Auf sie ist Verlass in der Not: Nachbarschaftshilfe 1604 Mal im Einsatz

Trafen sich zur Jahreshauptversammlung: Ein Teil der Mitglieder der „Ökumenischen Nachbarschaftshilfe Feldkirchen-Westerham“ samt ihrer Vorsitzenden Ingrid Hauffen (vorne Mitte).
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Trafen sich zur Jahreshauptversammlung: Ein Teil der Mitglieder der „Ökumenischen Nachbarschaftshilfe Feldkirchen-Westerham“ samt ihrer Vorsitzenden Ingrid Hauffen (vorne Mitte).

Ihre Dienste sind für die Gemeinde unschätzbar wertvoll: 44 Mitglieder der Ökumenischen Nachbarschaftshilfe leisteten im vergangenen Jahr rund 1600 Einsätze.

Von Manfred Merk

Feldkirchen-Westerham – Keine Frage: Der „Verein Ökumenische Nachbarschaftshilfe Feldkirchen-Westerham“ ist aus dem Alltag der Kommune nicht mehr wegzudenken. Wenn die Organisation mit aktuell insgesamt 238 Mitgliedern ihr Ehrenamt mit dem Leitwort „Aktive Hilfe von Mensch zu Mensch“ überschreibt, dann heißt das mit anderen Worten, dass sich im Ernstfall sich jeder Bürger in der 11 000-Seelen-Gemeinde auf sie verlassen kann.

Fahr- und Besuchsdienste

Und wenn die Vorsitzende Ingrid Hauffen anlässlich der Jahreshauptversammlung die Arbeitsfelder einzeln erwähnte, dann war dabei deutlich zu hören, mit welchen Möglichkeiten und Angeboten der Betreuung Rat- oder Hilfesuchenden geholfen werden kann: Fahr- und Begleitdienste, Unterstützung von Familien, Betreuungs- und Besuchsdienste, Bücher auf Rädern, Hilfe beim Ausfüllen von Formularen und Schriftsachen, Begleitung bei Behördengängen und vieles mehr.

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Wie oft um diese Hilfen von den älteren, kranken oder auf eine Fahrgelegenheit angewiesenen Bürgern im vergangenen Jahr 2019 gebeten wurde, lässt aufhorchen. 1604 Einsätze konnten erledigt werden, der zeitliche Aufwand lag bei 4289 Gesamtstunden. „Das konnte nur deshalb bewerkstelligt werden, weil sich die Zahl der aktiven Helfer fast verdreifacht hat“, sagte Hauffen. „2015 waren es 15, aktuell sind es 44.“

Der Verein informiert überdies: „Einen Teil der Leistungen bietet die Nachbarschaftshilfe unentgeltlich an. Zeit- und Arbeitsaufwand bei intensiveren Dienstleistungen verrechnen wir mit einem geringen Stundensatz. Bei finanziellen Härtefällen helfen wir auch unentgeltlich.“

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