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In Warteschleife

Lichtspielhaus in Bad Aibling: Baustart verzögert sich

Am Mühlbach werden 22 Wohnungen sowie ein Penthouse entstehen.
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Am Mühlbach werden 22 Wohnungen sowie ein Penthouse entstehen.
  • Eva Lagler
    VonEva Lagler
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Die Stadt hat bereits zugestimmt, dennoch ist man beim Bad Aiblinger „Lichtspielhaus“ in Verzug: Der Baustart lässt weiter auf sich warten.

Bad Aibling – Der Baustart des Großprojektes im Herzen von Bad Aibling verzögert sich. Die Vorhaben „Lichtspielhaus“ und „Wohnen am Mühlbach“ hängen aktuell noch in der letzten Runde der Warteschleife beim Landratsamt, während die Bauherren „Werndl und Partner“ bereits in den Startlöchern stehen. Circa drei Monate sei man bisher in Verzug geraten – zunächst aufgrund diverser Detailplanungen für Verträge bezüglich der Dienstbarkeiten mit der Stadt Bad Aibling und der Sparkasse (Tiefgarage & Co). Doch danach sei der Bauantrag seitens des Bauausschusses mit breiter Mehrheit genehmigt worden. Im Landratsamt erfolge nun die Detailprüfung.

Auf Nachfrage teilte Michael Fischer, Sprecher des Landratsamtes, mit, dass der eingereichte Bauantrag unvollständig sei. Die fehlenden Unterlagen müssten bis zum 21. Juni nachgereicht werden. Laut „Werndl und Partner“ handelt es sich hierbei jedoch um einen normalen Vorgang, man werde alles fristgerecht nachliefern.

Abbruch soll im August starten

Für Juli, spätestens August, hofft Florian Eisner, Geschäftsführer von „Werndl und Partner“, nun auf die Genehmigung auch von dieser Seite, sodass möglichst noch im August mit den Abbrucharbeiten im Bereich Marienplatz/Kirchzeile begonnen werden kann. Daran hänge im Moment alles. Der Baubeginn ist noch im November dieses Jahres vorgesehen.

Dass die Lage durch die Materialknappheit auf dem Markt nicht gerade besser wird, macht den Bauherren zusätzlich zu schaffen. „Klar kämpfen auch wir an allen Ecken und Enden mit der Verfügbarkeit“, so Eisner. Die massiv steigenden Preise hätten auch zur Entscheidung geführt, das Lichtspielhaus zunächst nicht – wie eigentlich geplant – zu verkaufen. In der bauwirtschaftlich „schwierigsten Zeit seit der Nachkriegszeit“ sei dies einfach nicht mehr möglich, sodass dieses Vorhaben zurückgestellt und die in dem Komplex geplanten 20 Wohnungen zunächst vermietet werden.

Anders bei dem ebenfalls anlaufenden Projekt „Wohnen am Mühlbach“: Die dort geplanten 22 Wohnungen (plus Penthouse) würde man laut Eisner verkaufen.

Eine große Herausforderung sei die Planung für die unterirdischen Stellplätze gewesen. So werde die bestehende Zufahrt von der Kirchzeile aus zweispurig gebaut. Über sie gelangt man zum einen zu den 32 Stellplätzen, die der Nutzung des Lichtspielhauses zugeordnet sind, und zum anderen zu jenen 85 Plätzen, die für die Wohnbebauung am Mühlbach vorgesehen sind. „Unterirdisch haben wir damit einen Überschuss von elf Stellplätzen gegenüber der erforderlichen Anzahl“, so Eisner. Oberirdisch hingegen würden insgesamt 15 Stellplätze abgelöst. Wenn heuer nun die Bagger anrollen, fällt den Bauherren nach über fünf Jahren ein Stein vom Herzen, wie Eisner bekennt. Seit dem beschlossenen Realisierungswettbewerb für den Lichtspielhaus-Komplex Anfang 2017 hatte das Projekt bekanntermaßen für jede Menge Turbulenzen gesorgt.

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Dadurch, dass während dieser Zeit (Diskussion um Wettbewerbsergebnis, Bürgerentscheid, Höhendebatten et cetera) und auf der Suche nach Kompromissen die Pläne noch genauer unter die Lupe genommen worden seien, sei das Projekt noch einmal verbessert worden, ist Bürgermeister Stephan Schlier überzeugt. Nun freue er sich sehr, wenn es losgeht. „Auch wenn es während der dreijährigen Bauzeit zu Einschränkungen im Zentrum kommen wird, bin ich überzeugt, dass die Innenstadt durch beide Projekte eine Aufwertung erfahren wird.“ Auch Eisner betont: „Nach all der Zeit freue ich mich umso mehr, dass nun alles einvernehmlich gelöst werden und wir einen breiten Kompromiss erzielen konnten, den alle Beteiligten mittragen.“

„Kompromiss gelungen“

Dass der Kompromiss gelungen sei, sieht Bürgermeister Schlier auch in der Tatsache, dass zuletzt, als der Stadtrat den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan „Kirchzeile West“ gefasst habe, kein einziger Einwand seitens der Öffentlichkeit mehr eingegangen sei. Für alle, die sich fragen, wie es mit der Gastronomie am Marienplatz an der Stelle des „Sebastiani“ weitergeht: Den Plänen zufolge wird das dort neu entstehende Lokal „Flötzinger am Platz“ inklusive Außengastronomie der alten Tradition dieses Ortes folgen und soll zugleich das Gebäudeensemble sowie dessen Wohn- und Arbeitskonzept bereichern. 

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