LESERFORUM

Auch Kühe haben Anrecht auf gesunde Ernährung

Zum Bericht „Hier ist es in Bad Aibling besonders schön“ im Lokalteil:

In dem Bericht heißt es, ich wäre ein „geborener“ Aiblinger, was so nicht stimmt, denn ich bin ein aus nächster Nähe (Heufeld) Zugewanderter, fühle mich deswegen aber nicht als „Zugroasta“. Aber auch als solcher habe ich den „Oloss“ gewählt, weil ich weiß, wie viele „Eingeborene“ ihre Jugend dort spielerisch verbrachten, wenn sie nicht gar ihre ersten Schwimmversuche dort unternommen haben. Und weil ich schon dabei bin. Meine Generation kannte sowas wie Helikopter-Eltern gar nicht, denn unser Spielplatz war die gesamte Umgebung rund um das heimatliche Dorf im Umkreis von gut drei Kilometern.

Diese Freiheit haben offensichtlich heutzutage nicht mehr allzu viele Kinder. Dagegen ist die Freiheit der Hunde, man kann es am „Oloss“ gut beobachten, mittlerweile ins Grenzenlose gestiegen, denn ihre Besitzer sehen es offenbar als normal an, ihre Vierbeiner durch die Wiesen jagen zu sehen. Zu meiner Zeit hat es ein ungeschriebenes Gesetz gegeben, das da hieß, zwischen Josefi und Michaeli hätte niemand auf einer Wiese was zu suchen, es sei denn der Bauer selbst. Wir haben uns alle daran gehalten, weil es uns auch nicht eingefallen wäre, so mir nichts dir nichts in fremden Gärten rumzumarschieren.

Vielleicht sollten die Landwirte auf ihren Feldern Schilder anbringen, wo „Bio“ draufsteht damit es auch die Hundehalter kapieren, die sich vermutlich mit diesem Leserbrief auf den Schlips getreten fühlen und völlig außer Acht lassen, dass auch Kühe ein Anrecht auf eine gesunde Ernährung haben. Wer mit Josefi und Michaeli nichts anzufangen weiß, soll seine Oma fragen, ob sie noch einen alten Kalender besitzt, in dem die Bauernheiligen noch mit roter Farbe angegeben wurden.

Mike Stratbücker

Bad Aibling

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