Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Fest für Menschen mit und ohne Behinderung

Inklusion als großes Thema: Programm fürs „Zamma“-Festival in Bad Aibling vorgestellt

Bezirkstagspräsident Josef Mederer (Mitte), „eingerahmt“ von Bürgermeister Stephan Schlier (links) und Festivalleiter Matthias Riedel-Rüppel, sprach über das bevorstehende Zamma-Festival.
+
Bezirkstagspräsident Josef Mederer (Mitte), „eingerahmt“ von Bürgermeister Stephan Schlier (links) und Festivalleiter Matthias Riedel-Rüppel, sprach über das bevorstehende Zamma-Festival.
  • VonJohann Baumann
    schließen

Das Festival wird vom Bezirk Oberbayern zusammen mit der Stadt Bad Aibling unter dem Motto „inklusiv, vernetzt, innovativ, nachhaltig“ vom 2. bis zum 9. Juli veranstaltet. Nun wurden Einzelheiten zum Programmablauf veröffentlicht. Worum es den Veranstaltern des inklusiven Festivals vor allem geht.

Bad Aibling – Das Zamma-Festival steht vor der Tür und nun steht auch das Programm fest. Das Festival wird vom Bezirk Oberbayern zusammen mit der Stadt Bad Aibling unter dem Motto „inklusiv, vernetzt, innovativ, nachhaltig“ vom 2. bis zum 9. Juli veranstaltet. Bei einer Pressekonferenz im „Haus des Gastes“ wurde das umfangreiche und bunte Programm nun erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

„Stadtführung in leichter Sprache“

„Wir wollen Ihnen heute den nächsten medialen Zamma-Auftritt präsentieren“, erklärte Kurdirektor Thomas Jahn eingangs. Mit Blick auf das Zamma-Motto betonte Bezirkstags-Präsident Josef Mederer: „Inklusion ist ein großes Thema, nicht nur im Sozialen. In der Kultur kann man Inklusion schon lange verfolgen.“ Bei Zamma könne jeder mitmachen – „aktiv oder passiv“. Er erwähnte einige Programmpunkte wie die „Stadtführung in leichter Sprache“, „Poetry Slam“ und das „Gauklermärchen“, aber auch den Sommerabend mit hausgemachter Musik im „ZeMuLi“ in Bruckmühl und hob zudem hervor, dass sich auch die Caritas-Wendelsteinwerkstätten mit einbringen.

Für Bürgermeister Stephan Schlier ist wichtig, dass nach der Pandemie die Menschen wieder zusammenkommen. „Mit Zamma ist der kulturelle Notstand vorbei“, konstatierte er. Er wies auf die Ausstellungshalle als zentralen Festivalort hin, aber auch auf die Kulturbühne in der Rosenheimer Straße.

Gleich 21 Veranstaltungen am Eröffnungstag

„Am Eröffnungstag finden gleich 21 Veranstaltungen statt, darunter das Bamap-Konzert, der Zirkus und die Stadtrallye“, kündigte er an. Festivalleiter Matthias Riedel-Rüppel berichtete außerdem: „Im Zamma-Studio wird an sechs Abenden über verschiedene Themen diskutiert, die via Live-Stream auf YouTube und auf der Zamma-Facebook-Seite auch zu Hause verfolgt werden können.“

Von der Moderatorin Kerstin Schwabe (Bezirk Oberbayern, Bereich Kommunikation ) auf das Thema „Gastronomie“ angesprochen, verriet Thomas Jahn: „Das war die größte Herausforderung.“ Direkt an der Ausstellungshalle gebe es „ein gastronomisches Angebot in großer Breite“, darunter Kaffee- und Kuchen von der Landfrauen-Vereinigung, Stände der örtlichen Wirte und mehrere Foodtrucks mit unterschiedlichen Angeboten.

„Zamma soll nicht mit einer Aktion vorbei sei“

„Selbstverständlich lädt auch die Gastronomie in der Stadt die Besucher ein, wie am Marienplatz oder am Kurhaus“, versicherte er und fügte augenzwinkernd an: „Niemand muss hungern oder dursten.“ Zum Schwerpunktthema Nachhaltigkeit äußerte der Bezirkstagpräsident: „Zamma soll nicht mit einer Aktion vorbei sein. Wir setzen damit gemeinsam ein Bäumchen, das weiter gepflegt werden soll und wir werden in den ersten Jahren Geld dazu geben.“ In diesem Zusammenhang nannte er aktuelle Veranstaltungsformate, die in früheren Zamma-Orten wie Traunstein, Eichstätt, Haar und Garmisch-Partenkirchen entstanden seien.

Am Ende der Pressekonferenz fragte die Moderatorin nach persönlich favorisierten Veranstaltungen. „Mein Herz schlägt für Menschen mit Behinderung“, bekannte Josef Mederer und fügte hinzu: „Die Wendelsteinwerkstätten zeigen, wie kreativ Menschen trotz körperlicher und geistiger Einschränkungen sein können.“ Stephan Schlier stellte den „Bayerischen Familientag“ heraus, bei dem sowohl die beiden Aiblinger Trachtenvereine beim Platteln „gemeinsame Sache machen“, wie auch die beiden Musikkapellen Dreder und Willinger Musi, die als „Drillinger Musi“ zusammen musizieren.

„Inhalte wichtiger als Besucherzahlen“

Das Stadtoberhaupt sprach abschließend allen Ehrenamtlichen der am Fest beteiligten Gruppen, Institutionen, Organisationen und Vereinen seinen Dank für ihr Engagement aus. Anschließend beantworteten die Zamma-Protagonisten noch Fragen der Medienvertreter, etwa nach der erwarteten Gesamtbesucherzahl. „Die Inhalte des Festivals sind wichtiger als die Besucherzahl“, lautete hierzu die Antwort des Bezirkstagspräsidenten.

Die Gesamtkosten erläuterte Festivalleiter Matthias Riedel-Rüppel wie folgt: „Der Bezirk trägt 75 000 Euro, die Stadt Bad Aibling 65 000 Euro und der Bezirksjugendring 20 000 Euro.“ Außerdem werde man von zahlreichen Sponsoren unterstützt, so der Projektleiter, der die Gesamtkosten auf rund 200 000 Euro beziffert. Klar ist: die Bewohner der Kurstadt und der gesamten Region können sich auf ein Fest mit einer außerordentlich vielfältigen Programmpalette freuen.

Mehr zum Thema

Kommentare