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Bayerisches Liedgut bei Wirtshaussingen angestimmt

Arnold Schwarzenegger als schönster Steirerbua besungen

Mit seiner Ziach und launigen Worten begleitete Ernst Schusser das Wirtshaussingen. Das Publikum im „Kriechbaumer“-Saal sang mit Inbrunst mit.
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Mit seiner Ziach und launigen Worten begleitete Ernst Schusser das Wirtshaussingen. Das Publikum im „Kriechbaumer“-Saal sang mit Inbrunst mit.
  • VonJohann Baumann
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Das Gesellige Wirtshaussingen am Kirtadienstag hat sich längst zu einer Kultveranstaltung im Rahmen des Maxlrainer Kultursommers gemausert. Während im vergangen Jahr nur ein kleine Außenveranstaltung stattfinden konnte, stand nun wieder der gewohnte „Kriechbaumer“-Saal in Mietraching zur Verfügung.

Mietraching – Auf das Thema Gemütlichkeit ging der Initiator des Wirtshaussingens, Ernst Schusser, ein. „Gemütlichkeit entsteht, wenn Menschen beieinander sind und man merkt, dass sie fehlt, wenn das eine Zeitlang nicht so ist“, stellte der frühere Leiter des in Bruckmühl beheimateten Volksmusikarchivs des Bezirks Oberbayern fest. Den Einstieg in das Singen gestaltete er nach dem Motto „Schee langsam und ned hudln.“ Als Gesangsvorlage für das Wirtshaussingen diente ein vom Volksmusikarchiv herausgegebenes Heft mit 26 bayerischen Volksliedern. Mit dem augenzwinkernden Hinweis „Im Liederheft sind keine Noten, deswegen können alle singen, wie sie wollen“ nahm er vorab gleich jeglichen „vokalen Präzisionsdruck“ von der gut 70-köpfigen Hobbysänger-Schar.

Die „Frühschoppenmusi“ des Volksmusikarchivs spiele zünftig auf (von links) Wolfgang Forstner, Eva Bruckner, Sebastian Riepertinger, Sebastian Hafner und Ernst Schusser.

Die gesungenen Lieder, die meist im Wunschkonzert-Format von den Besuchenden vorgeschlagen wurden, spannten einen weiten thematischen Bogen, der sich von landschaftlichen Huldigungen wie „Es gibt nur a Loisachtal alloa“ über Berufsbilder wie das Fuhrmann-Lied „In da Fruah, wann da Hoh‘ macht an Krahra“ oder „Es war amal a Holzknecht so stolz“ bis zu persönlichen Eigenheiten wie „A Hiatamadl mog i ned“ und „I bin a Steirerbua“ erstreckte. Ernst Schusser, der die Lieder, mit Unterstützung von Eva Bruckner, auf seiner Ziach begleitete, anmerkte dazu an: „Der schönste aller Zeiten ist Arnold Schwarzenegger“.

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Das zum Abschluss angestimmte Heimatlied „Tief drinn im Böhmerwald“ ist zwar nicht bayerischen Ursprungs, bildet aber eine Hommage an die familiären Wurzeln von Schusser. Zusätzlich musikalisch bereichert wurde der Volksmusikabend von der Frühschoppenmusi des Volksmusikarchivs, zu der neben Schusser und Bruckner auch Wolfgang Forstner (Tuba), Sebastian Riepertinger (Flügelhorn) und Sebastian Hafner (Tormpete) zählten. Das Quintett erfreute mit zünftigen Weisen wie den „Happurger Schottisch“ und den „Bären-Walzer“ und spielte auch bekannte Stücke zum Mitsingen wie „Der Jäger aus Kurpfalz“ und den „Bienenhaus-Galopp“. Das Publikum sang bei allen Liedern inbrünstig mit und spendete den Musizierenden einen langen Schlussapplaus. „Nachst‘s Jahr zur gleichen Zeit, am gleichen Ort und mit der gleichen Freid“, lautete das optimistische Schlusswort von Schusser.

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