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BLÜHSTREIFEN BEGEISTERN SEIT ZEHN JAHREN

Au: „A pfundige Sach“ für die Natur und fürs Auge

Blühstreifen um Auer Maisfelder seien eine pfundige und wichtige Sache fürs Auge, für Landschaft, Bienen und anderen Insekten geworden, sagen Sepp Schlemer (links) und Anton Scheidl.
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Blühstreifen um Auer Maisfelder seien eine pfundige und wichtige Sache fürs Auge, für Landschaft, Bienen und anderen Insekten geworden, sagen Sepp Schlemer (links) und Anton Scheidl.
  • VonPeter Strim
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Äußerst auffällig strahlen der derzeit Sonnenblumen entlang der Gottschallinger- und Miesbacher Straße in Au. Sie gehören zu Blühstreifen und bereichern nicht nur die Landschaftsbilder neben den eintönig grünen Maisfeldern.

Au – Ein noch größerer Segen ist die herrlich sanfte Musik, die aus den mächtigen Blütenkörben ertönt. Sie gehören zu unzähligen Bienen, Wildbienen, Hummeln und anderen Insekten und sich mit der Blütenbestäubung beschäftigen. Blühstreifen sind in diesem Jahr wieder eine besonders „Pfundige Sache“ nicht nur fürs Auge von Naturfreunden, sondern erst recht für die Welt der Insekten, die sich darin tummeln.“, wie Anton Scheidl, Landwirt aus Gottschalling und Vorsitzender der Jagdgenossenschaft Au sowie Sepp Schlemer, vertretend für die Auer Imker sprechend, bei einem Zusammentreffen am Maisfeld von Landwirt Sepp Stuffer an der Miesbacher Straße mit unserer Zeitung sagten.

Maisfelder bunter gestalten

Die Anregung, Ränder von Maisfeldern bunter und nachhaltiger zu gestalten, kam vor etwa zehn Jahren vom damaligen und jetzigen zweiten Bürgermeister Josef Rauscher bei einer Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft Au. Also wesentlich viele Jahre vor dem Bürgerbegehren „Rettet die Bienen“ und Fundamentierung des Artenschutzgesetzes in Bayerischen Verfassung standen Auer Landwirte dieser Idee positiv gegenüber und setzten sie daraufhin in die Tat um, so Anton Scheidl. Inzwischen zur Tradition geworden, haben Bauern auf freiwilliger Basis gut 100 Prozent ihrer Maisfelder mit begleitenden Blühstreifen gestaltet. Den Samen im Wert von ca. 500 Euro erwerben die Landwirte über die Jagdgenossenschaft. Die Aussaat der Samenmischung, mit hohem Anteil an Sonnenblumen sowie anderen Pflanzen mit magischer Wirkung auf Bienen, Wildbienen, Hummeln, Schmetterlingen und anderen Insekten, erfolgt nach Ausbringen der Maiskörner im Juni.

Jährliche Aktion

Nach Ansicht von Sepp Schlemer, (ehemaliger Leiter der Hochgebirgs Belegstelle Wendelstein), hätten die teilnehmenden Bauern mit dieser jährlichen Aktion einen unschätzbaren Beitrag zum Wohl von Natur, Landschaft und den vielen nützlichen Hautflüglern und auch Käfern geleistet. Die Blühstreifen sind inzwischen sehr wichtig geworden. Nach Feststellung der Mitglieder im Bienenzuchtverein Au, kämen Honigbienen voller Pollen in ihre Stöcke zurück. Die Völker, die sich damit einen ausgiebigen Vorrat an Eiweißnahrung mittels Pollen in ihren Stöcken aneignen, sind sehr gesund. Aber auch zum Erhalt der Artenvielfalt leisten die Bauern angesichts großer Resonanz einen dankenswerten Beitrag, jedoch nicht erst seit ein paar Jahren, sondern seit Generationen.

Abschließend hatten Anton Scheidl und Sepp Schlemer noch einen besonderen Wunsch auf Lager, der sich insbesondere an Wanderer, Radfahrer und Touristen aber auch Einheimische richtet. Die herrliche Blumen sind zum Betrachten und vor allem für das kleine Tiervolk, insbesondere Insekten gedacht und nicht für die Vase, in der die Schönheit der Sonnenblumen schneller vergeht als auf dem Feld.

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