aufrechterhaltung des vollwertigen Klinikbetriebs sind Vorabmaßnahmen in den angrenzenden Stationen notwendig. Dies führt, trotz Abstimmung mit den einzelnen Stationen und Funktionsstellen auf deren Bedürfnisse, unvermeidlich zu einer zeitweisen zusätzlichen Belastung bei den Mitarbeitern.

Der Ausbau in Bad Aibling läuft nach Plan

Nach aktuellem Stand sind die Rohbauarbeiten mit Stahlbauarbeiten für die Dachzentrale und Entkernungen bereits abgeschlossen und der Ausbau läuft planmäßig in den Gewerken. Das Stellen der Wände und die Rohinstallationen laufen geschossübergreifend und sind im Untergeschoss soweit abgeschlossen, dass der erste Estrich eingebaut werden kann.

Der kaufmännische Klinikleiter Erhard Marburger vor den Umbauplänen

Die Bauabschnitte werden aus heutiger Sicht im Herbst 2021 wie geplant fertiggestellt und eine schrittweise Übergabe an den Klinikbetrieb kann ab dem letzten Quartal 2021 erfolgen. Die einzelnen Gewerke sind zum Großteil ausgeschrieben und beauftragt.

„Derzeit ist davon auszugehen, dass der zuletzt veranschlagte Kostenrahmen eingehalten werden kann. Es sind Gesamtkosten in Höhe von etwa 34,7 Mio. Euro zu erwarten, wobei etwa 23,1 Millionen Euro davon durch den Freistaat Bayern gefördert werden“, heißt es in einen Schreiben der Presseabteilung.

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