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Jims Bergwerk

Am Kellerberg droht der Abriss: Neue Bleibe für die Bad Aiblinger Jugendinitiative Jimmies?

Seit zehn Jahren ist die Jugendinitiative Jims Bergwerk in dem Gebäude an der Rosenheimer Straße. Jetzt haben die Jugendlichen in der Bürgerversammlung daraufhin gewiesen, dass sie einen Ersatz benötigen, falls auf der Grund bebaut werden soll.
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Seit zehn Jahren ist die Jugendinitiative Jims Bergwerk in dem Gebäude an der Rosenheimer Straße. Jetzt haben die Jugendlichen in der Bürgerversammlung darauf hingewiesen, dass sie einen Ersatz benötigen, falls auf dem Grund bebaut werden soll.
  • Ines Weinzierl
    VonInes Weinzierl
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Die CSU-Stadtratsfraktion in Bad Aibling will prüfen lassen, ob die Jugendinitiative ins Bahnhofsgebäude ziehen kann. Denn die Jugendlichen erklärten auf der Bürgerversammlung, dass sie einen Ersatz für das Gebäude am Kellerberg benötigen – falls dieses abgerissen wird.

Bad Aibling – Rückt eine neue Bleibe für die Jimmies in greifbare Nähe? In der jüngsten Bürgerversammlung hat sich Regina Gareis (19), die sich ehrenamtlich bei der Jugendinitiative Mangfalltal engagiert und seit September stellvertretende Vorsitzende ist, gemeldet und stellvertretend für die Initiative darauf hingewiesen, „dass es einen Ersatz geben muss, wenn das Bergwerk an der Rosenheimer Straße abgerissen wird“.

„Stadt muss uns unterstützen“

Ihre Forderung: „Die Stadt muss uns unterstützen, dass wir einen Ersatz für das Gebäude bekommen.“ Schließlich sei es wichtig, dass es die Initiative weiterhin gibt. Daraufhin erntete sie von den anderen Jugendlichen, die auch zur Bürgerversammlung gekommen waren, Applaus.

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Rathauschef Stephan Schlier (CSU) erklärte daraufhin in Richtung der Jugendlichen, dass „das Grundstück derzeit nicht bebaut werden soll“. Obendrein erläuterte er weiter, dass „die Initiative dann explizit in einem anderen Gebäude unterkommen soll“, so der Rathauschef, der die Arbeit der Jugendinitiative Mangfalltal lobte. „Wir werden einen adäquaten Ersatz finden.“

Antrag im Hauptausschuss gestellt

Wenige Tage später fand die Sitzung des Hauptausschusses im Rathaus statt. An diesem Abend reichte Markus Stigloher (CSU) einen Antrag von der CSU-Stadtratsfraktion ein: „Die Stadt möge prüfen ob das Bahnhofsgebäude, ganz oder in Teilen, für die Jugendarbeit der Jugendinitiave Mangfalltal Jims Bergwerk geeignet ist.“

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Die Begründung lautet: „Die Jugendinitiative steht mittelfristig vor dem Problem, dass das Gebäude ,Bergwerk‘ abgerissen wird“, heißt es in dem Antrag, der der Redaktion vorliegt. Die Jugendinitiative benötige zukünftig eine Bleibe für ihre Aktivitäten und eine Perspektive für die Fortführung ihrer Vereinsarbeit. „Der Bahnhof würde sich aufgrund seiner Erschließung, seiner Nähe zur Innenstadt und seiner bestehenden emissionsrechtlichen Situation dafür eignen“, heißt es weiter. Rathauschef Schlier sagte in der Sitzung des Hauptausschusses: „Das schauen wir uns an.“

Initiative begrüßt vorgeschlagenen Standort

Die 19-jährige Regina Gareis findet den vorgeschlagenen Standort am Bahnhof „sehr gut“, sagt sie auf Anfrage. Alleine schon wegen der Verkehrsanbindung. Denn das Ziel des neuen Vorstandes der Initiative, der Anfang September gewählt wurde, „ist es, dass wir eine neue Bleibe finden. Müssen wir aus dem Bergwerk raus, findet sich nicht innerhalb weniger Woche etwas neues“, sagt sie.

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Monatlich finden im Bergwerk etwa zwei bis drei Veranstaltungen statt. Dazu zählen Konzerte, Diskussionsrunden sowie ein Secondhand-Markt, den der neue Vorstand für November plant.

Über 30 Jahre Selbstverwaltung

1990 hat sich die Jugendinitiative Mangfalltal (JIM) gegründet, die sich selbst ehrenamtlich verwaltet. Sie hat das Südost-Rockfestival (bis 2016) und als Nachfolge-Veranstaltung 2017 das Indiebase-Festival ins Leben gerufen. Von 1993 bis 2009 war ihr Domizil im „Stellwerk“ am Bahnhof. 2011 wurde der Jugendtreff in das „Bergwerk“ am Kellerberg verlegt. Somit haben sie dort seit genau zehn Jahren ihre Bleibe.

Zu den JIM-Aktionen zählen unter anderem das Benefiz-Konzert „Rockin‘ Xmas“, Partys, Grillfeste, Leseabende und die Beteiligung am Aiblinger Bürgerfest. Für die JIM seien außerdem Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit von großer Bedeutung.

Vor rund zwei Jahren erklärte Rudi Gebhart (ÜWG) in einer Stadtratssitzung: „Der Stadtrat wird sich immer hinter die Initiative stellen.“

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