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Die „Königlich privilegierten Feuerschützen“

Bad Aiblings ältester Verein besteht seit 1610

Von links: Schützenkönigin Sabrina Lorenz, Seniorenkönigin Helena Janzen und Jugendkönigin Leonie Kern.
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Von links: Schützenkönigin Sabrina Lorenz, Seniorenkönigin Helena Janzen und Jugendkönigin Leonie Kern.

Die „Königlich privilegierten Feuerschützen Bad Aibling“ wurden 1610 gegründet und sind der älteste Verein der Stadt Bad Aibling. Dem Verein gehören 96 Mitglieder an. Neben dem traditionellen Wirken nimmt das sportliche Schießen einen großen Teil des Vereinslebens ein.

Bad Aibling – Der Schießstand ist mit acht elektronischen Schießständen nach dem neusten Standard ausgestattet. Es werden die Olympischen Disziplinen Luftgewehr und Luftpistole in allen Altersklassen geschossen. Senioren ab 51 Jahre können mit Luftgewehr und Luftpistole die Disziplin Auflage schießen. Die Schützen nehmen an den vom Deutschen Schützenbund durchgeführten Meisterschaften teil. Im Herbst und Winter werden Rundenwettkämpfe im Ligabetrieb durchgeführt.

Der Vorstand von links: Schriftführer Christian Osterloher, Sportleiter Sepp Staudinger, Schatzmeisterin Sonja Mayer, Schützenmeister Georg Mayer und Zweiter Schützenmeister Ralf Konzack.

Moderner Schießstandard und Nachwuchsförderung

Die Schützenjugend: Mit dem Luftgewehr darf ab zwölf Jahren, mit Ausnahmegenehmigung ab zehn Jahren, geschossen werden. An einer Lichtgewehranlage können Kinder und Jugendliche ohne Altersbeschränkung trainieren. Sie werden von Vereinsübungsleiter und Lizenztrainer ausgebildet und trainiert.

Im November 2019 wurden noch die Stadtmeisterschaft und der Stadtkönig ausgeschossen. Dies soll nach der Coronakrise wieder stattfinden. Alle Bad Aiblinger Bürger sind willkommen. Sie werden von ausgebildeten Trainern in die Schießtechnik eingeführt.

Laut Aufzeichnungen im Heimatarchiv wurde 1610 aus einer religiösen Sebastiani-Bruderschaft ein rein weltlicher Verbund unter dem Namen Feuerschützengesellschaft Aibling ins Leben gerufen.

Schützen verteidigen Aibling gegen die Schweden

Mit dem Ausbruch des 30-jährigen Krieges 1618 erlahmte der Schießbetrieb. In den letzten Kriegsjahren wurden die Schützen zur Abwehr des Schwedenangriffs eingesetzt.

Bei Bränden im ausgehenden Mittelalter und im August 1765 wurde viel Schriftgut und die Schießstätte vollständig vernichtet. Auch beim Rathausbrand 1940 verbrannten wertvolle Urkunden.

Der Stadtkönig 2019 Carsten Foidl (rechts) mit Schützenmeister Georg Mayer (links) und dem damaligen Zweiten Bürgermeister Erwin Kühnel.

Um 1810 zur Erhebung Bayerns zum Königreich erließ der erste König Max I, zahlreichen Schützengesellschaften „Privilegien“. Auch die FSG Aibling war bei den Auserwählten und nannte sich seitdem „Königlich Bayerische privilegierte Feuerschützengesellschaft“. Die Schützen waren dabei, als der Wittelsbacher Prinz Otto und zukünftige König von Griechenland am 6. Dezember 1832 in Aibling von seiner Mutter, der Königin Therese, Abschied nahm.

Am Scheibenschießen bei der Grundsteinlegung des Theresienmonuments am 1. Juni 1835 nahmen 106 Schützen teil. Zwei der damaligen Schützenscheiben sind wertvolle Schätze des Vereins.

Viele Umzüge bis zum jetzigen Vereinsheim

1931 wurde eine Schießstätte beim Niederlechner „Gasthof Neugarten“ aufgebaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg war allerdings auch diese Schießstätte nicht mehr betriebsfähig. Die Gewehre mussten abgegeben werden.

Am 22. Februar 1958 folgte die Verschmelzung des Vereins mit den Wendelsteiner Schützen. Am Jubiläumsschießen 1960 zum 350-jährigen Bestehen beteiligten sich 210 Schützen.

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1963 fand der Verein eine neue Bleibe im Frühlingsgarten, mit dem Bau einer Schießstätte im Sebastiani-Bräu wurde der Schießbetrieb 1977 wieder aufgenommen. 1985 gingen zum 375-jährigen Bestehen und Gauschießen 806 Schützen an den Stand. Dabei wurde der vom damaligen Bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß gestiftete Bayerische Löwe ausgeschossen.

Eine der Schützenscheiben vom Festschießen im Jahr 1835 – ein wertvoller Schatz des Vereins.

472 Schützen schießen beim „400-Jährigen“ mit

1991 zogen die Schützen zur Schützengilde Waldheim, 1995 eröffneten sie 1995 im Gasthaus Schoder in Bad Aibling einen neuen Schießstand. Das Jubiläumsschießen zum 400-jährigen Bestehen und mit ihm auch das 29. Gauschießen wurde 2010 in der Ausstellungshalle durchgeführt. Es nahmen 472 Schützen teil.

Im Vhs-Gebäude zuhause

2013 wurde dem Verein von der Stadt Bad Aibling das Kellergeschoss des Vhs-Gebäudes als Schießstätte angeboten, das auch als Vereinslokal genutzt wird. 2014 folgte die Einweihung mit einem Eröffnungsschießen. Aktuelles zum Verein gibts online. (re)

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