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INTERVIEW MIT PATRICK GALLENMÜLLER

Bad Aibling: Letzter Hoffnungsfunke trotz Echelon-Absage?

Wann es wieder ein Echelon in der Form, in der man es kennt, geben kann, vermag im Moment noch niemand zu sagen. Doch die Veranstalter planen weiter. Je nach Entwicklung der Lage denkt man auch über eine Veranstaltung in kleinerem Rahmen in diesem Jahr nach. „Eine valide Aussage zu treffen, wie diese aussehen kann, ist allerdings momentan nicht möglich“, so Hauptveranstalter Patrick Gallenmüller.
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Wann es wieder ein Echelon in der Form, in der man es kennt, geben kann, vermag im Moment noch niemand zu sagen. Doch die Veranstalter planen weiter. Je nach Entwicklung der Lage denkt man auch über eine Veranstaltung in kleinerem Rahmen in diesem Jahr nach. „Eine valide Aussage zu treffen, wie diese aussehen kann, ist allerdings momentan nicht möglich“, so Hauptveranstalter Patrick Gallenmüller.
  • Eva Lagler
    vonEva Lagler
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Seit wenigen Tagen steht fest, dass das Echelon Festival Mitte August auch im Jahr 2021 nicht stattfinden kann. Nicht völlig vom Tisch ist aber, wie die OVB-Heimatzeitungen erfuhren, eventuell eine Elektromusik-Veranstaltung in deutlich kleinerem Rahmen.

Bad Aibling – Diese Überlegungen stehen aufgrund der großen Planungsunsicherheit allerdings auf sehr tönernen Füßen. Über allem schwebt für Hauptveranstalter Patrick Gallenmüller dieselbe Frage, die sich die gesamte Brachen im Moment stellt: Geht überhaupt noch was im Sommer und wenn ja, in welchem Rahmen und unter welchen Umständen?

Herr Gallenmüller, welches waren letztlich in der anhaltenden Pandemie die ausschlaggebenden Gründe für die Absage des Echelon 2021?

Patrick Gallenmüller: Der hauptsächliche Grund ist schlichtweg die Unsicherheit. Es ist schwer vorstellbar, dass sich im August eine Großveranstaltung wie das Echelon Festival – welches an drei Tagen hätte stattfinden sollen – ohne größere Einschränkungen umsetzen lässt. Ab einem gewissen Punkt wird das Risiko zu groß, die Planungskosten steigen, die realistischen Chancen für einen halbwegs normalen Spielbetrieb wiederum schwinden. Viele andere Festivals haben den Sommer 2021 längst abgesagt, wir hatten bis zuletzt gehofft und geplant. Es gibt momentan für eine solche Großveranstaltung mit Camping und Co. in diesem Sommer noch viel zu viele Fragezeichen.

Patrick Gallenmüller

Auch wenn man damit rechnen konnte, dass Veranstaltungen dieser Größenordnung heuer noch nicht wieder möglich sein würden, wie sehr schmerzt diese Absage?

Gallenmüller:Sehr. Aber nicht nur uns, sondern auch unsere Fans und Gäste, sowie auch sämtliche Dienstleister, wie Techniker, Zeltbauer, Securities und natürlich Künstler. Im Grunde ist eine ganze Branche seit 14 Monaten mit Berufsverbot lahmgelegt. Bis zum Sommer werden es dann schon rund eineinhalb Jahre sein. Ich hoffe nicht, dass wir die ,2‘ sehen werden, aber ausschließen kann das wohl aktuell niemand.

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Sie denken über eine Veranstaltung in kleinerer Form nach. Wie würde diese – gesetzt den Fall, die Entwicklung der kommenden Wochen lässt es zu – aussehen?

Gallenmüller:Wir beobachten weiter laufend die Lage, planen dahingehend allerdings vorerst nur im internen Rahmen. Sobald sich das Infektionsgeschehen legt, prüfen wir in Abstimmung mit den Sicherheitsbehörden eine konkrete Umsetzung einer „pandemiegerechten“ Veranstaltung. Eine valide Aussage zu treffen, wie diese aussehen kann, ist momentan nicht möglich. Wir sind abhängig von den Vorgaben der Politik und dem allgemeinen Infektionsgeschehen, sowie wohl auch Impffortschritten. Hier sprechen wir aber – wenn möglich – definitiv von einer deutlich kleineren Veranstaltung.

Wie können Sie trotz der Unsicherheiten planen?

Gallenmüller: Es lässt sich für 2021 im Grunde noch nichts vernünftig planen, aber irgendwie soll und muss es ja auch weitergehen. Die eigentliche Frage, die sich jetzt für viele stellt, ist: Geht überhaupt noch was im Sommer und wenn ja, in welchem Rahmen und unter welchen Umständen? Bleiben uns AHA-Regeln weiter erhalten trotz Immunisierung? Und dann gibt es natürlich noch die Angst und Sorge vor Mutationen. Mittlerweile ist leider auch sehr unsicher, ob sich insbesondere im Herbst und ebenso im Winter reibungslos Indoor- Konzerte veranstalten lassen, wie man sie aus früheren Jahren kennt. Trotz Impffortschritten. Konkrete Antworten gibt es hierzu noch keine auf politischer Ebene. Wir müssen abwarten.

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Wo läge die Deadline, bis zu der Sie definitiv hopp oder topp sagen können?

Gallenmüller:Wir stehen im engen Dialog mit allen Gewerken, es gibt aktuell keine feste Deadline. Wir bewerten die Situation wöchentlich neu.

Wie kann man in dieser Kurzfristigkeit überhaupt mit Künstlern planen?

Gallenmüller:Die Künstler haben natürlich das selbe Problem wie alle: Keiner weiß, wann es wieder losgeht. Gut möglich, dass sich ein paar Künstler ins Ausland orientieren, sofern dort durch Impffortschritte früher Veranstaltungen möglich sind. In Liverpool gab es zum Beispiel letztes Wochenende eine Veranstaltung mitSven Väthvor 3000 Gästen ohne AHA-Regeln und Testkonzept. Ebenso habe ich ähnliches aus Holland und Spanien verfolgt. Sowas zu sehen motiviert. Ich wünsche mir auch in Deutschland mehr Mut für durchdachte und sichere Konzepte, allerdings glaube ich daran nicht mehr bis zum Sommer.

Was denken Sie bezüglich der „Planungssicherheit“, wenn Sie auf 2022 blicken?

Gallenmüller:Hätte man mich heute vor einem Jahr gefragt, ob das große Echelon 2021 auch abgesagt werden wird, hätte ich Haus und Hof verwettet, dass nicht. Trotzdem, nächstes Jahr sind wir definitiv wieder da, komme was wolle.

Was planen Sie für das Echelon 2022 – gibt es schon Highlights, auf die sich die Fans bereits jetzt freuen können?

Gallenmüller:Wir setzen uns damit schon auseinander. Ein paar Publikumslieblinge haben ihr Kommen bereits zugesagt, dazu aber dann mehr in den nächsten Wochen und Monaten. Und ganz besonders freuen wir uns natürlich auf unseren dritten Festivaltag, den Sonntag.

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