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Zwei Bruten mit fünf geschlüpften Küken

Vom Aussterben bedroht: Wie zwei Landwirte Kiebitze im Willinger Weitmoos schützen

Für die Mithilfe beim Kiebitzschutz im Willinger Weitmoos in Bad Aibling wurden zwei Landwirte geehrt. Das Foto zeigt: (von links) Kiebitzbetreuerin Steffi Niggl, Margit Böhm von der unteren Naturschutzbehörde, Bad Aiblings Bürgermeister Stephan Schlier und Landwirt Peter Wierl. Auf dem Foto fehlt der Landwirt Johann Maurer.
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Für die Mithilfe beim Kiebitzschutz im Willinger Weitmoos in Bad Aibling wurden zwei Landwirte geehrt. Das Foto zeigt: (von links) Kiebitzbetreuerin Steffi Niggl, Margit Böhm von der unteren Naturschutzbehörde, Bad Aiblings Bürgermeister Stephan Schlier und Landwirt Peter Wierl. Auf dem Foto fehlt der Landwirt Johann Maurer.

Im Bereich von Bad Aibling gibt es nur noch ein Kiebitzvorkommen, welches im Willinger Weitmoos liegt. Landwirte schützen dort in enger Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde die im Alpenvorland vom Aussterben bedrohten Vögel auf ihren Äckern.

Bad Aibling – Bad Aiblings Bürgermeister Stephan Schlier sowie Margit Böhm und Steffi Niggl von der Unteren Naturschutzbehörde bedankten sich dafür bei den beiden Landwirten Peter Wierl und Johann Maurer. Beide erhielten Gutscheine, die je zur Hälfte die Stadt Bad Aibling und das Landratsamt Rosenheim finanzierte. Kiebitzbetreuerin Niggl berichtete, dass mehrere Landwirte im vergangenen Jahr bei der Bewirtschaftung ihrer Äcker große Rücksicht auf die Vögel nahmen. Dadurch gab es zwei erfolgreiche Kiebitzbruten in dem Moor mit fünf geschlüpften Küken, von denen drei nach etwa fünf Wochen flügge wurden.

Weitere Artikel und Nachrichten aus Bad Aibling, Bad Feilnbach, Bruckmühl, Feldkirchen-Westerham und Tuntenhausen finden Sie hier.

Böhm erklärte, dass zusätzlich zum Schutz der Gelege die Verbesserung der Lebensräume sehr wichtig für das Überleben der Vögel ist: „Die Küken brauchen in der Zeit, in der sie noch nicht fliegen können, Deckung in blühenden Säumen und Nassstellen mit feuchten Mulden, um als Nestflüchter gleich nach dem Schlupf auch in Trockenzeiten nicht zu verhungern.“ Ideal für die Kiebitze ist es, wenn Flächen von Mitte März bis Ende Juli nicht bewirtschaftet werden. Das bestätigte ein Forschungsprojekt des Bundesumweltministeriums. Alle Beteiligten wünschten sich, dass die beiden Vogelpaare auch dieses Jahr wieder erfolgreich brüten und die Population der Kiebitze im Willinger Weitmoos dadurch erhalten wird.

Stadt Bad Aibling stellt Hiweisschilder auf

Unterstützend wird die Stadt Bad Aibling Schilder aufstellen, auf denen die Erholungssuchenden gebeten werden, die Tiere nicht zu stören, indem sie auf den Wegen bleiben und die Hunde an der Leine führen. Die Kiebitze waren in dem landschaftlichen Kleinod bis vor kurzem mit ihren beeindruckenden Balzflügen ein vertrauter Anblick. Heute ist dieser Feldvogel ein seltener Gast geworden. Bad Aibling ist an das Bayern-Netz-Natur-Projekt „Netzwerke für den Kiebitz“ angeschlossen, das von der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Rosenheim geleitet wird. Voraussetzung für den Erfolg 2021 war die gute Zusammenarbeit mit den Landwirten und der Stadt Bad Aibling. Im Landratsamt organisiert Böhm die Schutzmaßnahmen für die Kiebitze und gibt Auskunft über die Möglichkeiten einer staatlichen Förderung. Wer Flächen mit wichtigen Kleinstrukturen als Überlebenshilfe für die Bodenbrüter anbieten will, kann sich unter Telefon 08031/3923301 melden.

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