Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


„Solidarische Landwirtschaft“ ist ein Erfolgsprojekt

„Auwald-SoLawi“ in Bruckmühl: 20 Familien in der Öko-Gemeinschaft

Die Ernte bringen Hans Niedermeier, Vreni (im Schubkarren), Schwester Hanna und Mama Eva Scherer ein.
+
Die Ernte bringen Hans Niedermeier, Vreni (im Schubkarren), Schwester Hanna und Mama Eva Scherer ein.

Das Projekt ist ein Erfolg: Unter dem Namen „Auwald-SoLawi“ wurde vor Jahresfrist eine „Solidarische Landwirtschaft mit Schwerpunkt Gemüseanbau“ umgesetzt. Ziel war die Eigen-Versorgung mit gesunden Nahrungsmitteln, quasi vor der eigenen Haustür.

Bruckmühl – Zwölf Monate später das erfreuliche Fazit: Die gesteckten Ziele wurden bei Weitem übertroffen. Das Engagement und die Freude an der Sache sind riesig. Die Zusammenarbeit läuft harmonisch. Der solidarische Grundgedanke wird aktiv gelebt. Einziger Wermutstropfen: Die „Auwald SoLawi“-Gemeinschaft braucht ein neues Anbau- und Bewirtschaftungsareal.

Schon 2,4 Tonnen Gemüse geerntet

Rückblick: Für den Projektstart suchten die beiden Bruckmühler Hans Niedermeier und Martin Kast in den vergangenen Wintermonaten Gleichgesinnte – egal ob Frau oder Mann, Mädchen oder Junge, Jung oder Alt, Anwältin oder Schichtarbeiter. „Je bunter die Gemeinschaft wird, desto besser. Wir freuen uns über alle, die Lust und Leidenschaft für diese gute Sache mitbringen“, sagten sie damals. Nachdem die ersten Mitstreiter gefunden waren, bauten die Gemeinschaft ab dem Frühjahr auf einer 2200 Quadratmeter großen Bewirtschaftungsfläche an der Otto-von-Steinbeiß-Straße (in der Nähe der NeenahGessner Papierfabrik) in Eigenregie unter ökologischen Gesichtspunkten saisonale Nahrungsmittel (nur samenechte Sorten) in Handarbeit und ohne Verwendung von chemischen oder synthetischen Dünge- und Spritzmitteln an. Mit gut 20 Familien hat sich im Laufe der Monate dann ein Kernteam gefunden, das seitdem Hand in Hand arbeitet.

Mindestens fünf verschiedene Gemüsesorten

Das ursprüngliche Ziel, an den Ernte-Freitagen mindestens fünf verschiedene Gemüsesorten in den Familienkorb zu legen, wurde übertroffen. „An Spitzentagen konnten wir bis zu 15 unterschiedliche Gemüsearten ernten und an die Öko-Gemeinschaft weitergeben“, berichtet Niedermeier begeistert. Insgesamt wurden in den zurückliegenden Monaten zirka 2,4 Tonnen Gemüse geerntet. Dabei reichte das Angebot von sämtlichen Kohlarten, Tomaten und Paprika über Auberginen, Gurken, Zucchini, Chilli, Petersilie und alle Arten von Hülsenfrüchten bis zu Him- und Erdbeeren.

Fragen und Problemstellungen aufgeschrieben

Als zentrale Anlaufstelle und Infopunkt fungiert eine alte Schultafel. „Hier werden ganz unkompliziert mit Kreide alle zu erledigen Aufgaben und Absprachen sowie Fragen und Problemstellungen aufgeschrieben“, erklärt Initiator Niedermeier.

Als großen Pluspunkt bewertet er vor allem das gute Miteinander. Jeder kann sich nach seinen Zeitfenstern und Fähigkeiten einbringen. „Klar hakt es auch mal, dann werden die Sachen angesprochen, und gut ist es“, erklärt er den ungezwungenen Umgang. Sonderaktionen wie das gemeinsame Einmachen von Sauerkraut sorgen für eine zusätzliche Belebung des Miteinanders.

Neue Bewirtschaftungsfläche gesucht

Jetzt aber steht die „Auwald SoLawi“ vor einem Problem: Die bis dato genutzte Bewirtschaftungsfläche muss aus verschiedenen Gründen zum Ende des Jahres aufgegeben werden. So müssen in den kommenden Tagen parallel zur Ernte des letzten Gemüses noch diverse Rückbauten erfolgen. „Und dann brauchen wir für das kommende Frühjahr etwas Neues“, umreißt Niedermeier die Situation.

Neue Alternativplätze

Nach seinen Aussagen gibt es zwar schon erste Gespräche und Angebote für neue Alternativplätze, doch die sind zu weit weg. „Wir sind wirklich dankbar für die Angebote und wissen dies auch sehr zu schätzen. Wenn wir aber wählen könnten, wäre uns ortsnäheres Grundstück wichtig,“ erklärt der Sonnenwiechser. Eines ist für alle Beteiligten ganz klar: Ihre erfolgreiche „Auwald SoLawi“ darf nicht auf dem Kompost landen.

Neues Areal wird gesucht

Für den Fortbestand des Öko-Projektes „Auwald SoLawi“ wird ein neues Grundstück zur Bewirtschaftung gesucht. Es sollte in der Bruckmühler Ortsrandlage sein, zu einem moderaten Pachtpreis angeboten werden und eine Größe von zirka 2200 Quadratmetern haben. Außerdem wären ein Wasseranschluss – welcher Art auch immer – sowie ein Unterstand in Garagengröße (alternativ oder auch zusätzlich ein Bauwagenstellplatz) für die Lagerung von Arbeitsgeräten und zur Ernteaufbereitung von Vorteil. Optimal wäre es auch, wenn auf dem künftigen Anbauareal ein Folientunnel aufgestellt werden könnte. Wer das Projekt unterstützen möchte, kann sich an Hans Niedermeier unter der 01 75/2 62 09 44 oder per E-Mail Auwald-SoLawi@gmx.de wenden.

Kommentare