Baby-Alarm in Ostermünchen: Weißstörche gelten nicht nur als Kinderbringer, sondern auch als Altersvorsorge

Majestätisch fliegen Störche über Ostermünchen, stehen auf den Wiesen an der Moosmühle, landen auf einem Stadl oder sogar auf dem Dach der Pfarrkirche St. Laurentius.

Da wird sich im nächsten Frühjahr wohl recht viel Nachwuchs in der Gemeinde Tuntenhausen einstellen. Dass die Gemeinde sehr kinderreich ist, ist schon jetzt eine Tatsache. Nicht umsonst wird derzeit im Ortsteil Tuntenhausen ein neuer Kindergarten gebaut. Wird der bei so vielen Glücksbringern reichen? Der Storch gilt aber nicht nur als Kinderbringer. Eine heute fast vergessene Geschichte besagt, dass er sich auch um alte Menschen kümmert. Schon im altägyptischen Reich der Pharaonen meinte man, dass die jungen Störche ihre Eltern versorgen, wenn deren Kräfte im Alter nachließen. Die Griechen der Antike übernahmen diesen Irrtum und schufen den Begriff des „Storchendanks“. Sie schufen sogar ein „Storchengesetz“, das die Jungen zur Pflichterfüllung ihren Altvorderen gegenüber anhielt. Auch in die christliche Kirche hinein wirkte dieser Mythos. Die frühen Kirchenväter sahen in ihm das vierte Gebot, denn der Storch schien Vater und Mutter zu ehren. Stache/Kiemer

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