Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


SECHS NEUE BEI WEHR

Au: Junge Feuerwehrler bestehen Prüfung unter erschwerten Corona-Bedingungen

Einsatzbereitschaft bei Bergungseinsätzen – und das unter strengen Hygieneauflagen – gewährleisten qualifizierte Truppführer der Feuerwehr Au auch in Zeiten von Pandemie und Lockdown.
+
Einsatzbereitschaft bei Bergungseinsätzen – und das unter strengen Hygieneauflagen – gewährleisten qualifizierte Truppführer der Feuerwehr Au auch in Zeiten von Pandemie und Lockdown.

Feuer und Naturkatastrophen halten sich nicht an Corona-bedingte Ausgangsbeschränkungen oder Ansteckungsgefahren durch einen unberechenbaren Virus. Ebenso steht der Erhalt menschlichen Lebens durch technische Hilfeleistung etwa nach einem Verkehrsunfall auch in schwierigen Zeiten im Mittelpunkt.

Bad Felinbach – Dafür sorgen zuverlässig die Feuerwehren. Oberstes Gebot ist dabei die Aufrechterhaltung und Sicherstellung der Einsatzbereitschaft der aktiven Einheiten in den Wehren.

Sich mit Maske auf die Prüfung vorzubereiten war für Thomas Kotter (18) anfangs erst einmal gewöhnungsbedürftig.

Zu diesem Credo stehen die Führungskräfte in der Kreisbrandinspektion Rosenheim und ihre Kommandanten, zu denen Marinus Astner und sein Stellvertreter Josef Antretter der Feuerwehr gehören.

Antretter, verantwortlich für Aus- und Fortbildung und sein Stellvertreter und Jugendwart Luis Seidl hatten nach mehrwöchigen Übungs- und Ausbildungsphase junge aktive Nachwuchskräfte aus den eigenen Reihen zur Abschlussprüfung der Grundausbildung „Truppführer-Qualifikation“ eingeladen.

Bewertet wurden Aufgaben im theoretischen Teil und in den anschließenden praktischen Übungen von Kreisbrandinspektor Max Goldbrunner und den beiden Kreisbrandmeistern Josef Kirner aus Bad Feilnbach und Werner Meier-Matheke aus Bruckmühl.

Weniger Probleme mit Maske bei ihren ersten Einsätzen als aktive Feuerfrau sowie im Rahmen der Ausbildung hatte Anja Koziol (19).

Jungen, hoch motivierten Mitgliedern, wie Anja Koziol, Dominik Gasteiger, Josef Poschenrieder, Simon Poitner, Rupert Opperer und Thomas Kotter die erforderliche Qualifikation als Truppführer anzueignen, gestaltete sich in diesem außergewöhnlichen Jahr als besonders schwierig, so die Ausbilder. Vor Corona verliefen die Übungen mit entsprechendem Fleiß aller aktiven Wehrmänner und Anja Koziol als Feuerwehrfrau im gewohnten Rahmen. Bis Juni letzten Jahres ruhte der Übungsbetrieb völlig.

Ab November mit dem zweiten Lockdown und steigenden Infektionszahlen erarbeitete die Kreisbrandinspektion ein strenges Hygienekonzept bei Inzidenzzahlen unter 100 Infektionen zum Schutz der Einsatzkräfte. Derzeit geltende Maskenqualitäten gehören zur Standartausrüstungen bei Einsätzen und Übungen und soweit möglich sind Abstände einzuhalten.

Weitere Artikel und Nachrichten aus Bad Aibling, Bad Feilnbach, Bruckmühl, Feldkirchen-Westerham und Tuntenhausen finden Sie hier.

Unter außergewöhnlichen und schwierigen Bedingungen gestalteten sich Übungen mit maximal drei Kameraden während der Ausbildung vorm Feuerwehrhaus im Freien, wie sich Thomas Kotter (18) erinnert. Für Anja Koziol (19), die bereits bei einem Zimmerbrand und Technischer Hilfeleistung im Einsatz war, bedeute das Tragen einer medizinischen Maske als Tierarzthelferin kein Problem.

Nach einer Übungseinheit muss sofort der Weg nach Hause angetreten werden, weil Corona das gemeinsame Zusammensitzen nicht erlaubt. Kritische Blicke gab es von Passanten, die manche Übungen von Weitem verfolgten, aber von der Bedeutung der Feuerwehr in Au als Garant für Sicherheit überzeugt waren, wie Übungsverantwortliche feststellten.

Ungewohnt war die Atmosphäre für Kommandant Marinus Astner bei Übungen, Aus- und Fortbildungsmaßnahmen im Lockdown.

Zu einem verdienten Abschluss mit Brotzeit und aromatischen Löschmittel hätte Bürgermeister Anton Wallner, der die Übungen am Rande verfolgte und die Leistungen der jungen Feuerwehrfrau und ihren fünf Kameraden mit Stolz würdigte, gerne eingeladen, doch leider lässt dies der Lockdown nicht zu.

Zur Freude von Goldbrunner und seinen Mitjuroren haben alle Kandidaten die Prüfung zu Maßnahmen von Verkehrssicherungen, Bergungsmaßnahmen oder Fahrzeugkunde erfolgreich bestanden. Wichtig zur Bewältigung ihrer künftigen Aufgaben als Truppführer seien stetige Übungen nicht nur im Rahmen des Einsatz- und Rettungsgeschehens, sondern vielmehr in der Kommunikation und beim gemeinsamen Erarbeiten von Aufgaben.

Gleichzeitig bat Goldbrunner auch in diesen ungewöhnlichen Zeiten, junge Leute für die Jugendfeuer-wehren anzuwerben. Momentan laufe nicht viel oder interne Ausbildungen fänden online statt. (re)

Mehr zum Thema

Kommentare