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„Das ganze Schulhaus wird auf links gedreht“

„Da entsteht etwas Riesiges“ – Wie Aiblinger Realschüler trotz Baustelle unterrichtet werden

Der Ausschuss für Schule und Sport hat die Baustelle an der Realschule Bad Aibling besichtigt.
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Der Ausschuss für Schule und Sport hat die Baustelle an der Realschule Bad Aibling besichtigt.
  • Nicolas Bettinger
    VonNicolas Bettinger
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Die Umbaumaßnahmen an der Realschule Bad Aibling gehen voran. Das betonte nicht zuletzt Landrat Otto Lederer bei einer Vor-Ort-Besichtigung. Doch wie klappt eigentlich der Unterricht parallel zum Baustellenlärm? Bürgermeister Schlier und Schulleiter Wabner sprechen über die aktuelle Situation.

Bad Aibling – „Bad Aibling“, sagt Bürgermeister Stephan Schlier, „versteht sich als Schulstadt, zu der die Wilhelm-Leibl-Realschule fest dazugehört“.

Rund 40 Prozent der abgehenden Grundschüler entscheiden sich demnach für diese weiterführende Schule. Und genau dort passiert derzeit einiges.

„Als Bürgermeister Bad Aiblings aber auch als Mitglied des Kreistags und des Schulausschusses begrüße ich es sehr, dass der Landkreis Rosenheim nach den hohen Investitionen in unsere Berufsschule nun auch die Realschule saniert und ausbaut.“

Ein Bild vom aktuellen Baufortschritt an der Realschule Bad Aibling konnten sich nun die Mitglieder des Ausschusses für Schule und Sport zusammen mit Landrat Otto Lederer machen. Dabei gaben sowohl Gerhard Kippes, Abteilungsleiter Hoch- und Tiefbau, Immobilienmanagement und Kreislaufwirtschaft im Landratsamt Rosenheim, als auch Matthias Wabner, Leiter der Realschule Bad Aibling, einen Einblick.

Größte Maßnahme betrifft den Innenhof

Die Schule in Bad Aibling wird umfassend saniert und umgebaut. Die größte Maßnahme betrifft den derzeit offenen Innenhof. Dort entsteht ein quadratisches Gebäude, das künftig nicht nur überdacht, sondern auch vollständig unterkellert ist. „Diese Lösung bietet so viel mehr Platz, sodass nun auch eine Aula entstehen kann, die es vorher an dieser Schule überhaupt nicht geben konnte“, erläutert Landrat Otto Lederer.

Das Hauptziel der Bauarbeiten ist eine geordnete und systematische Aufteilung, die genügend Platz für Schüler, Lehrkräfte, Verwaltung und alle notwendigen Klassenräume bietet.

Die künftige Aula soll Platz für bis zu 400 Personen bieten und kann so auch als Veranstaltungsort genutzt werden. Neben der Aula werden im Erdgeschoss auch die Verwaltung und das Lehrerzimmer zu finden sein. Mit Blick auf die Barrierefreiheit sind im ersten Obergeschoss neue Fachräume für Physik, Chemie und Biologie geplant. Im Unterschoss entstehen Räume für die offene Ganztagsschule, eine Lehrküche mit Speiseraum sowie Technik- und Lagerräume.

„Dieser Schritt war notwendig“, betont Bürgermeister Schlier gegenüber den OVB-Heimatzeitungen. Die Schullandschaft im Landkreis stehe außerordentlich gut da, was alles andere als eine Selbstverständlichkeit sei. Die Bad Aiblinger Realschüler werden die Aufwertung deutlich spüren, und zwar nicht nur im Unterricht sondern auch in Pausen und bei Aufführungen, so Schlier.

„Im wahrsten Sinne des Wortes zusammengerückt“

Wie das Landratsamt mitteilt, gehen die gestiegenen Rohstoffpreise auch an diesem Bauprojekt nicht vorüber.

Alleine die Preise für Beton schwankten enorm. Nach derzeitigem Stand sei davon auszugehen, dass die Kostenkalkulation von rund zwölf Millionen Euro nicht eingehalten werden kann. Die Bauarbeiten sollen bis Ende 2023 abgeschlossen sein.

Doch bis dahin ist noch viel Zeit und es stellt sich die Frage, wie der Unterricht derzeit eigentlich parallel zur Baustelle funktionieren kann?

Auf OVB-Anfrage betonte Schulleiter Matthias Wabner, dass man mit großer Vorfreude auf den Baufortschritt blicke. „Viele können die Baustelle von außen wahrnehmen und natürlich hört man sie auch teilweise.“ Aber: „Die Baufirma orientiert sich wirklich sehr stark an unseren Bedürfnissen. Wenn es mal zu laut wird, dann rufen wir einfach schnell rüber, das ist kein Problem“, so Wabner.

Dennoch bringen die Baumaßnahmen auch Herausforderungen mit sich. Laut Wabner sei man „im wahrsten Sinne des Wortes zusammengerückt“. Jede verbleibende Nische werde räumlich ausgenutzt, da es „natürlich etwas eng geworden ist“, so der Schulleiter. Er selbst etwa sei in eine Nische auf dem Schulgang ausgewichen.

„Natürlich müssen wir etwas improvisieren“

„Natürlich müssen wir hier etwas improvisieren“, gibt Wabner zu. Man nehme deshalb auch zusätzlich Platz in den Containerräumen des Gymnasiums in Anspruch. Da die Bauarbeiten noch eine Weile andauern, müsste man sich immer wieder klar machen, welch tolles Ergebnis man im Endeffekt bekomme. „Da entsteht schon etwas Riesiges“, betont er, wohlwissend, dass ursprünglich nur saniert werden sollte. „Was der Kreistag auf den Weg gebracht hat, ist schon toll.“

Die Maßnahmen seien „wirklich fundamental, das ganze Schulhaus wird auf links gedreht“.

Alleine durch die Aula könne man künftig alle Schüler gemeinsam versammeln, was zuvor nicht möglich war. Derzeit befinde man sich im Bauabschnitt C. Wenn dieser abgeschlossen ist, „verfügen wir über Räume für die Verwaltung, Lehrerzimmer, Multifunktionsraum, Aula, Naturwissenschaftsräume, da verändert sich wahnsinnig viel“. so Wabner.

Die Stahlkonstruktion, die das spätere Dach über der Aula trägt.

Anschließend soll es nahtlos mit Bauabschnitt D weitergehen, wobei ein eigener Gebäudeteil für den Zweig Kunst entstehen soll. „Wir gehen davon aus, dass der Bauabschnitt C bis Ende 2023, vielleicht auch Anfang 2024 enden soll.“ Man wolle nämlich unbedingt vermeiden, in den Sommerferien Stühle zu schleppen.

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