Unerwartet verstorben

Bad Aibling: Nachruf für Ludwig Dengler

Ludwig Dengler
            
            lebte für den Sport
            und seine Familie.
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Ludwig Dengler lebte für den Sport und seine Familie.

Bad Aibling – Die Kurstadt trauert um Ludwig Dengler: Der bekannte Aiblinger ist nach längerer Krankheit, aber unerwartet, im Alter von 84 Jahren verstorben.

Er ist in Bad Aibling geboren, ging hier zur Schule und absolvierte in der Schreinerei Fritz Lobendank eine kaufmännische Lehre. Im Anschluss daran absolvierte er über den zweiten Bildungsweg ein Marketingstudium, das er mit dem Werbefachwirt abschloss. Er war dann viele Jahre in der Rosenheimer Maschinenfabrik Martin Beilhack als Marketingleiter beschäftigt. Später war er bis zum Renteneintritt in der Fa. Harald Drutzel GmbH in Obergünzburg als Verkaufsleiter für Kommunalmaschinen tätig.

Ludwig Dengler war von Jugend auf ein begeisterter Sportler. Er liebte das Skifahren, dass er über 76 Jahre begeistert praktizierte und war als geprüfter Skilehrer tätig. Noch größer war seine Leidenschaft für den Radsport, wo er im Trikot des RSV Rosenheim in der höchsten Amateurklasse A große Erfolge feierte. So gewann er das damals längste Straßenrennen Bayerns über 225 Kilometer um den Garchinger Industriepreis. Er errang zudem die oberbayerische Meisterschaft und gewann mehrere Radkriterien. Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn übernahm er verschiedene Funktionen im Bayerischen Radsportverband. Er gehörte 26 Jahre dem Vorstand des Radsportbezirks Oberbayern an, davon acht Jahre als Vorsitzender. Der Verband, für den er auch als Bahnradsport-Fachwart fungierte, ernannte ihn zum Ehrenvorsitzenden. Aufgrund seiner großen Verdienste für den Radsport wurde er auch zum Ehrenmitglied des Bayerischen Radsportverbandes ernannt und in die Bundesehrengilde des Deutschen Radsportverbandes aufgenommen. Ludwig Dengler besaß seit 1970 zudem eine Kommissär-Lizenz und war in dieser Funktion als Kampfrichter im Einsatz – unter anderem bei zwölf deutschen Meisterschaften, Deutschland-Cups, bayerischen Meisterschaften und auch bei der Bruckmühler Radsportnacht.

Bei den Olympische Spielen 1972 war er Kampfrichter und hat auch die Olympische Fackel getragen. Ferner war er im Kampfgericht bei internationalen Profirennen eingesetzt. Er brachte auch die Bayern-Rundfahrt nach Bad Aibling.

Bis vier Wochen vor seinem Tod stieg Ludwig Dengler noch regelmäßig auf sein geliebtes Rad. Neben dem Sport war die Familie seine große Liebe. Vor drei Jahren feierte er mit seiner Frau Anke Dengler-von Feilitzsch die Goldene Hochzeit. Mit ihr trauern im „Dreigenerationenhaus“ in der Eichenstraße die Söhne Wolfgang und Alexander, Schwiegertochter Michaela und die Enkelinnen Nina und Laura. (bjn)

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