Neue Satzung kommt

Auch für TuS-Sportler in Bad Aibling war 2020 wegen Corona ein karges Jahr

Als gemeinsamer Sport trotz Corona wenigstens im Freien möglich war: Zumba mit dem TuS Bad Aibling auf dem Parkhausdach an der Therme.
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Als gemeinsamer Sport trotz Corona wenigstens im Freien möglich war: Zumba mit dem TuS Bad Aibling auf dem Parkhausdach an der Therme.

Trotz Pandemie geht der TuS Bad Aibling hoffnungsvoll ins neue Jahr. Allerdings lässt sich durch die coronabedingten Einschränkungen aktuell kaum etwas über sportliche Aktivitäten und Erfolge berichten.

Bad Aibling – Die für Oktober geplante Mitgliederversammlung des TuS Bad Aibling musste nach Rücksprache mit dem BLSV abgesagt werden. Eine Neuansetzung in der ersten Hälfte des Jahres 2021 ist nun nach Worten des Vorsitzenden Alexander Westphal das Ziel: „Schließlich werden mit der geplanten Satzungsneufestsetzung, der Wahl des Vorstands und gegebenenfalls auch der Wahl eines Ältestenrates wichtige Themen zu behandeln sein.“

Satzungsentwurf überarbeitet

Der Ende 2019 neu gewählte Vorstand mit Westphal als ersten Vorsitzenden Westphal, der zweiten Vorsitzenden Karin Kunze und – der mittlerweile wieder zurückgetretenen – Kassiererin Maria Hanika hat im vergangenen Jahr ein umfangreiches Themenportfolio abgearbeitet. Mit Hilfe des in den Vorstand berufenen Leiters der Jedermannsport-Abteilung, Klaus Peter Blume, wurde auf Grundlage der Mustersatzung des BLSV ein überarbeiteter Satzungsentwurf erstellt.

Ältestenrat für den Verein?

Neben der Schärfung einiger Formulierungen ist ein Kernelement hierbei die geplante Einführung eines Ältestenrats. Er soll im Wesentlichen in vereinsinternen Streitfällen vermitteln. Ebenso wurde auf die Wünsche einiger Abteilungen auf die Änderung des Abteilungswahlrechts eingegangen und sichergestellt, dass die wichtigsten Vereinsordnungen auf dem neuesten Stand sind.

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Breiten Raum in den über 15 Vorstandssitzungen nahm auch das Thema „Finanzen“ ein. Es galt, den frühen Rücktritt von Maria Hanika zu verkraften (das Kassier-Amt wird derzeit kommissarisch durch Karin Kunze besetzt), ein passendes neues Steuerbüro auszuwählen und einzuarbeiten sowie einzelne Sonderausgaben im Budget des Hauptvereins abzubilden. Darüber hinaus musste die Prüfung der Kasse 2019 begleitet werden, die inzwischen erfolgreich abgeschlossen ist. Für 2021 muss aufgrund der coronabedingt sinkenden Mitgliederzahl mit etwas weniger Einnahmen gerechnet werden. Der Vorstand berücksichtigt dies bei der Planung des Haushalts.

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Ein großer Schritt zu mehr „Kundennähe“ und Unterstützung der Mitglieder, Abteilungsleiter und Interessenten konnte durch die Erweiterung der Öffnungszeiten der Geschäftsstelle gegangen werden. Doris Heigl und Ingrid Kumeth sind nun zweimal pro Woche persönlich erreichbar – und das fast ganzjährig.

Vorfreude auf Training und Wettkämpfe

Auch im Jahr 2021 hat der Vorstand einige wichtige Punkte auf der Themenliste, die es abzuarbeiten gilt. Der größte Wunsch ist es aber natürlich, in 2021 wieder Normalität zu erleben. „Die Vorfreude auf volle Trainingsveranstaltungen, tolle Wettkämpfe in allen Abteilungen, Erfolge der TuS-Athleten und Spaß bei all denen, die Sport „nur“ als liebenswerte Freizeitbeschäftigung betrachten, ist groß“, sagt Westphal.

6 Fragen an den Vorsitzenden Alexander Westphal

Herr Westphal, Ende 2019 hatte die Mehrheit der abstimmenden Mitglieder der Vorstandschaft die Entlastung verweigert. Dies sollte in der ersten Jahreshälfte 2020 nachgeholt werden. Konnte das trotz Corona geschehen?

Alexander Westphal: In der Mitgliederversammlung am 16. Dezember 2019 wurde nur über die Kassenprüfung 2018 berichtet. Eine Entlastung bis Ende 2019 wäre gar nicht möglich gewesen. Mit den ununterbrochenen Corona-Einschränkungen in 2020 und den zu erwartenden über 250 Mitgliedern haben wir keine tragfähige Alternative zu einer Präsenzveranstaltung gesehen und die Mitgliederversammlung 2020 mit Rückhalt unseres Dachverbandes BLSV ausgesetzt.

Inwiefern ist das ein Problem für den Verein und wie geht es in der Angelegenheit weiter?

Alexander Westphal:Die Nichtentlastung ist für den Verein kein Problem. Die Prüfungen der Kassenführung 2018 und 2019 sind ohne Beanstandung abgeschlossen worden. Aus Sicht des neuen Vereinsvorstands gibt es keinen Anlass, dem früheren Vorstand hierzu die Entlastung zu verweigern. Über Umfang und Vorgehensweise einer Entlastung werden aber die Vereinsmitglieder entscheiden.

Die frühere Vorstandschaft wollte sich anwaltlichen Beistand holen, um für die Entlastung zu kämpfen. Gibt es diesbezüglich noch Auseinandersetzungen?

Alexander Westphal: Es gab und gibt keine – schon gar keine anwaltlichen – Auseinandersetzungen zwischen dem früheren Vorstand und dem Verein. Die Motivation der Mitglieder für die damalige Nicht-Entlastung wurde Anfang 2020 im Vereinsausschuss reflektiert. Es ist noch offen, ob eine Behandlung in der nächsten Mitgliederversammlung erforderlich ist.

Konnten die damals noch offenen Fragen zur Kassenlage des Vereins mittlerweile beantwortet werden und wie ist es um diese Kassenlage bestellt?

Alexander Westphal:Natürlich lag am 16. Dezember 2019 noch keine Kassenprüfung für 2019 vor. Damit war aber die Kassenlage des Vereins nicht unklar. Sie ist auch heute solide. Für 2021 gehen wir coronabedingt derzeit von insgesamt geringeren Einnahmen aus.

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Wie sieht es mit den damals noch offen gewesenen Forderungen seitens des TuS aufgrund der OnFire-Insolvenz aus?

Alexander Westphal:Die Ende 2018 angemeldete Insolvenz ist nach unserer Kenntnis derzeit noch nicht abschließend bearbeitet. Inwieweit angemeldete Forderungen des TuS Berücksichtigung finden können, ist somit unklar. Ob der Verein im Zusammenhang mit dem Pachtvertrag 2018/2019 noch Ansprüche geltend machen kann, wird aktuell vom Rechtsservice unseres Dachverbandes BLSV geprüft. Wir haben um Beantwortung konkreter Fragen zur Rechtssituation gebeten. Eine Antwort steht noch aus.

Wie geht es der Sparte Basketball heute, wo steht man im sportlichen Ranking?

Alexander Westphal:Finanziell ist die Abteilung solide aufgestellt mit guten Perspektiven in den höchsten nicht-professionellen Ligen und einer sich erfreulich entwickelnden Jugendarbeit.

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