GEMEINDERAT BAD FEILNBACH

Au bekommt einen Naturkindergarten im Achthal

Auf dieser Wiese im Achthal wird der Sammelplatz für den Naturkindergarten in Au entstehen.
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Auf dieser Wiese im Achthal wird der Sammelplatz für den Naturkindergarten in Au entstehen.
  • vonKonrad Kriechbaumer
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Spielen in der Wiese, im Wald und am Wasser: Ab September 2021 können Bad Feilnbacher Eltern ihre Kinder in die Betreuung in den Naturkindergarten geben. Die Gemeinde setzt damit den gemeinsamen Antrag dreier Fraktionen zügig um.

Bad Feilnbach – Die Gemeinde Bad Feilnbach ist auf der Suche nach Lösungen, um Kindergartenplätze zu schaffen. Um ein entsprechendes Angebot an Betreuungsplätzen zu schaffen, wird im Auer Achthal ein Naturkindergarten entstehen. Bürgermeister Anton Wallner informierte den Gemeinderat über den aktuellen Stand der Dinge.

Pachtvertrag wird vorbereitet

Nach Absprache mit dem Landratsamt Rosenheim erscheine der Standort im Achthal geeignet. Der Pachtvertrag mit dem Eigentümer sei bereits in Vorbereitung. Eine Bauantragsplanung für eine 25 Quadratmeter große Blockhütte als Lagerplatz und Unterschlupf sei bereits in Auftrag gegeben.

Mit dem Kommunalen Unfallversicherungsverband ist ein Termin vereinbart und ein Sicherheitsraum für den Kindergarten in der Schule Au sei eingerichtet. Auch die Ausschreibung für das Kindergartenpersonal ist bereits erfolgt.

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Für Diskussionen sorgte die Anfahrtsregelung. Diese sieht vor, dass die Eltern die Kinder rund 300 Meter vor dem geplanten Kindergarten abliefern. Auf Höhe der Einfahrt des dortigen Baustoffhandels seien geeignete Haltemöglichkeiten vorhanden. Ein direktes Hinbringen bis zum Naturkindergarten sei aus Rücksicht auf die Nachbarschaft und die beengten Verhältnisse nicht vorgesehen.

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„Zu gefährlich“ befand Sieglinde Angermaier (Grüne) die angedachte Regelung, insbesondere wegen des Lieferverkehrs zum Baustoffhandel. Auch Marinus Moser (ÜW) sprach sich dafür aus, den Sammelplatz ein „paar Meter weiter“ anzusiedeln. Sepp Rauscher (CSU) als unmittelbarer Anwohner entgegnete: „Wir haben hier sechs Kinder großgezogen, es sind drei Erzieherinnen da, die Kinder sind nicht allein.“ Zudem sei der Verkehr in diesem Bereich sehr überschaubar. Dem stimmte auch Martin Huber (CSU) zu.

Wallner berichtete aus Gesprächen mit anderen Betreibern: „Die Eltern müssen sich bei einem Naturkindergarten schon mehr einbringen als bei einem herkömmlichen Kindergarten.“ Dies beginne schon beim Bringen der Kinder oder bei der Lieferung von Wasser.

Eltern müssen Wasser selber anliefern

„Am Naturkindergarten wird kein fließendes Wasser vorhanden sein, die Eltern sind hier gefordert, Wasser in Kanistern anzuliefern“, so Wallner. „Insgesamt ist das Achthal ein traumhaftes Gebiet, das sich sehr gut für einen Naturkindergarten eignet. Auch die Nachbarn nehmen den Kindergarten fast alle wohlwollend hin“, fasste der Bürgermeister zusammen.

Anmeldung ab 1. März möglich

Mit der Gegenstimme von Sieglinde Angermaier wurde beschlossen, vom derzeitigen Planungsstand Kenntnis zu nehmen und den Naturkindergarten im Achthal durchzuführen. Die Anmeldung zum Naturkindergarten wird ab 1. März über die gemeindliche Internetseite möglich sein.

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