Arbeiten am Kolbermoorer Parkour-Park stehen still

Eingezäunt: Die Mauern auf dem Parkour-Park stehen bereits, auf die neuen Metallkonstruktionen muss jetzt gewartet werden.
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Eingezäunt: Die Mauern auf dem Parkour-Park stehen bereits, auf die neuen Metallkonstruktionen muss jetzt gewartet werden.
  • Ines Weinzierl
    vonInes Weinzierl
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Sprünge und Salti in Warteschleife: Stillstand im geplanten Parkour-Park südlich der Staatsstraße an der Sportanlage. Was sich dahinter verbirgt, lesen Sie hier.

Kolbermoor – Eigentlich sollte derzeit an der Sportanlage südlich der Staatsstraße gewerkelt werden. Denn auf einer rund 120 Quadratmeter großen Fläche soll eine Parkour- und Calisthenics-Anlage entstehen. In der vergangenen Woche wurden Mauern und Metallkonstruktionen geliefert, um sie auf dem Platz aufzubauen. Bisher stehen nur die Mauern, der Platz ist eingezäunt, Arbeiter sieht man keine. Es tut sich nichts. Stillstand statt Aufbau?

Mauern bereits aufgebaut

„Die Mauern sind in Ordnung, deshalb wurden sie auch aufgebaut“, erklärt Jürgen Halder vom Kolbermoorer Bauamt. Was allerdings „nicht in Ordnung“ war, waren die Metallkonstruktionen. „Sie waren nicht sauber entgratet“, erklärt Halder.

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Das heißt: Sie waren unsauber verarbeitet. „Daran hätte man sich verletzten können“, erklärt Halder weiter. Die Folge: Die Stadt hat die Metallkonstruktionen jetzt quasi zwischengelagert und die Firma aufgefordert, sie abzuholen. Wann das erfolgt, weiß Halder nicht. Die zuständige Firma aus Unterfranken war für eine Anfrage seitens der Redaktion nicht erreichbar.

„Wir warten schon seit 2016 auf die Anlage"

Hat das Folgen für den Zeitpunkt der Fertigstellung? „Ja, das kann dauern“, so Halder. In Jahreszeiten gesehen heißt das, „wir hoffen, dass der Platz im Herbst fertig ist“. Aber genau sagen könne er das nicht.

Martin Guggenberger, der gemeinsam das Freerunner Trainer-Duo des Kolbermoorer SV-DJK mit Rainer Krey bildet, nimmt‘s sportlich: „Wir warten schon seit 2016 auf die Anlage, da kommt es auf ein Paar Monate mehr nicht an“, sagt er auf Anfrage unserer Zeitung. Aber: „Wenn sie erst 2021 fertig wird, wäre es schon schade.“

Training in der Öffentlichkeit

Sollten die Mauern und Metallkonstruktion im Herbst stehen, werden anschließend Fallschutzplatten verlegt und trittdämpfender Rindenmulch verteilt.

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Beim Parkour und Freerunning geht es darum, Hindernisse mit vielen verschiedenen Konstellationen zu überwinden – etwa durch Springen, Hangeln, Balancieren, Handstandüberschläge oder Salti. Calisthenics steht für Training in der Öffentlichkeit mit dem eigenen Körpergewicht.

Mit den Arbeiten für die neue Anlage ist bereits im Mai begonnen worden. Zunächst sollte die Parkour- und Calisthenics-Anlage auf der Freianlage östlich der Pauline-Thoma-Schule entstehen, jetzt entsteht sie südlich der Staatsstraße an der Sportanlage. Kosten: rund 30.000 Euro.

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