Bad Aibling: Alles rund um den Neubau der St. Georg Schule „Wir investieren in die Zukunft“

Die Grund- und Mittelschule St. Georg ist derzeit in Containern untergebracht allerdings seien diese in Teilbereichen besser ausgestattet als der Bestand, sagte Rathauschef Stephan Schlier.
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Die Grund- und Mittelschule St. Georg ist derzeit in Containern untergebracht allerdings seien diese in Teilbereichen besser ausgestattet als der Bestand, sagte Rathauschef Stephan Schlier.

24 Klassenzimmer, 14 Ausweichräume, ein Mehrzweckraum. Obendrein eine Mensa, eine Bibliothek und eine Turnhalle: Das ist die neue St. Georg Schule in Bad Aibling in Zahlen.

von Ines Weinzierl

Bad Aibling – Einen Programmpunkt nahm der Neubau, der im Sommer 2023 fertig sein soll, bei der Bürgerversammlung ein.

Bürgermeister Stephan Schlier (CSU) sagte eingangs: „Es steht vieles still, aber wir investieren und planen in die Zukunft“, sagte er den rund 60 Besuchern im Bad Aiblinger Kursaal. Die Kosten des Neubaus belaufen sich auf rund 45 Millionen Euro, erklärte Schlier – davon sollen allerdings etwa 24 Millionen gefördert werden.

Baukosten belaufen sich auf 26 Millionen Euro

Ein Blick hinter die Zahl: Die Baukosten der Schule belaufen sich auf etwa 26 Millionen Euro, die Sporthalle kostet etwa 4,5 Millionen Euro, die Baukosten der Außenanlagen nehmen etwa zwei Millionen Euro ein.

Derzeit sind die Schüler und Lehrer der St.-Georg-Schule in Containern untergebracht. Schlier erklärte allerdings, dass der Begriff Container dem Standort nicht gerecht werde. „In Teilbereichen haben die Container einen besseren Standard als der Bestand“, sagte er. Das habe ihm Rektor Wolfgang Baumann mitgeteilt.

Schulhaus in Willing bleibt bestehen

Wichtig war dem Rathauschef im Rahmen des Programmpunktes zu betonen, dass das Schulhaus in Willing bestehen bleibt: Es wird als Zweigstelle der St. Georg Schule geführt und ist eine reine Grundschule, erklärte der Rathauschef. Darüber hinaus berichtete Bürgermeister Schlier, dass die Brandschutzsanierung bereits stattfand.

Digitalisierung ein wichtiger Punkt

Als nächstes soll sukzessive die Ausstattung im Bereich Digitalisierung angegangen werden. „Willing soll gleich ausgestattet sein wie der Neubau, die Luitpold- oder die Hofberg-Schule – dieses Versprechen halten wir“, sagte der Bürgermeister abschließend.

320 Mädchen und Buben der Grund- und Mittelschule St. Georg werden derzeit in Containern unterrichtet. Wie es läuft und ob die Schüler mit der neuen Raumsituation klar kommen, verrät Rektor Wolfgang Baumann im Interview.

Herr Baumann, seit sechs Wochen ist die Schulfamilie in der Containerschule. Wie läuft es?

Wolfgang Baumann: Der Start war gut, viel besser als gedacht.

Merkt man, dass man in Containern ist?

Baumann: Nein, nur daran, dass die Wände magnetisch sind. Jeder Besucher sagt: Das schaut aber gut aus. Was mir wichtig ist zu sagen, dass die Räume sehr hell und freundlich sind. Im Vorfeld hatte man geglaubt, dass es in den Räumen sehr dunkel wäre.

An was muss man sich gewöhnen?

Baumann: Es ist eine Umstellung, da wir in dem alten Gebäude einen Gang hatten von dem die Räume auf nur einer Seite abgingen. Jetzt gehen von dem Flur auf beiden Seiten Zimmer ab. Es ist schon kompakter.

Was heißt kompakt? Enger?

Baumann: Nein, nicht enger. Kompakt heißt, dass wir näher beieinander sind. Insgesamt gibt es 17 Klassenzimmer. Die größeren sind knapp 70 Quadratmeter, die kleinen etwa 50. Früher waren die Standardzimmer etwa 60 Quadratmeter groß. Ohne jetzt aber in rosa Wolken zu schweben: 28 Kinder in einem Raum mit 70 Quadratmetern ist auch nicht so groß.

Wie ist die Ausstattung der Schule?

Baumann: Was die technische Ausstattung betrifft, war geplant, dass wir zum Umzug hin einen Computerraum haben – das ist der Fall. Ebenso sind die Klassenzimmer mit Beamer und Dokumetenkameras ausgestattet. Und was die sanitären Bereiche angeht: Es ist ein Quatensprung gegenüber der Anlagen der alten Schule.

Wie kommen die Schüler mit der neuen Container-Situation zurecht?

Baumann: Die Schüler nehmen die neue Situation nahezu zu 100 Prozent gut auf – sie sind flexibler als die Erwachsenen (lacht). Ein Beispiel: In Gruppen gehen sie jetzt zum Mittagessen in die Mensa – zeitlich versetzt. Die ersten um 12 Uhr, die letzten um 14 Uhr. Ich habe eine Lehrerin gefragt, was die Kinder sagen, wenn sie erst um 14 Uhr Mittagessen. Es sei nicht optimal, aber man könne es eben nicht ändern, hätten sie gesagt, erzählte mir die Lehrerin. Mir ist auch wichtig zu sagen, dass es nur so gut laufen kann, weil uns die Nachbarschulen entgegenkommen: So können wir die Mensa des Gymnasiums mit nutzen und auch Räume der Real- und Berufsschule.

Im Sommer 2023 soll das neue Gebäude fertig sein. Freuen Sie sich drauf?

Baumann: Sehr. Ich freue mich wirklich auf die tolle, neue Schule, die wir dann bekommen. Ich sage immer, lieber morgen, als übermorgen ins neue Gebäude umziehen.

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